.: SUCHE
    Erweiterte Suche
Interviews mit Waltari
Reviews von Waltari
CD Review: Waltari - The 2nd Decade – In The Cradle [Best Of-Compilation]

Waltari
The 2nd Decade – In The Cradle [Best Of-Compilation]


Crossover, Progressive
Keine Wertung
"Die finnischen Faith No More?"
Mehr aus den Genres
CD Review: Wolverine - Still

Wolverine
Still


Dark Metal, Prog-Metal
4.5 von 7 Punkten
"Auf den Spuren der Prog-Götter"
CD Review: Eyefear - A World Full Of Grey

Eyefear
A World Full Of Grey


Power Metal, Prog-Metal
5 von 7 Punkten
"Nicht alles ist grau"
CD Review: Alchemist - Tripsis

Alchemist
Tripsis


Modern Metal, Prog-Metal, Psychedelic
5 von 7 Punkten
"Psychedelisch - ein schönes Wort!"
CD Review: Khonsu - Anomalia

Khonsu
Anomalia


Black Metal, Prog-Metal, Symphonic / Epic Metal
5.5 von 7 Punkten
"Black Metal mal anders"
CD Review: Derek Sherinian - Molecular Heinosity

Derek Sherinian
Molecular Heinosity


Instrumental, Prog-Metal
3 von 7 Punkten
"Intellektuelle Fahrstuhlmusik"
CD Review: Amenra - Mass VI

Amenra
Mass VI


Doomcore, Post Hardcore, Sludge
6.5 von 7 Punkten
"Sternstunde!"
CD Review: Kadavar - Rough Times

Kadavar
Rough Times


Doom Rock, Hard Rock
6 von 7 Punkten
"Bleiben sich treu!"
CD Review: Arch Enemy - Will To Power

Arch Enemy
Will To Power


Melodic Death Metal
5 von 7 Punkten
"Alles wie immer: Alles gut."
CD Review: Revolution Saints - Light In The Dark

Revolution Saints
Light In The Dark


Hard Rock, Melodic Metal
4 von 7 Punkten
"Del Vecchios neue Platte"
CD Review: L.A. Guns - The Missing Peace

L.A. Guns
The Missing Peace


Sleaze Rock
5 von 7 Punkten
"Rückkehr des Ballermanns"
Cover von Waltari -- Release Date
Band: Waltari Homepage  Metalnews nach 'Waltari' durchsuchenWaltari
Album:Release Date
Genre:Avantgarde/Electronica, Prog-Metal
Label:Dockyard1
Bewertung:7 von 7
Releasedatum:23.02.07
CD kaufen:'Waltari - Release Date' bei amazon.de kaufen
Share:

"Von Affen, Sex und Prog Rock"

Was soll man noch von einer Band erwarten, die ein Album namens "Death Metal Symphonie in Deep C" aufgenommen hat, gerne mal mit Orchester und Ballett auftritt, aber eigentlich doch eine finnische Punkband ist? Eigentlich nur eins, nämlich dieses Album. Es ist die logische Konsequenz aus allem, was WALTARI bisher ausgemacht hat. Und noch viel mehr.

Prinzipiell nehmen WALTARI harten Rock und Metal als Ausgangsbasis, um von dort aus dann sämtliche Stilgrenzen konsequent zu ignorieren. Mit "Get Stamped" geht es noch recht eingängig-metallisch los, wobei auch schon hier ein Akustikgitarrenausflug eingebaut wurde. Bei "Let's Puke Together" lassen sich WALTARI dann ihre punkigen 80er noch einmal durch den Kopf gehen um schließlich in einem vollkommen irrsinnigen Sprung im 37-minütigen "Cityshamaani" zu münden. Dieser auf fünf Tracks verteilte Prog-Koloss beginnt schon mit "Night Flight" irgendwo zwischen knüppelhart und symphonisch verträumt. Klingt sehr merkwürdig, ist aber so. Weiter geht es dann über das abgefahrene "Morning", Technorhythmen, Elektronik und Rapeinlagen bis zu "Sympathy", was sich als astreiner Prog-Rocker entpuppt, der sogar gestandene Größen wie SPOCK'S BEARD erblassen lässt und in einem wunderschönen, mehrere Minuten langen Klaviersolo mündet. Danach kann eigentlich nichts mehr kommen. Aber WALTARI rocken einfach weiter, was auch sonst. Das fröhliche "Hype" setzt einen guten Kontrast zum eher harten "Cityshamaani", aber richtig toppen können WALTARI die erste Hälfte nicht mehr. Das Niveau ist dennoch durchgehend sehr hoch und zu Liedern die schon "Sex In The Beergarden" heißen, muss man wohl nichts mehr sagen. Hier wird vornehmlich gerockt, wenn auch nicht mehr ganz so innovativ und abwechslungsreich. Als Bonustrack gibt es noch eine Kooperation mit der finnischen Ethno-Gruppe VÄRTTINA. Das Ganze schlägt sich in einem Trance-Song mit weiblichen Sprechchören nieder. Klingt noch merkwürdiger als der ganze Rest, wundert einen aber nach diesem Album nicht mehr, im Gegenteil, es macht sogar sehr viel Spaß zu sehen, dass die Finnen am Ende sogar noch mal einen draufsetzen.
Besonders hervorgehoben sei auch Kärtsy Hatakka, der vom abgrundtiefen Gesang bis zum Rap scheinbar alles hinbekommt.

Mit dem Album "Release Date" haben WALTARI nun ihr bisher härtestes und progressivstes Album abgeliefert. Trotz der Vielzahl an verwendeten Stilen und Stimmungen wirkt das Album nicht zerrissen. Wer bisher dachte, Bands wie STRAPPING YOUNG LAD wären der Höhepunkt des Chaos, der wird hier eines besseren belehrt. Ein bisschen viel Toleranz muss man zwar mitbringen für den unbeschwerten Genuss, aber es lohnt sich wirklich. Was soll man von dieser Band nur als nächstes erwarten? Weil besser geht’s kaum noch.

Trackliste:
1. Get Stamped
2. Big Sleep
3. Let's Puke Together
4. Cityshamaani
a) Night Flight
b) Morning
c) Colgate Country Showdown
d) The Incarnation Party
e) Sympathy
5. Hype
6. THD (Lehtinen)
7. Sex In The Beergarden
8. Wish I Could Heal
9. Spokebone (with VÄRTTINA)


Nicolas Freund [Nicki]
17.02.2007 | 16:20
Kommentare
HOME |  IMPRESSUM |  RSS |  FACEBOOK |  TWITTER |  DISCLAIMER
@Metalnews_de folgen

METALNEWS.DE - Metal-Magazin