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Interviewpartner: Grutle Kjellson

Auf dem Inferno-Festival 2004 lief mir Enslaved-Sänger/Bassist und Gründungsmitglied Grutle Kjellson über den Weg. Da ich die Band schon seit Ewigkeiten zu meinen Faves zähle, überredete ich den freundlichen "Wikinger" zu einem spontanen Interview:

Stina: Kannst du mir etwas über die Bandgeschichte erzählen? Wie habt ihr angefangen? Und wann?

Grutle Kjellson: Wir fingen MItte 1991 an. Ich, unser Gitarrist Ivar Björnson und Trym Torson an den Drums, der uns 1995 verließ, um sich Emperor anzuschließen. Später bekamen wir einen neuen Drummer, Harald Helgeson. Mittlerweile spielt er in einer Band namens Thundra. Er war eineinhalb Jahre in der Band, bevor er uns verließ. Dann stießen Dirge Rep und Roy Kronheim, der Gitarrist, zu uns. Kronheim verließ uns Frühjahr 2002 und Dirge Rep im Oktober des selben Jahres. Draufhin schlossen sich Cato Bekkevold (Drums) und Arve Isdal (Leadgitarre) der Band an, und wir bekamen außerdem einen Keyboader. Wir sind heute also 5 Leute in der Band.

Stina: Man nennt euch die Pioniere des Viking Metal...

Grutle Kjellson: Wir haben unserer Musik den Viking-Metal-Stempel aufgedrückt, um deutlich zu machen, daß wir keine satanische Band sind, keine Black Metal-Band. Denn der Begriff "Black Metal" passt nicht zu unserer Musik, insbesondere nicht zu unseren Texten. Wir haben unsere Musik jetzt nicht Viking Metal genannt, um einen neuen Musikstil zu kreieren. Es geschah eben vor allem wegen des lyrischen Konzepts. Es ist für uns also wirklich keine Kategorie oder Genre.

Stina: Ihr befaßt euch also sehr mit der nordischen Mythologie, nehme ich an. ;-)

Grutle Kjellson: Ja, genau, unser lyrisches Konzept basiert auf dem alten Glauben, auf der nordischen Mythologie. War haben uns im Laufe derzeit weiterentwickelt. Am Anfang waren die Texte nicht so tiefsinnig sondern mehr "rein in die Fresse". Wir haben zwar immer noch die selbe Basis, aber wir haben uns eben entwickelt.

Stina: Bist du stolz auf deine Herkunft, deine Vorfahren?

Grutle Kjellson: Ja, klar, jeder sollte stolz darauf sein.

Stina: Was sind eure wichtigsten musikalischen Einflüsse? Welche speziellen Bands kannst du mir da nennen?

Grutle Kjellson: Oh, da gibt es 'ne ganze Menge Bands! Und eine Menge verschiedener Musikstile. Um nur einige wenige Metalbands zu nennen, die uns beeinflußten: da wären natürlich die frühen Mayhem sowie Darkthrone, und Death Metal Bands wie Carcass oder Autopsy. Außerdem sind wir sehr beeinflußt von Progressive-Rock'n'Roll Bands der 70er Jahre, z.B. King Crimson, Rush und Uriah Heep. Eine Mischung aus verschiedenen Stilrichtungen halt, sogar klassische Musik, Pop und Rock Musik.

Stina: Und was sind deine persönlichen Lieblinge?

Grutle Kjellson: Das gibt es einige... Rush, Led Zeppelin, Motörhead, Autopsy, Darkthrone... Aber das sind nur einige von vielen...

Stina: Und deine Faves in der klassischen Musik?

Grutle Kjellson: Da wäre z.B. Edvard Grieg und einige andere norwegische Komponisten. Und zum Teil auch Beethoven. Aber mir gefällt nicht alles von ihm.

Stina: Wann kommt eure nächste Scheibe raus?

Grutle Kjellson: Heute haben wir einen Deal beim norwegischen Label Tabu Records unterschrieben und planen, während des Sommers ein neues Album aufzunehmen! Hoffentlich können wir die Scheibe dann Ende des Jahres oder vielleicht im nächsten Frühjahr veröffentlichen. Aber hoffentlich noch in diesem Jahr, und hoffentlich im Oktober.

