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CD Review: Pantheion - The Faustian Disciplines

Pantheion
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Band: Metalnews nach 'Pantheion' durchsuchen Pantheion
Interviewpartner: Trolfbert

Wer oder was ist mittlerweile volljährig, veröffentlicht aber erst demnächst den ersten Longplayer? Antwort: Eine der besten Black-Metal-Bands, welche je auf deutschem Boden gegründet wurde. Und wie es sich für reife, vernünftige Erwachsene gehört, überlassen es PANTHEION anderen wie mir, den Marktschreier heraus zu lassen, um „The Faustian Disciplines" unter die [hoffentlich dann auch zahlende] Kundschaft zu bringen. Es folgt eine Bestandsaufnahme mit dem Sänger, Gitarristen und Knöpfchen- beziehungsweise Tastendrücker Trolfbert.



Grüß dich, Trolfbert! Der Grundstein dieser Band wurde schon vor 18 Jahren gelegt, allerdings steht erst jetzt ein Album an, das zum jetzigen Zeitpunkt noch auf seine offizielle Veröffentlichung wartet. Worin liegen deiner Meinung nach die Gründe dafür, dass ihr nicht schon seit Urzeiten zusammen mit [den mittlerweile verblichenen] LUNAR AURORA und NAGELFAR als "Speerspitze des deutschen Black Metal" gilt? Ergab es sich "einfach" nicht, den Status einer reinen Demo-Truppe zu überwinden oder sind euch laufend Hindernisse im Weg gestanden? Und warum ist im Umkehrschluss jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, um der Welt euer Können vor Ohren zu führen?

Moin moin. In der Tat hat es eine ganze Weile gedauert, bis wir unsere erste richtige CD fertig stellen konnten. Der erste Song für diese Platte ist 1997 entstanden; alles was ab 1993 passierte, würde ich eher als Demo-Phase bezeichnen. Vermutlich hat es uns nie an Potential gemangelt. Aber um eine Band halbwegs professionell zu betreiben, dazu gehört noch ein bisschen mehr. Das mussten wir erst noch lernen.

Dass Du PANTHEION mit LUNAR AURORA und NAGELFAR in Verbindung bringst, nehme ich als Kompliment, denn ich schätze beide Bands wirklich sehr. Wir haben „The Faustian Disciplines“ aber nicht dafür gemacht, um jetzt noch in irgendeine Speerspitze vordringen zu wollen. Es ist einfach eine persönliche Sache gewesen, dieses Material noch einmal in Form zu bringen. Wir haben eine wirklich aufwändige Studio-Session hinter uns, da viel Zeit, Geld und Liebe fürs Detail reingesteckt. Ich denke, das zahlt sich am Ende aus.


Und wenn wir schon bei Black Metal aus der Bundesrepublik sind, könntest du vielleicht einige Kollegen erwähnen, die dich entweder im Schaffen von Stücken für PANTHEION beeinflusst haben könnten oder du dir einfach gerne anhörst. Welchen Truppen sollten deiner Meinung nach mehr Aufmerksamkeit zuteil werden? Da du A.F. von HAGAL einige Gastgesänge einspiele hast lassen: Wie steht es um diese Hamburger Institution?

Die wesentliche Inspirationsquelle war für mich stets der Black Metal der frühen Neunziger. Was deutsche Bands betrifft, so würde ich neben den obengenannten beiden Gruppen noch DRAUTRAN erwähnen. Und natürlich HAGAL, mit denen wir uns den Proberaum teilen. Ich mag die beiden ersten Platten von HAGAL sehr gerne und hoffe genauso, dass da wieder etwas nachkommt. Aber das dürfte noch eine Weile dauern.


