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03. September 2010  
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06.07.10 So mancher Tag, an dem ich Monat für Monat für euch Jungs und Mädels meine Kolumne schrieb, war sehr hektisch – wie immer eigentlich im Leben [...mehr]
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Interview mit Chrigel von Eluveitie
Band: Eluveitie Homepage Metalnews nach 'Eluveitie' durchsuchen EluveitieInterviewpartner: Chrigel

Trotz der Veröffentlichung des Akustik-Albums „Evocaton I – The Arcane Dominion“ im Frühjahr 2009 sowie diverser nachfolgender Touren in Europa und in den USA haben sich ELUVEITIE in der wenigen freien Zeit nicht etwa ausgeruht. Nein, denn mit „Everything Remains [As It Never Was]“ steht weniger als ein Jahr später bereits das nächste Album der Schweizer Folk/Pagan-Metal-Band in den Startlöchern – diesmal wieder im Metal-Gewand. Sänger und Multiinstrumentalist Chrigel gibt im Metalnews-Interview gewohnt sympathisch und ausführlich Auskunft zu den Hintergründen.




Hi wieder mal Chrigel! Wie ist der Stand der Dinge bei Euch? Alles gut? – Mit „Everything Remains [As It Never Was]“ wird im Februar 2010 Euer neues Album erscheinen. Erläutere uns doch bitte mal den Titel und dessen Hintergrund. Was alles bleibt genau, wie es niemals war? Handelt es sich dabei um ein Konzept?

Vielen Dank! Ja, soweit alles im Lot hier. Was genau bleibt, wie es niemals war? Na, sagen wir doch: Alles! ;) Der Albumtitel entsprang aus der persönlichen intensiven Auseinandersetzung mit Geschichte. Das Album beinhaltet im Großen und Ganzen eine Art Sammlung von Erzählungen aus dem antiken Gallien: Einzelschicksale, Geschichten verschiedener Stämme und ihrer Kriege, historische Ereignisse und auch Sagen und Mythen, wie sie sich uns durch die Jahrhunderte hindurch überliefert haben. Jedoch versuchten wir, die „menschlichen“ und emotionellen Aspekte davon zu fokussieren – in dem Bewusstsein, dass es letztlich immer einzelne Persönlichkeiten [mit allen Hochs und Tiefs] sind, die hinter solchen historischen Ereignissen stehen und die letztlich „Geschichte schreiben“. Trockener, kalter Geschichtsmaterie wird hier Leben eingehaucht und „Fleisch und Blut“ verliehen.
Ebenso gingen wir mit einem kritischen Blick, kritisch hinterfragend und auch nicht ohne ein leicht sarkastisches Lächeln an die Auseinandersetzung mit der antiken Geschichte Galliens heran; voll und ganz in dem Bewusstsein, dass letztlich niemand genau zu sagen vermag, wie es damals WIRKLICH war, denn niemand war damals wirklich dabei und erlebte, was die Menschen damals erlebten, und fühlte, was die Menschen damals fühlten.
Und genau diesem Bewusstsein entspringt auch der Albumtitel. Insofern kann ich auch sagen: Das Album enthält einen „lyrischen roten Faden“, aber als Konzeptalbum würde ich es nicht bezeichnen.


Welche Quellen habt Ihr diesmal für die Texte angezapft? Welche Rolle spielt die gallische Sprache diesmal? – Außerdem möchte ich gerne auf „Quoth The Raven“ eingehen: Klingt sehr nach E.A. Poe, oder? ;-)

