 | | 06.07.10 |
So mancher Tag, an dem ich Monat für Monat für euch Jungs und Mädels meine Kolumne schrieb, war sehr hektisch – wie immer eigentlich im Leben [...mehr] |
|
|
|
|
 | | Dawn Of Ashes | | Genocide Chapters | | Ambient, Black Metal, Death Metal | | 3 von 7 Punkten | | "Nichts Halbes und vor allem nichts Ganzes" |
|
![Psycroptic -- Initiation [CD/DVD]](images/cdcovers/cdcover_1823501648.jpg) | | Psycroptic | | Initiation [CD/DVD] | | Brutal Death, Death Metal | | 5.5 von 7 Punkten | | "Gelungene Live-Einführung!" |
|
 | | Black Rainbows | | Carmina Diabolo | | Psychedelic, Stoner Rock | | 6 von 7 Punkten | "Funkenflieger" |
|
 | | Saints Of Ruin | | Nightmare | | Gothic Rock | | 4 von 7 Punkten | | "Gute Ansätze, aber viel Stückwerk" |
|
 | | Malevolent Creation | | Invidious Dominion | | Death Metal, Thrash Metal | | 6.5 von 7 Punkten | "So macht man das!" |
|
 | | Oceansize | | Self Preserved While The Bodies Float Up | | Alternative, Progressive, Rock | | 6 von 7 Punkten | "Neuanfang?" |
|
 | | The Red Shore | | The Avarice Of Man | | Brutal Death, Death Metal, Deathcore | | 4.5 von 7 Punkten | | "Brutal – und sonst?" |
|
 | | Stonehelm | | Stonehelm | | Doom Metal, Stoner Rock | | 6.5 von 7 Punkten | "Die acht Gebote" |
|
 | | Psycho Choke | | Unraveling Chaos | | Hardcore, Nu Metal, Thrash Metal | | 5.5 von 7 Punkten | | "Dicke Grooves aus Griechenland" |
|
 | | Angantyr | | Svig | | Black Metal | | 6 von 7 Punkten | "H-E-R-R-L-I-C-H" |
|
![Capilla Ardiente -- Solve Et Coagula [MCD]](images/cdcovers/cdcover_555313878.jpg) | | Capilla Ardiente | | Solve Et Coagula [MCD] | | Doom Metal | | 6 von 7 Punkten | "Premium-Doom aus Chile" |
|
 | | Death Angel | | Relentless Retribution | | Thrash Metal | | 6 von 7 Punkten | "Thrash mit Hirn" |
|
 | | The Lovecrave | | Soul Saliva | | Alternative, Gothic Metal, Gothic Rock | | 5.5 von 7 Punkten | | "Die Mischung aus Gothic und Alternativ" |
|
![Bleeding Red -- Unmaster [EP]](images/cdcovers/cdcover_2023345945.jpg) | | Bleeding Red | | Unmaster [EP] | | Black/Death Metal, Melodic Death Metal | | 6 von 7 Punkten | "Beeindruckend!" |
|
|
|
| |
| Draugsang - Seil På Skyggans Hav |  | | "Genial oder belanglos?!"
| | Manche machen’s einem nicht leicht. Andere ziehen ihre Linie konsequent durch. Einige veröffentlichen wirklich originellen Untergrundstoff. Wenige tun das alles zusammen. Northern Silence Productions zählen dazu. Seit zwei Jahren veröffentlicht das deutsche Label Stoff, den man von genial-episch über seltsam bis hin zu äußerst gediegen beinahe jedes Attribut geben kann. Meist werden dabei Bands oder Veröffentlichungen ans Tageslicht gefördert, die sonst nie jemand vernommen hätte - man denke nur an die grandiose, einst auf 25 Stück limitierte Nasheim-CDR – und beinahe immer wäre es ein Verlust gewesen.
Auch die hier feil gebotenen Songs der Norweger DRAUGSANG von 1998 kursierten bislang höchstens als schemengleiche Gerüchte (weniger pathetisch MP3s genannt) durch den Untergrund. Nunmehr auf Silberling gebannt und trotz 4-Spur-Aufnahme soundtechnisch erstaunlich genießbar, erschallen deren Klänge über meine heimische Anlage und hinterlassen mich beeindruckt und doch ratlos. Ist das nun zeitlos genial oder schlichtweg belanglos, was ich da vernehme…?
Alleine die Beschreibung der Musik fällt nicht leicht, erscheint doch schon die Bezeichnung „Black Metal“ für DRAUGSANGs Klangwerk gewagt. Viel ruhiger, besinnlicher, ja fast zerbrechlich, als es die allermeisten Bands des Genres auch nur in ihren Intros angehen lassen, musizieren hier DRAUGSANG.
Die Drumschläge klingen sacht und überwiegend sanft, wie mit Fächern geschlagen und erzeugen eine geruhsame rhythmische Grundlage. Diese wird gesäumt durch stets melodiöse, mal kontemplative und mal entrückte, verspielte Gitarrenläufe. Krönend erheben sich entfernte, elegische Klargesänge, Sprechelemente und, erstaunlich passend, eine Krächzstimme über diese Melange, deren Wirkung mir zusehends mehr Kopfzerbrechen bereitet.
Ich will es mit einem Vergleich versuchen. Man stelle sich die langsamsten Momente des Erstwerks von DIMMU BORGIER gepaart mit der Atmosphäre in den ruhigen Passagen von ULVERs „Bergtatt“, gewürzt mit einem Hauch „Trolltar“ (ANCIENT) vor.
Soll heißen, DRAUGSANG klingen zutiefst nordisch, ja norwegisch, nach Wald, Erde, Bergen, Trollen, Fjorden und Winter. Sie sind grimmig, harsch, archaisch und doch folkloristisch und voller edlem Stolz. Aber sie brauchen nicht den Hammer zu schwingen, um das Kreuz zu zerschlagen. Im Grunde sind sie die langsamste Band des norwegischen Mitneunziger-Black Metals, die es damals nicht gab.
Nennen kann man das wie man es will, ob phantastisch oder langweilig. Aber eins wird jeder zugeben müssen: DRAUGSANG sind ursprünglich UND originell. Und das allein ist eins der höchsten Attribute, das man 2006 einer Black Metal Band geben kann. |
| |
Durchschnittliche Leserwertung: 7.0 / 7 Punkten Selbst eine Wertung abgeben / Kommentar verfassen? Siehe unten!
| Weitere CD-Reviews aus den Genres: Black Metal | | |
|
|