Inwieweit hat euer "Betriebsausflug" mit NEGATOR eurer jetzigen Band dabei geholfen, zu wachsen beziehungsweise in gewisser Hinsicht Grenzen zu überwinden? Welche Schlüsse ziehst du aus der Arbeit an den beiden Alben "Old Black" und "Die Eisernen Verse" für PANTHEION? Hast du während deines Verweilens neben Nachtgarm jemals daran gedacht, dass es eines Tages mit eurem ursprünglichen Projekt weitergehen könnte?

NEGATOR war zu der Zeit sicherlich mehr als ein Betriebsausflug. Ich habe dadurch vor allem als Gitarrist einen großen Sprung gemacht. Während PANTHEION darauf ausgelegt ist, mit 2 Gitarren und Synthies eine flächige Soundwalze zu erschaffen, stand ich mit NEGATOR plötzlich vor der Herausforderung, eine vergleichbare Atmosphäre mit einer einzigen Gitarre zu erzeugen. Zu der Zeit habe ich sehr viel durch die alten Platten von IMMORTAL oder auch DARKTHRONE gelernt und mich sehr intensiv mit dem Riffing der frühen Neunziger auseinandergesetzt. Es gab keine konkreten Pläne, PANTHEION wieder zu intensivieren. Aber da unser Material noch unveröffentlicht war, blieb die Sache ohne Abschluss. Ein unbefriedigender Gedanke, dem wir jetzt zum Glück Abhilfe schaffen konnten.


Ihr lasst sowohl im Booklet als auch in eurer Biographie stolz verkünden, dass das jetzige Line-Up seit über 13 Jahren besteht. Worin siehst du die Stärken beziehungsweise die Magie in der jetzigen Besetzung von PANTHEION? Was macht für dich persönlich den Reiz aus, zusammen mit deinen Mitstreitern gemeinsame Sache zu machen? Und was braucht es, um ein vollwertiges Mitglied dieser Mannschaft zu sein - beziehungsweise, falls ihr Verstärkung am Live-Sektor benötigen solltet - zu werden?

Mir ist erst jetzt bewusst geworden, welche Stärke dieses Line-Up hat. Wir alle haben uns als Menschen weiterentwickelt, auch in unterschiedliche Richtungen. Aber die gemeinsamen Wurzeln sind tiefer. Es ist nicht leicht, alle vier zur gleichen Zeit an einem Ort zu versammeln, weil jeder sein ganz eigenes Leben führt. Aber wenn wir uns zusammen einfinden, dann ist alles wie immer. Selbst wenn es bis zur nächsten Platte wieder mehr als zehn Jahre braucht, wird es mit diesem Line-Up geschehen.


Ein wenig erinnert mich dieses erneute Auftauchen einer potentiell fantastischen Band an NAZXUL, welche auch schon seit den frühen Neunzigern mitwerkeln, erst vor kurzem mit ihrer zweiten LP auf Herzensjagd gingen und zumindest bei mir vollen Erfolg hatten. Musikalisch drängen sich ebenso einige Parallelen auf, auch wenn ihr in merkbar anderen Gefilden wütet. Kennst du die Truppe und wenn ja, kannst du diesen Vergleich nachvollziehen? Ich weiß, gerade als involvierter Musiker fällt es einem besonders schwer, sein eigenes Schaffen einzuordnen, bei derart guter Musik wie auf "The Faustian Disciplines" sollte man aber dennoch den Versuch wagen: Zwischen welchen musikalischen Welten befindet ihr euch eurer Meinung nach?

Ich denke, jede Band muss eine eigene Philosophie haben. Dann spielt es keine Rolle, ob Du schnell oder langsam spielst, mit oder ohne Synthies. Die Philosophie von PANTHEION war immer diese: Eine majestätische Soundwand zu kreieren. Dabei komplexe, anspruchsvolle Arrangements bieten, ohne den Intellektuellen heraushängen zu lassen. Denn Metal muss immer Metal bleiben.



