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Interviewpartner: Chris Fetzner




Silent Overdrive waren für mich auf dem diesjährigen Up From The Ground-Festival DIE Überraschung. Obwohl der süddeutsche Thrash-Fünfer mit „Disease“ dieses Jahr ein ziemlich amtliches Stückchen Tonkunst vorgelegt hat, erschließt sich die Wucht dieses Dampfhammers doch am besten auf und vor der Bühne. Höchste Zeit also, dem Phänomen auf die Schliche zu kommen und mit Gitarrero Chris Fetzner ein ausführliches Gespräch zu führen. Los geht’s:

Mattaru: hallo Chris, inzwischen könnt Ihr ja mal so eine Art Jahresrückblick veranstalten. Wie sahen die Highlights für die Band aus und was könnte in Zukunft noch besser laufen?


Chris: Das Jahr 2006 war wirklich ein super Jahr für Silent Overdrive. Wir konnten diverse Open Airs mitspielen, wie das Zabbaduschder oder das Up From The Ground. Die Reaktionen für unsere CD „Disease“ sind zudem absolut zufrieden stellend. Wenn man in unsere Konzertbio schaut, sieht das schon für uns als Musiker beeindruckend aus, haben wir doch alle mit 15-16 Jahren Morbid Angel oder Dismember gehört. Jetzt stehst du mit Ihnen auf einer Bühne - hättest Du mir das vor zwei Jahren noch gesagt, hätte ich dich ausgelacht - und gerade solche Dinge sagen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind und weitermachen müssen!

Mattaru: Beim Up From The Ground habt Ihr mich in Punkto Energielevel ziemlich weggeblasen. War das nicht merkwürdig, gleich nach dem Frühstück auf die Bretter zu müssen und sich die Leute quasi aus dem Zelt vor die Bühne zu spielen? Wie erlebt und meistert Ihr solche Situationen?

Chris: Die Sache ist eigentlich ganz einfach: Willst Du auf dem Up From The Ground um 13 Uhr spielen oder gar nicht? Wofür werden sich 99% der Bands entscheiden? Und ob Du jetzt auf einem großen Festival spielst oder in einem Jugendhaus, du musst immer alles geben. Es hat uns Riesenspaß gemacht, auf dem Up From The Ground, auch wenn wir für viele der Wecker waren, hehe.

Mattaru: Habt Ihr eigentlich Feedback von den Veranstaltern bekommen?

Chris: Wir haben die Jungs auf der gemeinsamen Tour mit Illdisposed kennen gelernt und haben natürlich immer mal wieder Kontakt, Kontakte soll und muss man ja auch pflegen!
Feedback gab’s natürlich positives, ist doch klar :)

Mattaru: Stimmen aus dem Nähkästchen: Wie umgänglich sind denn all die großen Legenden, die dieses Jahr beim UFTG gespielt haben? Habt Ihr Kontakte knüpfen können oder wäre man manchmal froh, wenn man dem Menschen hinter dem „Helden“ nicht persönlich begegnet wäre?

Chris: Ich muss ehrlich zugeben, dass unbedeutende Leute im Musikbusiness viel schlimmer sind als bekannte Leute. Wir erleben immer wieder, dass Bands oder Schreiberlinge, die eigentlich null in Ihrer Band- bzw Schreibergeschichte gemacht haben, sich viel zu wichtig nehmen und nur erzählen wie toll sie sind und wen sie kennen. Ich versteh das alles gar nicht, denn ein James Hetfield muss sich genauso den Arsch abwischen wie du und ich. Die Leute die schon lange genug in diesem Geschäft tätig sind, wissen wo der Hase lang läuft und sind echt schon abgebrüht, denen kannst auch nix vormachen. Man muss sich ja auch mal in die Lage z.B von Morbid Angel versetzen, was meinst Du wie viel Typen zu denen kommen und sie nerven, und sie eigentlich nur in Ruhe gelassen werden wollen. Sogar wir als nicht sooo bekannte Band erleben das oft genug, dass die „Wichtigtuer“ dir ein Ohr abkauen und du nur dastehst und denkt „verpiss dich doch bitte und erzähl’s deiner Mutter…“ Dass man Kontakte knüpft, ist - denke ich - gang und gäbe, du lernst auf jedem Festival Leute kennen, die Gott sei dank auch auf deiner Wellenlänge sind.

Mattaru: Zur Musik: Die hat sich vom ersten zum zweiten Album ziemlich verändert. War „Babylon Nation“ noch ziemlich deutlich in der Metalcore-Ecke anzusiedeln, so ist „Disease“ ein modernes, aber reinrassiges Thrash-Album geworden. Habt Ihr keinen Bock, Geld zu verdienen?

Chris: Ja, wir wollen echt keine Kohle, haha. Nein, das ist es nicht. Wobei, wegen dem Geld machen wir das Ganze ja eh nicht. Es ist eher so, dass wir uns noch nie in der Metalcore Ecke sahen. Wir wurden nur dort reingesteckt, weil wir einen Hardcore Sänger haben und eben auf Groove stehen. Auf der Babylon Nation EP haben wir noch unseren Stil gesucht, den wir ja mittlerweile gefunden haben! Thrash Metal mit viel Groove und Melodie und viel Wut *g*
Aber eben eindeutig Thrash! Wir sehen uns als Neo-Thrash Band.