Stina: Nun zu etwas völlig anderem: Was kannst du mir über die politischen, philosophischen und religiösen Ansichten der Band erzählen?

Grutle Kjellson: Nee... Kein Kommentar!

Stina: Wieso das denn nicht? Ach, komm schon...

Grutle Kjellson: Wir sind eben keine politische Band, ganz einfach.

Stina: Wie hältst du's mit der Religion? Gehörst du dem alten heidnischen Glauben an?

Grutle Kjellson: Kommt darauf an, wie man Religion definiert. Religionen wie das Christentum, Islam, Judentum, Buddhismus u.s.w. folgen ja bestimmten Göttern und das tu ich nicht. Wenn man Religion so definiert, würde ich mich auf keinen Fall als religiösen Mann bezeichnen. Das würde nicht zu mir passen. Ich habe aber meine eigene Philosophie. Das ist besser, als irgendwelchen Regeln zu folgen.

Stina: Was habt ihr tourtechnisch für die nächste Zeit geplant?

Grutle Kjellson: Wir werden im Sommer auf einige Festivals spielen, z.B. auf dem norwegischen Quart-Festival oder auch auf dem belgischen Graspop Festival. Davor werden wir einen Gig in Holland spielen. Der Rest muß noch bestätigt werden. Aber ich denke nicht, daß wir vor der Veröffentlichung unseres kommenden Albums eine richtige Tour durch Europa oder die USA machen werden.

Stina: Gibt es irgendwelche lustigen oder seltsamen Anekdoten von Touren oder Konzerten, die du mir erzählen möchtest?

Grutle Kjellson: Die witzigsten Sachen passieren immer nach den Shows, weil wir dann immer sturzbetrunken sind und uns an nichts mehr erinnern können, hehe.
Ich kann dir erzählen, was uns auf diesem Gig in Paris passierte... Es war höllisch heiß. Die Kapazität lag ungefähr bei 280 Leuten, aber es befanden sich ca. 600 Personen im Venue! Es war folglich total überfüllt und es gab nicht mal eine Klimaanlage oder ähnliches. Es war wirklich furchtbar. Und da es so heiß war, kollabierte unser Gitarrist auf der Bühne... Als ich den nächsten Song ansagen wollte, drehte ich mich um und sah Roy auf dem Boden liegen, das war lustig. Er konnte sich an nichts mehr erinnern. Ich denke, er hat Drogen genommen oder sowas, hehe. Nein, es lag halt an der Hitze.

Stina: Was denkst du über die norwegische Metalszene heutzutage im Vergleich zu den "alten Zeiten"?

Grutle Kjellson: Da gibt es 'ne Menge Bands und viele verschiedene Stilrichtungen. Viele verschiedene Bands veröffentlichen viele Alben. Aber ehrlich gesagt gab es in den "alten Zeiten" einen Mangel an Qualität und Originalität. Wirklich! Aber ich werde natürlich keine Bandnamen nennen, hehe.

Stina: Nun noch zwei persönliche Fragen: Welches Buch hast du als letztes gelesen?

Grutle Kjellson : Das war die Biographie von Lemmy Kilminster!

Stina: Wie gefällt dir das diesjährige Inferno-Festival bis jetzt?

Grutle Kjellson: Ein sehr gutes Festival! Mit den Jahren ist es größer geworden. Wir spielen dort und hängen halt ab. Ich fahre jedes Jahr hin. Diesmal spielen wir schon zum zweiten Mal dort. Den Rest der Zeit haben wir viel Spaß.

Stina: Und zum Abschluß bitte noch ein paar Worte für eure Fans!

Grutle Kjellson: Wir waren seit 2000 nicht mehr in Deutschland... Das sind jetzt schon dreieinhalb Jahre... Das tut uns wirklich leid, aber wir hatten so viel Stress mit Booking Agenturen , verschiedenen Labels etc. Hoffentlich kommen wir bald zurück!

Stina: Das hoffen wir natürlich auch! Ich danke dir für dieses Gespräch. Skål!

Stina

Autor: Stina Eeltink [Stina666] | 10.05.2004 | 19:05 Uhr

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