Mir persönlich ist eure letzte EP "Friedensbringer" in guter Erinnerung geblieben, die sich rein stilistisch nicht großartig von eurem jetzigen Schaffen unterscheidet: Sanfte Keyboard-Dominanz wechselt sich mit rasenden Saiten-Spannungsbögen ab, im ewigen Gleichgewicht zu- und manchmal miteinander. Wie denkst du heutzutage über "Friedensbringer", insbesondere hinsichtlich des Entstehungsprozess der einzelnen Stücke sowie der Aufnahmen dazu?

Letztendlich spiegelt „Friedensbringer“ unsere Stärken und Schwächen vor zehn Jahren wieder. Das Songmaterial kann sich hören lassen, aber der ganzen Herangehensweise fehlte es an Professionalität.


Um euch ist es nach dem Kollektivausstieg von NEGATOR recht still geworden. Ist diese Auszeit, was PANTHEION selbst angeht, zunächst auf das Konto einer Art erneuter Zusammenfindung oder habt ihr recht rasch die Arbeiten an "The Faustian Disciplines" aufgenommen und stückweise komplettiert?

Tatsächlich hat es eine Weile gedauert, um sich neu zu sammeln. Der Ausstieg bei Negator ergab sich ja gerade dadurch, dass mir die Vision für eine dritte Platte fehlte. Ich hatte immer gesagt, dass ich lieber keine Platte mache, bevor ich Durchschnittsware abliefere. Da musste ich konsequent bleiben. Erst nach einiger Zeit stellten wir fest, welche Energie in dem alten PANTHEION-Material noch steckte. Der Rest ergab sich automatisch.


"The Faustian Disciplines" ist ein fast schon kriminell gutes Album geworden, herzlichen Glückwunsch dazu! Aufgenommen habt ihr dieses Prachtteil in Eike Freeses Räumlichkeiten. Warum zog es euch nach "Die Eisernen Verse" noch einmal in seine Richtung? Wie lässt es sich mit ihm arbeiten, auf was legt er besonderen Wert während den Arbeiten an einer Platte? Agiert er als eine Art "fünftes Mitglied" einer Band oder bietet er den manchmal nötigen "Blick von außen"?

Danke! Es freut mich, dass die Platte bislang auf durchweg gute Resonanzen stößt, obwohl es sie noch gar nicht offiziell gibt. Mit Eike gibt es eine besondere Verbindung, denn die „Old Black“ war seine erste professionelle Produktion. Eike bringt großen Enthusiasmus mit. Er versteht die Musik und man kann mit ihm auf einem hohen Niveau über einzelne Ideen streiten. Im Vordergrund stehen bei ihm nie Eitelkeiten, sondern wichtig ist nur das Endergebnis. Wir mussten nicht groß überlegen, ob wir wieder in sein Studio gehen. Es ging nur darum, einen gemeinsamen Termin zu finden.


Dem Booklet kann man entnehmen, dass du an dem Hauptteil des Debüts über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren hinweg gearbeitet hast. Anders als bei vielen anderen Alben heutzutage geht mir das Gefühl, dass hier ausschließlich Material aus rein inspirativen Momenten heraus vertont wurde. Wie erlebst du dich selbst beziehungsweise dich im Rahmen deiner Kollegen als Songwriter? Welche Vorzüge hat für dich das Schreiben im eigenen Kämmerlein im Gegensatz zur Kollektivarbeit und umgekehrt?

Du hast genau den wesentlichen Punkt erfasst: Es ist eine Frage der Inspiration. Innerhalb der Band erfordert es auch ein wenig Sturheit, seine Ideen umzusetzen. Diese Sturheit wird mir mitunter zur Last gelegt. Aber es gehört wohl einfach zum fruchtbaren Teil der Arbeit, sich aufzureiben und sich nicht gleich mit den erstbesten Ideen zufrieden zu geben.