Die Quellen für die Lyrics waren diesmal eigentlich dieselben wie immer. Vielleicht noch mehr als bei allen bisherigen Alben war diesmal historische Literatur maßgebend.
Die gallische Sprache spielt eigentlich dieselbe Rolle wie immer [abgesehen von „Evocation“, welches ohnehin auf ganzer Linie eine spezielle Veröffentlichung war]: Unsere Texte sind grundsätzlich in Englisch; es gibt aber pro Album ein oder zwei Songs mit gallischen Lyrics [oder gallischen Textpassagen]. So verhält es sich auch auf „Everything Remains…“.
Hahaha, ja, „Quoth The Raven“ klingt in der Tat nach E.A. Poe! Der Songtitel lehnt sich tatsächlich an sein berühmtes Gedicht an. Obwohl der Songtext ansonsten nichts mit „The Raven“ zu tun hat, außer eben, dass „der Rabe spricht“. „Quoth The Raven“ dreht sich um die Vorstellungen vom Sterben, dem Tod und dem Jenseits, wie sie sich uns in der keltischen Mythologie darstellen. Da spielt der Rabe eine große Rolle: Der „Toten-Vogel“, welcher am Lebensende auf den Sterbenden wartet, seine Seele in Empfang nimmt und sie zur „verborgenen Insel“ oder der Anderswelt geleitet. Der Songtext ist eigentlich aus Sicht dieses Raben geschrieben [in der 1. Person], und daher passte der Titel „Quoth The Raven“ einfach perfekt!




Inwiefern steht das Cover mit dem Titel und den Inhalten in Verbindung? Ist das Mädchen Slania jetzt evtl. erwachsen geworden und stellt das Mädel auf dem Cover dar, sodass die Geschichte fortgesetzt wird? Wenn nicht, um wen geht es dann? Wieso fiel die Wahl beim Artwork wieder auf Travis Smith?

Ja, das mit dem Mädel auf dem Cover würde ich in der Tat so sehen – die kleine Slania ist inzwischen groß geworden [ging ziemlich schnell, was? ;)]. Entsprechend steht das Cover auch mit dem lyrischen Inhalt des Albums in Verbindung. Gleich wie bei „Slania“ gibt’s nicht einen direkten bzw. plakativen Bezug, sondern das Cover ist mehr künstlerisches, metaphorisches und atmosphärisches Schaffen: Die [inzwischen ja nicht mehr so] kleine „Slania“ nimmt den Hörer bei der Hand und entführt ihn in ihre Welt und ihr Zeitalter und berichtet ihm vom Leben ihrer Menschen.
Warum erneut Travis [der ja schon für das „Spirit“-Cover verantwortlich war]? Ganz einfach, weil er gut ist, haha! Persönlich finde ich das Artwork zu „Everything Remains…“ das schönste, welches wir je für ein Album hatten. Gefällt mir unheimlich gut, und ich denke, dass sein Stil sehr gut zu unserer Musik passt!


Für die Aufnahmen von „Everything Remains [As It Never Was]“ habt Ihr einige namhafte Größen um Euch geschart. Wie hat sich der Kontakt mit Colin Richardson, John Davis und Tommi Vetterli ergeben und wie verliefen die jeweiligen Zusammenarbeiten? Warum habt Ihr diesmal eigentlich in der Schweiz aufgenommen? Gibt es da sauberere Studio-Duschen als bei Jens Bogren? ;-)

Mit Colin kamen wir schlicht und ergreifend in Kontakt, weil wir ihm auf die Pelle rückten, haha. Colin ist heutzutage feudaler- und natürlich auch verdienterweise in der Lage, auswählen zu können, welche Bands und Alben er produzieren will und welche nicht. Er macht heute nur noch das, worauf er wirklich Bock hat. Insofern hatten wir auch das Glück, dass Colin von unserer Musik voll und ganz begeistert ist. Die Zusammenarbeit mit ihm und Martyn Ford war einfach nur großartig. Colin ist einerseits ein absoluter [Metal-]Idealist, der stets 120% gibt, und andererseits ist er schlicht und einfach ein verdammtes Genie, was das Mischen angeht. Und abgesehen davon ist er obendrauf auch einfach ein super Kerl!
Dass John Davis das Album masterte, daran ist übrigens ebenfalls Colin „schuld“. ;)
Die Zusammenarbeit mit Tommy kam ursprünglich wegen unserem Manager zustande, denn er war seinerzeit auch Manager von CORONER, und somit sind er und Tommy natürlich alte Freunde. Mit Tommy zu arbeiten, war ebenfalls großartig. Er ist ein unglaubliches Arbeitstier und riss sich für uns den Arsch auf, wie niemals jemand zuvor! Zudem muss ich heute sagen, dass ich Tommy für einen der weltbesten Engineers halte!
Hahaha, ach du Scheiße…Du erinnerst Dich an meine Dusch-Aussage bezüglich den Fascination Street Studios? Nun, dieses Problem wurde diesmal elegant umgangen: Tommys Studio hat gar keine Dusche. Dafür residierten wir in einem kleinen, aber feinen Hotel in der Nähe des Studios und genossen dementsprechend sämtliche Annehmlichkeiten.


