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Interviewpartner: Tomi Koivusari



AMORPHIS... eine Band, die sicherlich gleichviele Anhänger wie Gegner hat. Nicht zuletzt natürlich durch den Ende der Neunziger vollzogenen, krassen Wandel ihres ursprünglichen Stils. Bereits im letzten Jahr stand uns Tomi Joutsen [Gesang] Rede und Antwort. In diesem Jahr sprechen wir mit einem der verbliebenen Gründungsmitglieder, nämlich mit der ehemaligen Ur-Stimme der Finnen, Tomi Koivusari, der viele Dinge gar nicht mal so eng sieht, wie viele Fans der alten Tage...


Hi Tomi, es ist mir ein Vergnügen, ein paar Worte mit dir wechseln zu können. Stell dich doch einfach mal kurz vor und sage uns, was du bei AMORPHIS eigentlich machst.

Hi Patrick, es ist mir ebenfalls eine Freude. Ja..., also mein Name ist Tomi Koivusari und ich spiele seit Bandgründung 1990 die Rhythmus-Gitarre bei AMORPHIS.


Also... du und deine Bande habt gerade “Skyforger” veröffentlicht und das Positive an diesem recht späten Interview ist, dass wir jetzt in der Lage sind, euch herzlichst zum ersten Platz in den finnischen Charts zu gratulieren. Ich nehme also an, dass die Kritiken sowieso jenseits von schlecht ausgefallen sind?

Danke! In der Tat ist es wirklich gigantisch, denn wir sind nun bereits in der zweiten Woche auf Platz eins in Finnland. Trotz unseres Wissens darüber, dass Heavy Metal in Finnland gerade den puren Boom erlebt, ist das wirklich super. Wir haben größtenteils sehr positives Feedback erhalten und es scheint, als würden alle Menschen, gleich welches Alters oder Genres, unser Album mögen. Einige nannten “Skyforger” eine natürliche Weiterentwicklung zu “Silent Waters” und “Eclipse”, den beiden Vorgängern, bestätigten uns allerdings etwas mehr Dynamic und Raum für mehr auf dem neuen Album. Was uns selbst angeht, sind wir sehr zufrieden mit der neuen Scheibe und natürlich tut es sehr gut zu sehen, dass es unseren Fans und den Menschen etwas gibt.


Lass uns ein wenig über das Album an sich sprechen. Ihr habt euch “Skyforger” als Titel ausgesucht. Warum eigentlich? Kennst du die Band SKYFORGER? Weißt du, ob sie etwas zu eurem Albumtitel zu sagen hatten?

Ein weiteres Mal basieren Konzept und auch Texte auf der klassisch-finnischen Folklore, der Kalevala. Es erzählt die Geschichte des Schmiedes Ilmarinen, der in der Überlieferung den Himmel schmiedet. Ich glaube mich an den Bandnamen SKYFORGER erinnern zu können, habe allerdings nie ihre Musik gehört. Es kam uns eigentlich nicht in den Sinn, dass es eine Band mit diesem Namen gibt, bevor wir das Album so nannten. Erst, als uns die ersten Leute in Interviews darauf ansprachen, fiel es uns auf. Ich denke, dass die Jungs von SKYFORGER wohl ebenfalls ihren Namen nach dieser Geschichte ausgesucht haben und deswegen wohl auch wissen, worum es dabei geht.


Das Cover zu “Skyforger” ist ein wenig anders. Es ist gleichermaßen düster wie auch freundlich. Als Blickfang natürlich dieser riesige Baum. Was hat es damit auf sich?

Das Artwork stammt aus der Feder von Travis Smith, der bereits die Artworks der beiden Vorgängeralben erstellt hat. Die Idee kommt natürlich von uns und wurde inspiriert von der eben genannten Story, in der eine riesige Eiche den Himmel trägt, solange das Schmieden noch nicht abgeschlossen ist. Ich mag das Artwork sehr. Überhaupt alles, was Travis bisher für uns gemacht hat, ist sehr toll.


Im letzten Jahr hatte ich zu “Silent Waters” die Gelegenheit, mit Tomi ein Interview zu führen. Er erzählte mir damals von Pekka Kainulainen, der die Story schrieb bzw. überlieferte und euch bei der textlichen Arbeit half. Wirst du mir in diesem Jahr Selbiges erzählen?

Allerdings. Auch bei “Skyforger” hat Pekka hier das Ruder in die Hand genommen. Beide Geschichten sind aus der Kalevala, aber Pekka bringt die Sache eben in eine etwas modernere Form. Er schreibt die Geschichte in unserer Muttersprache und dann übersetzt Erkki Wirta sie ins Englische. Anschließend hat Marco Hietala sich ihrer angenommen und sie ein wenig bearbeitet, damit sie zu Songtexten werden.