Sowohl der Biographie als auch den Texten selbst lässt sich klar ein Konzept über Doktor Faustus erschließen. Wie sehr hast du dir dabei die allseits bekannten Vorlagen wie beispielsweise von Thomas Mann oder Oswald Spenglers "Der Mensch und die Technik" [einer meiner persönlichen Favoriten, wenn es um dieses Thema geht] angeeignet und auf denen deine eigenen Theorien entwickelt beziehungsweise komplett eigenständige Ansätze herausgearbeitet? Worin siehst du die Schwierigkeit, in diesem schieren Wust an Interpretationen dieses Mythos zu einer eigenen Linie zu finden und wie kommt diese letzten Endes in "The Faustian Disciplines" zum Ausdruck?

Oha, eine interessante Frage. Ich muss gestehen, dass ich so tief in unserer Materie drin stecke, dass ich gar nicht mehr genau weiß, welches der Ausgangspunkt gewesen ist. Aber wir wollten sicherlich kein Konzept-Album machen, das einen speziellen literarischen Stoff aufarbeitet. Vielmehr war die Figur des Faustus der Ausgangspunkt für eigene Überlegungen. Im Faust steckt das ureigene menschliche Dilemma, sein Dasein radikal zu hinterfragen, ohne dabei aus seiner Haut zu können. Das gleiche Problem findest Du in Kants Kritik der reinen Vernunft ebenso vor wie in den heutigen Neurowissenschaften. Auf der anderen Seite hat die menschliche Existenz viele Ebenen, die das rein Wissenschaftliche überschreiten. Diese Vielschichtigkeit in Beziehung zur Radikalität des Daseins wollte ich ein Stück weit widerspiegeln, soweit es im Rahmen einer einzelnen CD möglich ist.


Eine meiner persönlichen Lieblingsstellen befindet sich auf "Storms Enter The Autumn Grey", wo es heißt: "Awakening Mighty Powers / Once Slept A Millenial Sleep / Now Enraged By The Dawn Of Chaos / To Devastate The Land". Zusammen mit der stürmisch-melancholischen Musik ergibt dies ein Klangbild für die Ewigkeit. Gibt es für dich ähnliche Gänsehaut-Erzeuger, wo die Musik und der Text perfekt aufeinander abgestimmt scheinen? Hörst du dir deine eigene Musik überhaupt zu Hause an oder konzentrierst du dich nach dem Abschließen eines Projekts auf das Nächste?

Das Hauptriff von „Storms Enter The Autumn Grey“ ist tatsächlich anno 1997 während eines Gewitters entstanden. Ich finde auch, dass die wildernden Gitarren diese Stimmung gut transportieren. Mein persönlicher Gänsehautmoment ist bei „Within The Realm Of Buried Shrines“ der Mittelpart ab der Textzeile „All the questions...“. Eike hatte im Studio die Idee, den Gesang mit einer Art Schrei-Gesang zu doppeln. In Verbindung mit dem Melodie-Aufbau und der immer schneller werdenden Double-Bass entsteht hier eine wahnsinnige Intensität. Ein für mich wahrhaft magischer Moment.



Du verfolgst, was das Verfassen der Texte betrifft, eine bilinguale Linie. Wann weißt du, ob sich ein Gedanke besser in Deutsch oder in Englisch ausdrücken lässt, worauf kommt es für dich diesbezüglich an?

Es ist für mich einfach eine Frage der Klangfarbe und wie ich mich mit der Sprache wohler fühle. Wobei das bei NEGATOR noch eine größere Rolle spielte. Auf „The Faustian Disciplines” habe ich hauptsächlich auf Englisch geschrieben, um ein einheitliches Konzept zu haben.


Wie schon zuvor angedeutet, steht ihr qualitativ mit eurer Musik ziemlich alleine an der Spitze, insbesondere im Vergleich zu anderen Combos ähnlichen Kalibers. Leider ist dieser symphonische Stil schon seit einigen Jahren beim Gros der Ottonormal-BMler kaum noch angesagt. Wie geht ihr damit um, dass PANTHEION wahrscheinlich nie über wahre Kenner-Kreise hinaus bekannt sein werden? Oder strebt ihr doch die Weltherrschaft an? Mit diesem Album sowie einem passenden Label im Hintergrund würde dies sicherlich nicht allzu schwer werden...

