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CD Review: Carnivore - Carnivore [RE-ISSUE]

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Cover von Carnivore -- Retaliation [RE-ISSUE]
Band: Carnivore Homepage Carnivore bei Facebook Metalnews nach 'Carnivore' durchsuchenCarnivore
Album:Retaliation [RE-ISSUE]
Genre:Hardcore, Punk, Thrash Metal
Label:Metal Mind
Bewertung:Keine Wertung
Releasedatum:04.07.08
CD kaufen:'Carnivore - Retaliation [RE-ISSUE]' bei amazon.de kaufen
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"On the threshold of extinction…"

Ebenso wie das selbstbetitelte Debütalbum „Carnivore“ wurde dieser Tage auch der akustische zweite ‚Gegenschlag’ von Pete Steeles Brooklyner Abrisskommando im schön anzusehenden Digipak mit aufgedruckter Nummerierung [2.000 Exemplare weltweit] via Metal Mind Productions wiederveröffentlicht. Natürlich alles digital nachbearbeitet und mit Bonustracks ausgestattet.

Auf der 1987 erschienenen Platte „Retaliation“ führten die Fleischfresser ihren auf dem Erstling eingeschlagenen Weg konsequent fort. Im speziellen Fall bedeutet dies: Auch mit dem zweiten Album liefern CARNIVORE exzellenten Thrash Metal amerikanischer Prägung, angereichert mit zahlreichen Speed- und Hardcore Punk-Attacken und dazu konträren, langsam schleppenden Parts. Dabei gelang es der Band sogar noch, den famosen Vorgänger zu übertreffen. In rein musikalischer Hinsicht zeichnen sich alle Lieder durch eine faszinierende ‚Catchiness’ aus, jedes Stück für sich allein stellt streng genommen schon einen kleinen Metal-Klassiker dar. Vor dem alles einnehmenden Groove gibt es schlicht kein Entkommen! Und selbst in lyrischer Hinsicht setzte Apostel Petrus dem kontroversen „Carnivore“-Album noch die Krone auf. Songs wie „Race War“ oder „Jesus Hitler“ [samt mit Kirchengesängen unterlegter Hitler-Rede] dürften jedem politisch überkorrekt denkenden Zeitgenossen die Fußnägel aufgerollt haben. Bei genauerer Betrachtung wird allerdings auch bei diesen Tracks deutlich, dass mit Steele beim Texten einfach wieder der zynische und kulturpessimistische Gaul durchgegangen ist. Im „Race War“ wird entgegen begründeter Bedenken nämlich keine Ethnie favorisiert, vielmehr führt der gegenseitige Hass zum Ende aller ‚Rassen’: „Everybody’s gonna die“. Damit sollte auch „Jesus Hitler“ nicht als mehr angesehen werden, als es eigentlich ist. Eine Provokation gegen verklemmte „Angry Neurotic Catholics“. Erwähnung soll an dieser Stelle neben der im Intro durch „Jack Daniel’s And Pizza“ hervorgerufenen Vomitation – welche einem gewissen Herrn Nattefrost sicher bei jedem Hörgenuss zu einer ausgedehnten Erektion gereichen sollte – und dem gelungenen Jimi Hendrix-Cover „Manic Depression“ noch das Stück „Technophobia“ finden. Dessen trister Slow-Motion-Orgelpart erinnert im Nachhinein stark an die musikalische Vorgehensweise der CARNIVORE-Nachfolgeband TYPE O NEGATIVE.

Mit „Retaliation“ war für CARNIVORE vorerst das Ende der musikalischen Fahnenstange erreicht – die Band löste sich danach auf Grund interner Querelen auf. Mitte der 1990er wurde das Projekt allerdings für wenige Konzerte reanimiert und im Jahr 2006 trat Pete Steele mit veränderter Besetzung sogar auf dem Wacken Open Air auf. Interviewaussagen zufolge ist auf absehbare Zeit sogar ein neues Album geplant. Anhand der jüngeren Vergangenheit dürften dem Berufsironiker mit Sicherheit nicht die Ideen ausgegangen sein. Auf mögliche neue Liedtitel kommt man dabei schnell. Wie wäre es denn mit „Gulf Wars III And IV“, „Ground Zero Manhattan“ oder – dank stets steigender Wachstumsrate der Weltbevölkerung – „Six Billion Dead“?

Trackliste:
01. Jack Daniel’s And Pizza
02. Angry Neurotic Catholics
03. S.M.D.
04. Ground Zero Brooklyn
05. Race War
06. Inner Conflict
07. Jesus Hitler
08. Technophobia
09. Manic Depression
10. U.S.A. For U.S.A.
11. Five Billion Dead
12. Sex And Violence
13. World Wars III And IV [Demo] *
14. Carnivore [Demo] *
15. The Subhuman [Demo] *

* Bonustracks
Spielzeit: 01:07:00

Line-Up:
Petrus T. Steele – Gesang, Bass
Louie Beateaux – Schlagzeug, Gesang
Keith Alexander – Gitarre, Gesang
Sebastian König [sk]
26.07.2008 | 18:55
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