Kannst du erzählen, wie dieses Album überhaupt entstanden ist? Von wem stammen eigentlich die Ideen?

Wir hatten jeder bereits etwas Material zusammengetragen, daran sind wir irgendwie alle beteiligt. Wir begannen dann, über das Hauptthema des Albums nachzudenken. Ich weiß gar nicht mehr genau, wer eigentlich auf die Idee kam, die Geschichte mit dem Schmied der Himmel zu verwenden. Ende des Sommers 2008 fingen wir an, im Proberaum unsere Ideen einander vorzustellen. Anschließend ging es bereits auf USA-Tour und wir mussten pausieren, aber direkt im Anschluss an die Tour nahmen wir ein Demotape auf und gingen dann ins Studio, wo wir 18 Songs aufnahmen, von denen es aber nur 12 in die Gesangs-Sessions von Tomi schafften. Du siehst... die Musik war komplett fertig, bevor der erste Ton gesungen wurde. Es ist im Grunde sehr schwierig zu sagen, wer nun welche Idee oder welchen Part beigesteuert hat, da jeder von uns irgendwie alles macht. Wir denken auch oft keine Dinge wirklich zu Ende, sondern lassen es einfach passieren und sehen, was dabei herauskommt.


Als Fan der ersten Stunde war ich beim ersten Durchlauf des neuen Albums wirklich etwas verwirrt und dachte “Leck mich am Arsch, was soll das denn sein?! NIGHTWISH trifft auf HIM??” Wie immer hat das Album eine Zeit lang gebraucht, um auch bei mir anzukommen. Meinst du, dass es ein weiteres Mal viele AMORPHIS-Fans vor den Kopf stößt?

Wir haben schon immer Musik gemacht, die uns in erster Linie einfach gefällt und Freude bereitet. Das hat schon immer die Motivation gefördert und uns als Band vorangebracht. Sagen wir so: Es hat uns dieses gewisse Gefühl der Frische gegeben. Wir haben uns nie dafür interessiert, ob uns jemand für das hasst, was wir spielen. Vor allem nicht, weil wir eben nicht mehr dieses Death-Metal-Ding fahren. Für uns ist das kein Krieg zwischen den Genres, den wir führen wollen, es ist einfach nur Musik!


Habt ihr deswegen auch die Growls in Tomis Gesang beim Mix so zurückgeschraubt? In manchen Situationen des Albums sind sie ja doch recht leise, oder?

Sind sie das? Ehrlich gesagt ist mir das bisher gar nicht aufgefallen bzw. würde ich das auch so gar nicht sehen. Es ist ja nicht so, als würden wir diese Art des Gesangs vermeiden wollen. Wir lieben diese Growls von Tomi, sonst würden wir sie ja erst gar nicht verwenden. Ich persönlich würde es sogar begrüßen, wenn wir noch sehr viel mehr davon hätten, aber es liegt ja auch immer am jeweiligen Song und seiner Struktur. Und natürlich an Marco Hietala und Tomi selbst, wie sie die Lyrics und Vocallines ausarbeiten.


Als eines der Gründungsmitglieder von AMORPHIS... ist es nicht manchmal komisch, wenn man im selben Set solch althergebrachte Klassiker wie ein “Black Winter Day” mit modernen, komplett verschiednen Klängen wie “Her Alone” mischt?

Oh, ich glaube, dass das sogar perfekt zusammen passt. Vor allem live! Ich kann es nicht anders als positiv sehen, wenn die Setlist aus verschiedenen Elementen unserer Zeit besteht. Auf der Bühne fühlt sich das dann auch gar nicht so an, als ob wir komplett unterschiedliche Songs oder Stile spielen. Ich glaube sogar, dass – egal, wann sie entstanden sind – unsere Songs immer eine Grundstruktur gemeinsam haben. Vielleicht fühlen sie sich deswegen nicht verschieden an. Aber wie dem auch sei... wäre es nicht langweilig, immer nur ein und denselben Kram, also z.B. die alten Sachen, zu spielen?


Würdest du dir nicht manchmal gern das Mikro schnappen? Ich meine... hey, du bist DIE Stimme von den AMORPHIS der ersten drei Alben. Wie sieht's aus... kribbelt's?