Mattaru: In Sachen Thrash Metal setzt die Industrie aber für gewöhnlich lieber auf etablierte Acts oder hält den Aufwand so gering wie möglich. Wie sieht euer Plan für das Erlangen der Weltherrschaft aus?

Chris: Wir reißen die Weltherrschaft einfach an uns, har. Ja, es sieht düster aus, aber wir lassen uns nicht unterkriegen! Wir werden einfach weiter machen und die Musik spielen die wir selbst lieben und einfach 100% geben! Mehr kann man nicht machen. Wir haben nun mal kein Image oder so was. Wir lieben das, was wir machen und werden einfach unser Ding durchziehen, wenn’s jemand gefällt ist das super wenn nicht, können wir auch damit leben.




Mattaru: Wie zufrieden seid ihr – mit etwas Abstand – mit „Disease“ und was wird sich musikalisch in Zukunft ändern?

Chris: Wir sind sehr zufrieden mit der CD. Klar findet man immer etwas was man jetzt ändern würde und man lernt ja auch immer dazu. Eine CD ist eben eine Momentaufnahme. Aber wir sind wirklich zufrieden und haben das Beste aus uns rausgeholt. Wir werden auch in Zukunft diesen Kurs weiterfahren. Thrash Metal mit Groove und Melodien. So ist einfach unser Stil. Klar werden wir auch Verschiedenes ausprobieren, wenn uns danach ist, aber wir haben nicht vor, uns krass zu verändern. Wir haben jetzt drei neue Songs fertig und man kann sagen, dass wir eher noch ein wenig härter geworden sind.

Mattaru: Das hört man gerne, aber noch mal kurz zurück zum aktuellen Output: Zu einem Jahrhundertsong wie „Lost Your Belief“ müsste doch eigentlich ein Video herausspringen. Geht da noch was oder lässt man die Chance ungenutzt?

Chris: Es war sogar mal im Gespräch, ein Video zu drehen, nur ist das irgendwie im Sand verlaufen, ich denke aber nicht, dass ein Video jetzt unbedingt in der heutigen Zeit viel bringt, da so gut wie kein Metal mehr im TV zu sehen ist.

Mattaru: Apropros Musik-TV: Wofür steht eigentlich die Seuche? Ist sie ein willkommenes Putzmittel oder zu bekämpfender Schädling?

Chris: Die Seuche steht für die Menschheit! Wir sind die Seuche der Erde und werden diesen Planeten auch erfolgreich zerstören. Man muss sich nur mal umschauen und sehen, was wir unserem Heimatplaneten alles antun! Und wir sind keine Öko-Krieger oder so was, hehe. Aber wir leben eben in einer Zeit in der wir diese Zerstörung unserer Umwelt direkt zu spüren bekommen.

Mattaru: Euer Sänger Maik – vor allem live ein Aushängeschild der Band - shoutet auch noch bei Agoraphobia. Welche Band hat im Ernstfall Priorität?

Chris: Da gab’s bis jetzt noch nie Probleme. Agoraphobia und Silent Overdrive sind sehr gut befreundet und unterstützen sich gegenseitig. Wir schauen halt, dass wir die Termine so legen, dass wir uns nicht zu sehr in die Quere kommen. Das hat bis jetzt sehr gut geklappt. Auch sind Konzerte mit beiden Bands an einem Abend auf demselben Gig zwar sehr anstrengend aber machbar. Eine Entscheidung ist also nicht nötig. Und wir hoffen alle, dass es noch lange so weitergeht.

Mattaru: Was treibt der gemeine Sinsheimer Metaller eigentlich neben dem Metal? Besucht ihr den heimischen Fohlenmarkt oder geht’s eher gediegen in Peter Steiners Theaterstadl? Kommt jetzt - bitte richtig schmutzige Details und Enthüllungen…

Chris: Ich denke wir sind einfach fünf nette und hübsche Jungs von nebenan, haha. Enthüllungen darf ich hier glaub nicht nennen sonst wären bestimmte Personen in der Band sehr angepisst, aber ich denk wir machen das alles was alle durchgeknallten Metaller machen: trinken, feiern und eine Prise Sex, Drugs und Rock´n´Roll, haha.

Mattaru: Ist in naher Zukunft mit einer Tour zu rechnen? Immerhin erhebt sich die Thrash-Szene ja zurzeit ein wenig aus der Asche…

Chris: Wir sind auf jeden Fall dran! Wir werden weiter schauen, dass wir viel live spielen und vielleicht können wir wieder ’ne kleine Tour spielen. Zurzeit ist es ja fast wie ne Tour *g*, wir stehen fast jedes Wochenende auf der Bühne. Aber das ist ja auch der Ort, wo wir hingehören.

Mattaru: Okay, das war’s schon. Letzte Worte?

Chris: Vielen, vielen Dank für das Interview. Und allen, die mal gern fünf hübsche Jungs sehen wollen, kann ich nur ans Herz legen, mal auf ein Konzert vorbeizuschauen und ein Ohr in „Disease“ zu riskieren!




Mattaru

Autor: Marcus Italiani [Mattaru] | 16.11.2006 | 16:16 Uhr

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