Mit dem Intro „Otherworld“ und dem Outro am Ende von „The Liminal Passage“ verseht Ihr das Album erneut mit einem Rahmen, wie er auch auf den letzten Scheiben schon vorhanden war. Wie wichtig sind Euch diese Intros und Outros? Macht Ihr Euch bewusst über diese viele Gedanken beim Songwriting?

Ja, ich mache mir in der Tat eine Menge Gedanken über solcherlei. Einem Album einen „roten Faden“ und einen Rahmen zu verleihen und sozusagen „einen Kreis zu schließen“, ist mir sehr wichtig. Das Allerwichtigste beim Songwriting ist für mich die Atmosphäre, die ein Album als ganzes, in sich geschlossenes Werk ausstrahlen soll.


Wie war es, wieder ein hartes Metal-Album zu schreiben, nachdem Du z.B. Anna auf „Evocation I“ hauptsächlich den Vortritt beim Gesang gelassen hast, jetzt aber wieder aggressiver Gesang und sägende Gitarren im Vordergrund stehen?

Na, geil war es natürlich, haha! Ich meine, wir sind eine Metalband und werden auch immer eine bleiben. So sehr wir unser Akustik-Album auch lieben [und uns auf den zweiten Teil davon freuen!], Metal ist einfach unser „Element“. Der „Akustik-Ausflug“ ist für uns, wie schon früher erwähnt, eher eine Art Projekt.


Wie verlief das Songwriting für die neue CD? Wer hat genau was eingebracht bzw. hast Du erst einmal selbst Ideen gesammelt und dann mit den anderen ausgearbeitet? Haben sich Kay und Päde als noch relativ ‚neue’ Bandmitglieder noch mehr einbringen können als auf „Evocation I“?

Das Songwriting für das neue Album verlief eigentlich genau gleich wie immer. Ja, ich beginne immer erst damit, Ideen zu sammeln. Ich will immer erst ein komplettes Bild des gesamten Albums vor Augen haben, bevor ich konkret mit den einzelnen Songs beginne. Wie gesagt, da wälze ich Fragen wie „Welche Atmosphäre soll das Album als Ganzes ausstrahlen?“ und so weiter. Das betrifft dann immer beides: die Musik wie auch den lyrischen Inhalt.
Was dieses Mal anders war, ist, dass sich unser Gitarrist Ivo viel mehr einbrachte. Bislang steuerte er vielleicht mal einzelne Riffs bei oder so. Auf „Everything Remains…“ stammen aber drei Songs komplett aus seiner Feder, und wir arbeiteten auch sonst öfter mal zusammen, was ich sehr schätzte. Ivo ist ein begnadeter Songwriter!
Kay und Päde traten diesmal Songwriting-technisch wieder mehr in den Hintergrund, gerade gegenüber dem letzten Album „Evocation“ [wo ja z.B. ein Track fast komplett von Päde stammte]. Solche Dinge entwickeln sich bei uns aber natürlich und spontan und weniger aufgrund irgendeiner Entscheidung oder so.


