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"Mon Dieu..." | ||||||||||||||||||
| Eigentlich ist es ja schlechter Stil, in einem Review überhaupt "ich" zu sagen. Das hat verschiedene Gründe, auf die ich hier jetzt nicht eingehen will. Ich sage es einfach trotzdem. Ich hatte in letzter Zeit besonders mit solchen Alben Pech, die eines von zwei Kriterien erfüllten: Die Band stammte aus Italien [bevor mein Postfach von Hassmails verstopft wird: Ich mag Italien wirklich!] oder die Band hat ihrem Album ein lächerliches Vampirkonzept verpasst. Auf das neue Album von THEATRES DES VAMPIRES treffen beide Kriterien zu. Na toll... Die Band ist, zumindest nach eigener Aussage und laut ihrer Plattenfirma, so eine Art Kultband im "Vampiric Metal", einem erfundenen Subgenre des Gothic Metal. Das sei mal dahingestellt, jedenfalls kann die Band schon auf einen ganz ordentlichen Backkatalog zurücksehen. Besondere Reputation kann ich ihr aber nicht bescheinigen. Das aktuelle Album trägt nun den Titel "Anima Noir" und umfasst zehn Songs, die sich allesamt als Standard-Gothic Metal mit starker Tendenz zur Langeweile klassifizieren lassen. Da gibt es die langsame Ballade, den harten "Metalsong" mit männlichem Gesangspart und natürlich den elektronischen Tanzflächenfeger. Alles mit wunderbar vorhersehbaren Songstrukturen, die auch die paar gelungenen Melodien und Riffs völlig untergehen lassen. Der uninspirierte Gesang von Sonya Scarlet wird durch die dämlichen und bis zum Exzess wiederholten Texte ["Dust, Dust, Dust...", "Tick, Tock, Tick, Tock..."] noch unerträglicher und setzt so dem ganzen die Krone auf. Vielleicht will sie gequält klingen. Dann sollte sie sich mal in den Hörer hineinversetzen. Einzig positiv fällt die Produktion des Ganzen auf, an der es eigentlich wirklich nichts auszusetzen gibt. Aber da hätte man die Studiozeit besser in eine andere Band investiert. "Anima Noir" von THEATRES DES VAMPIRES ist so überflüssig wie lächerlich. Und dass die Gothic Metal-Szene zwar allgemein schwächelt, aber noch immer solche Größen wie NIGHTWISH oder EPICA zu bieten hat, macht dieses Album noch überflüssiger. Zwei Punkte gibt es für die Produktion und die drei oder vier halbwegs guten Ideen in den zehn Songs. | ||||||||||||||||||
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