Ehrlich gesagt bin ich sehr glücklich darüber, einfach nur Gitarre zu spielen, weil ich mich eigentlich auch selbst immer eher als Gitarrist als als Frontmann sah. Tomi macht seine Sache absolut großartig, also muss ich über solche Dinge gar nicht groß nachdenken. Aber man weiß ja nie... vielleicht mache ich das ja irgendwann doch noch mal und singe [lacht].


Du hast mal gesagt, dass du die besten Jahre auf der Bühne mit AMORPHIS hast, seit Tomi den Gesang bei euch übernommen hat. Warum?

Weil wir das erste Mal mit einem Sänger unterwegs sind, der den Kram, den er für das Album einsingt, mindestens genauso gut – wenn nicht besser – auch live rüberbringen kann. Tomis Bühnenpräsenz ist einfach sehr energisch und wuchtig. Außerdem hat er die absolut richtige Attitüde für diesen Job und ist dabei dennoch extrem bodenständig und hoch motiviert. Davon profitieren wir im Endeffekt alle.


Ihr spielt dieses Jahr als Headliner auf dem DONG Open Air hier in Deutschland. Was meinst du, wie eure Setlist aussehen wird? Ich denke nicht, dass ihr die alten Fans enttäuschen werdet, aber vielleicht verrätst du ja schon was?

Wir haben eigentlich live immer Zeug aus unserer gesamten Karriere gespielt – das wird beim DONG wohl nicht anders sein. Natürlich kommt es auch immer darauf an, wie viel Zeit man uns gibt, weil es so viele geile Songs gibt, die wir gern spielen wollen. Wenn man nur eine Stunde Zeit hat, geht das ja leider kaum. Ich hoffe, das wird auf dem DONG länger klappen. [Anm. d. Verf.: Das wird es mit Sicherheit. Auf der Festivalseite ist zum Headliner AMORPHIS ein “Open End” zu lesen!]


Was dürfen wir denn von AMORPHIS grundsätzlich in naher und ferner Zukunft noch erwarten?

Nach dem Sommer werden wir zunächst eine Südamerika-Tour spielen und anschließend durch Europa, Russland und Japan touren. Vielleicht kommen wir dieses Jahr sogar nach Australien. Wir werden also für den gesamten Rest des Jahres sehr beschäftigt sein. Natürlich würden wir dann im Frühjahr 2010 auch wieder gern auf die Straße, aber bis dahin wird sicherlich auch der Zeitpunkt gekommen sein, dass wir wieder neues Material zusammentragen.


Habt ihr eigentlich mal darüber nachgedacht, eine DVD rauszubringen? Ihr seid eine der erfolgreichsten Bands Finnlands und es kommt einfach keine DVD. Das sollte sich ja eigentlich schon im letzten Jahr ändern. Also, was ist nun?

In der Tat. Wir haben in den letzten Jahren immer wieder versucht, Material zu sichten, aber das haben wir einfach nicht hinbekommen. Das mag daran liegen, dass wir viel zu faul waren, damit weiter zu machen. Allerdings bin ich fest davon überzeugt, dass es eine DVD geben wird. Im nächsten Jahr feiern wir unseren zwanzigsten Geburtstag als Band und dann wird es eine DVD geben. Also... jedenfalls hoffe ich das.


Werden wir etwas persönlicher, wenn du nichts dagegen hast.
Was hast du dir als Letztes in Sachen Musik gekauft? Was hörst du so?


Die letzten Alben, die ich mir zugelegt habe, waren OPETH' “Watershed” und MASTODONs “Crack The Skye”. Beide großartige Alben! Mein Musikgeschmack ist ansonsten sehr breit gefächert, weil ich sehr viele verschiedene Arten von Musik mag. Von PINK FLOYD bis SLAYER und vieles mehr. Genres kann ich eigentlich gar keine nennen, … gute Musik ist halt gute Musik.


Warum ist “Majestic Beast” für dich der beste Song auf “Skyforger”?

Als ich das sagte, war es wohl für den Moment so. Es ist bei mir andauernd anders bei der Frage, welcher nun der beste Song des Albums ist. Aber “Majestic Beast” ist einer der härtesten Songs des Albums, während er zugleich aber auch viele Melodien und Momente hat. Ich weiß nicht warum, aber der Song begeistert mich einfach... er funktioniert.


OK Tomi. Vielen Dank für deine Worte und deine Zeit. Grüß den Rest der Bande von mir, das war's schon und die letzten Worte sollen die Deinen sein...

Ja, vielen Dank ebenfalls für dieses Interview! Wir sehen uns beim DONG, ich freu mich schon sehr!


(Live-Foto von Tomi Koivusari von Tina Solda)

Border

Autor: Patrick Franken [Border] | 23.06.2009 | 20:37 Uhr

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