Inwiefern haben sich ELUVEITIE Deiner Meinung nach musikalisch noch weiterentwickeln können? Welche Songs auf dem Album, welche Arrangements und welche evtl. neuen Arbeitsweisen veranschaulichen dies am besten – sowohl im Vergleich zu den Metal-Alben als auch den Erfahrungen, die Ihr durch die Akustik-Scheibe sammeln konntet?

Weiterentwicklungen gab es bei uns mit dem neuen Album dreierlei, würde ich sagen. Erstens denke ich, dass „Everything Remains…“ mehr „Metal“ ist. Das bedeutet freilich nicht, dass einfach weniger Folk-Anteile auf dem Album vertreten sind! Eher im Gegenteil. Aber die Arbeit von Drums und Bass und das Riffing der Gitarren ist noch mehr zu „pure fucking metal“ geworden. Das lässt sich bestimmt mit Songs wie „Quoth The Raven“ verdeutlichen, wo beispielsweise auf einmal Platz für sehr metalmäßige [und eigentlich recht „un-folkige“] Gitarren-Leads entsteht. Oder auch bei härteren Songs wie „Kingdom Come Undone“ oder „[Do]Minion“, wo bitterböse Gitarrenläufe, aggressiver als jemals zuvor bei uns, ihren Weg in unsere Musik finden!
Zweitens wurden die Stimmen der Folk-Instrumente noch authentischer. Authentischer im Sinne von alter Tradition. Tracks wie z.B. „Setlon“ könnten schon fast in einer irischen Kneipe an einer typischen Folk-Session mit 80-jährigen Tattergreisen an den Instrumenten aufgenommen worden sein [abgesehen von der Tonqualität und dem Schlagzeug natürlich]. Und darauf bin ich ehrlich gesagt ziemlich stolz. Okay, die Aussage klingt nun wohl recht merkwürdig, haha. Ich schätze, man muss erst an einer traditionellen Session in irgendeinem ländlichen Kaff Irlands gewesen sein, um sie zu verstehen. ;)
Und drittens denke ich, dass die Arrangements bzw. vor allem die Instrumentierungen der Songs reifer geworden sind. Wir klingen auf „Everything Remains…“ wirklich nach einer achtköpfigen Band, nach ELUVEITIE! Während wir z.B. auf „Slania“ teilweise noch eher nach einem kakophonischen Orchester klangen, haha.


Gerade das letzte Album enthielt viele Gastbeiträge. Wie sieht es mit Gastsängern und Gastmusikern auf „Everything Remains [As It Never Was] aus? Und wenn ja, mit wem haben wir es genau zu tun und wie hat sich die Zusammenarbeit ergeben?

In der Tat sind wieder ein paar Gäste vertreten. In „Otherworld“ und „The Liminal Passage“ ist Dannii Youngs Sprechstimme zu hören. Sie dürfte aber wohl niemandem ein Begriff sein. Dannii ist ein junges Mädel aus Schottland und hat frisch eine Theater-Schauspiel-Ausbildung hinter sich. Ich stieß auf sie während der Suche nach einer geeigneten Sprecherin für das Album-Intro und -Outro. Wir sind mit Danniis Gastauftritt auch vollends zufrieden – ihre zarte, gläserne Stimme und der schottische Akzent passen einfach perfekt!
Des Weiteren ist als Gastsänger im Chorus des Songs „[Do]Minion“ Torbjörn „Thebon“ Schei vertreten, der Frontmann der Norweger KEEP OF KALESSIN, mit welchen wir gut befreundet sind. Das kam eigentlich sehr spontan zustande. Ich war gerade im Studio am Einsingen des Songs, als jemand aus der Band spontan meinte: „Hey, eigentlich würde sich im Chorus Torbjörns Stimme ziemlich gut machen!“, was in der Tat so ist. Ich rief ihn umgehend an und er war ebenso sofort von der Idee begeistert. So liefern wir uns nun im düsteren Chorus dieses Songs sozusagen ein Duett.
Und zum Dritten spielt der in der Schweiz lebende Ire Brendan Wade in „Otherworld“, „Setlon“ und „The Liminal Passage“ Uilleann Pipe [irischer Dudelsack]. Brendan ist ein alter Freund aus der Folk-Szene; ich spielte schon diverse Konzerte mit ihm [das war noch vor ELUVEITIE]. Brendan ist ein begnadeter Musiker, der auch einen ganz schön illustren Werdegang vorzuweisen hat: 1980 wurde seine damalige Band CRY BEFORE DAWN bei den Irish National Music Awards als „Best Irish Band“ gewählt. Später begann er selbst eine Singer-Songwriter-Karriere und 1996 landete er zwei Nr. 1 Single-Charts-Hits in Irland! Seither wirkte er auf zahlreichen Veröffentlichungen als Gastmusiker mit – unter anderem auf Angelo Branduardis „Il dito e la luna“.