Wenn uns diejenigen schätzen, die wirklich Zugang zu dieser Musik haben, dann bin ich zufrieden. Den Kampf um den Olymp der T-Shirt-Verkäufe dürfen gerne andere unter sich ausfechten.

An welchen Stücken hattest du die meiste Freude während des Einspielens, welche wiederum zählen zu den absoluten Band-Favoriten? Und wie heißt jene Nummer, die für dich im Moment das Wesen von PANTHEION anno 2011 am besten verkörpert und mitunter - wenn Zeit, Geld sowie Muse gegeben wären - als Video verfilmt werden könnten?

Innerhalb der Band ist „Accession To Power“ ganz weit vorne. Ein Song mit sehr viel Drive, der auch in jeder Probe gut nach vorne geht. „Accession To Power“ würde sich sicherlich auch als Video gut eignen, da schon der Text eine sehr starke Bildsprache hat. Das in Szene zu setzen, würde aber vermutlich jedes Budget sprengen, hehe.

Zur Studiosession kann ich nur sagen, dass ich jeden Tag im Studio genossen habe, egal um welchen Song es ging.


Wie würdest du die Essenz von "The Faustian Disciplines" denjenigen beschreiben, die mit dem Projekt noch nicht vertraut sind? Was ist der Kern des Albums, was war die treibende Emotion während Komposition und Aufnahme?

Es sind Leidenschaft und Hingabe, die „The Faustian Disciplines“ zu dem machen, was es ist.


Ihr seid, soweit ich das mitbekommen habe, auf Label-Suche. Nach welcher Art von Zuhause haltet ihr Ausschau, welche Aspekte sind für euch absolut unverzichtbar?

Man muss sehen, welches Angebot kommt. Viele Label sind vorsichtig geworden, was das Veröffentlichen neuer CDs betrifft, da wir es heute mit einer Wegwerf-Generation zu tun haben. Auf der einen Seite veröffentlichen viele Bands ihre Wegwerf-Musik, auf der anderen Seite ziehen sich die Kids den ganzen Kram über das Internet und horten das ganze tonnenweise auf ihren Festplatten, ohne sich mal vernünftig mit der Musik auseinander zu setzen. Dieses ganze Herunterladen und Forums-Geschreibsel ist nicht meine Welt. Ich halte es daher für wahrscheinlicher, dass sich ein Label für uns begeistern kann, das selbst noch die ältere Generation zur Zielgruppe hat, die eine gutgemachte CD zu schätzen wissen. Wir haben auch konkrete Vorstellungen hinsichtlich eines hochwertigen Artworks. Da muss man sehen, wer bereit ist, diese Vorstellungen mit uns in die Tat umzusetzen.


Kann man damit rechnen, in [ferner] Zukunft euch auch mal livehaftig zu erleben?

Abwarten. Das könnte passieren, aber es ist noch nichts sicher.


Besten Dank für deine Geduld und dein Engagement. Zum Abschluss könntest du uns noch verraten, welche Platten dir in letzter Zeit die Schuhe ausgezogen haben und du hier an dieser Stelle weiterempfehlen möchtest.

Ich wünschte, es gäbe mal wieder CDs, die mir die Schuhe ausziehen. Das hat es zuletzt bei der "Andacht" von LUNAR AURORA gegeben und die ist ja auch schon etwas älter. Ich bin gespannt auf die neue URFAUST, die ich noch nicht kenne. Ansonsten höre ich nach wie vor das ganze alte Zeug.

Vielen Dank für dieses ausführliche und interessante Interview.

Micha

Autor: Michael Bambas [Micha] | 11.06.2011 | 11:06 Uhr

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