Mit „Thousandfold“ habt Ihr einen neuen Videoclip am Start – wie verliefen die Dreharbeiten? Gibt es außerdem eventuell Pläne für eine komplette DVD? Material dürfte es durch die zahlreichen Touren in Europa und den USA sowie die ganzen Festivals sicher genug geben?

Ein paar Tage vor Beginn unserer beendeten USA-Tour fuhren wir noch „kurz“ nach Polen, wo wir den Video-Clip in Zusammenarbeit mit Grupa13 drehten, welche sich beispielsweise auch für die Clips zu BEHEMOTHs „Ov Fire And The Void“ oder AMON AMARTHs „Guardians Of Asgaard“ verantwortlich zeigten. Grupa13 sind wirklich ein toller Haufen, und ich bin mir ziemlich sicher, dass es nicht das letzte Mal sein wird, dass wir zusammenarbeiten!
Gedanken über eine komplette DVD machen wir uns ziemlich rege, ja. Allerdings ist das etwas, was wir nicht einfach so „nebenher“ machen möchten. Wenn wir eine DVD machen [was wir effektiv planen], dann soll die wirklich extrem gut werden, und wir wollen deren Produktion unsere ganze Aufmerksamkeit widmen!




Ihr wart kürzlich erneut in Nordamerika unterwegs, nachdem Ihr Europa ausgiebig beackert hattet. Wie verlief diese Tour? Außerdem steht demnächst bereits die diesjährige Paganfest-Ausgabe mit u.a. FINNTROLL auf dem Programm. Wie findest Du die Zusammenstellung? Sieht nach einer Non-Stop-Zeitplanung aus, oder? :-)

Danke, sehr gut! Es war ja unsere erste amerikanische Headliner-Tour. Daher waren wir auch einigermaßen gespannt darauf. Wir sind voll und ganz zufrieden mit dem Verlauf der Tour und natürlich auch dankbar und glücklich darüber, dass sie so erfolgreich verlief! Das ist etwas, was in der momentan schwierigen Wirtschaftslage der USA alles andere als selbstverständlich ist, wie man bedauerlicherweise an den sehr dürftigen Erfolgen diverser vergleichbarer Tourneen sieht.
Genau, schon bald geht die nächste Tour los – die diesjährige Ausgabe des Paganfest in Europa! Die Zusammenstellung find ich eigentlich gut. Wir freuen uns natürlich besonders, wieder mit FINNTROLL auf Tour zu gehen, denn wir sind mit den Finnen gut befreundet und haben auch privat eine Menge Kontakt. Auf ARKONA freue ich mich persönlich auch sehr.
Und klar, Non-Stop-Zeitplanung sowieso! Es soll einem ja nicht langweilig werden! ;)


Wie sehen inzwischen die Pläne für eine eigene Headliner-Tour in Europa aus? Wäre das eine ähnlich abgefahrene Mischung von Bands wie bei den US-Touren, sprich Brutal Death Metal, Black Metal, Black/Death, Pagan Metal etc.? Welche Bands würdet Ihr gerne mitnehmen, wenn Ihr das Sagen hättet?

Natürlich machen wir uns auch Gedanken über Headliner-Touren in heimischeren Gefilden. Wir wollen da aber auch nichts überstürzen, sondern wir lassen das auf uns zukommen. Bzw. so was muss ja auch erst mal noch in unseren schon fast wieder ausgefüllten diesjährigen Terminplan passen.
Über das Line-Up einer solchen Tour machen wir uns nicht so viele Gedanken, eigentlich. Klar, solch durchmischte Line-Ups wie auf unseren letzten beiden US-Tourneen wären hier in Europa kaum vorstellbar. Das ist etwas, was in Amerika gut funktioniert und in der Szene auch begrüßt wird. In Europa ist das aber definitiv anders. Welche Bands wir mit auf Tour nehmen würden [und werden], da sind wir, wie gesagt, sehr offen. Vorzugsweise wohl Bands aus dem Melodic-Death-Metal-Bereich und/oder auch Folk-Metal-Bands.


„Everything Remains [As It Never Was]” hat jetzt sicher Priorität, aber wann können wir ungefähr mit „Evocation II“ rechnen? Wird es danach ein rein akustisches Konzert geben, nachdem Ihr schon eine teilweise akustische Show in z.B. Aarau und Winterthur gegeben habt? Zudem habt ihr ja auch einen akustischen Gig für das Radio Chablais gespielt – wie war das?

Nein, dazu kann ich Dir leider nichts sagen, weil das noch absolut offen ist. Klar, jetzt wollten wir mit „Everything Remains…“ erst mal wieder ein Metal-Album veröffentlichen. Wann wir uns an den zweiten Teil von „Evocation“ machen, das wissen wir jedoch noch überhaupt nicht. Vielleicht als nächstes Album, vielleicht aber auch erst später.
Wie Du sagtest, spielten wir auf diversen Shows akustisches Material. Wir haben auch ein, zwei Auftritte an Folk/Mittelalter-Festivals, an welchen wir größtenteils „Evocation“-Stücke spielen werden. Aber grundsätzlich konzentrieren wir uns auf unsere Metal-Shows [umso mehr jetzt, da ein neues Metal-Album da ist]. An denen geben wir aber meistens auch ein paar Akustik-Tracks zum Besten.
Haha, Du hast von dieser Radio-Chablais-Show Wind gekriegt? Das war eine sehr schräge, aber witzige Angelegenheit. Na ja, es war ja wirklich eine Radiossendung: Live-Übertragung der Auftritte von vier Schweizer Bands. Entsprechend kurz waren die jeweiligen Sets – wir spielten genau 20 Minuten, haha. Dafür hatten die Konzerte aber auch freien Eintritt. Cool war, wie viele Leute kamen! Die Show wurde gerade mal EINEN Tag im Voraus bekannt gegeben. Die Veranstalter waren dann ziemlich überrumpelt und wohl auch etwas überfordert damit, dass dann das verhältnismäßig kleine Konzertlokal zum Bersten mit schwarz gekleideten Metalheads gefüllt war [die andern auftretenden Bands spielten ganz und gar keinen Metal, sondern kamen eher aus der Pop-Ecke] und aus allen Nähten zu platzen drohte. Tja, wir haben uns einfach schon die richtigen Fans ausgesucht – sie rocken ohne Ende! :D


Und mit diesem schönen Statement wären wie für dieses Mal auch schon wieder am Ende. Vielen Dank erneut für Deine Zeit und für das Interview, Chrigel! Wenn Du noch etwas an unsere Leser loswerden möchtest, dann nur zu!

Nun, einmal mehr bleibt mir nur zu sagen: Herzlichen Dank für Euer Interesse an ELUVEITIE! Man sieht sich!

soulsatzero

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 29.01.2010 | 00:12 Uhr

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