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"Opfer des Hypes"
Cover von Metallica -- Death Magnetic
Band: Metallica Homepage Metallica bei Facebook Metalnews nach 'Metallica' durchsuchenMetallica
Album:Death Magnetic
Genre:Thrash Metal
Label:Universal
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:12.09.08
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"Der zweite Frühling!"

Da ist sie. Die wahrscheinlich meist erwartete Platte des Jahres dreht ihre ersten verzagten Runden in meinem Player. Wird sie das Desaster „St. Anger“ wieder wettmachen können? Haben die angegreisten Herren die Kurve vielleicht sogar in Richtung ihrer alten Meisterwerke kriegen können?

Ein Akustik-Intro läutet „Death Magnetic“ ein. Banges Warten. Dann die Erlösung. „That Was Just Your Life“ ist ein echter Brecher vor dem Herrn. So als wären Black Album und alles was danach kam nie passiert, bollert das Lied aus den Boxen, das man unmittelbar nach „Dyers Eve“ erwartet hätte. Ultrageniales und messerscharfes METALLICA-Thrash-Riff, Vocals, die einen niederknien lassen, weil endlich wieder der wütend-zynische Hetfield am Start zu sein scheint, dem man als Metaller der ersten Stunde alles abgekauft hätte. Die Transe der letzten anderthalb Dekaden scheint die Koffer gepackt oder sich am besten gleich über die Klippe geschmissen zu haben – DANKE RICK RUBIN!!!!! Das Solo ist schön chaotisch, die Harmonien wirken nicht aufdringlich und werden am Ende noch etwas maidenesk verkleidet, der Polka-Beat sitzt. Einer der besten Songs des Jahres, 7 Punkte!
„The End Of The Line“ beginnt etwas rockiger und weckt unangenehme Erinnerungen an die „Load/Reload“-Phase. Die Metallicats sind aber zum Glück nicht ganz blöde und verschenken den Sieg schon in den ersten zehn Minuten wieder. Nein, vielmehr dreht man in der Strophe gleich wieder den „Creeping Death“-Hahn auf und thrasht sich durch weite Strecken der Nummer. Trotzdem will der Funke nicht recht überspringen. Vieles bleibt ungesagt, die ganze Chose kommt wie ein leichter Kompromiss daher. Das Solo ist dann allerdings wieder Gott, welcome back Kirk - auf Platte bist Du eh besser als auf Promo-Tour. Der Akustik-Part in der Mitte ist immerhin nett – „The Slave Becomes The Master“ utopiert Hetfield immer eindringlicher bis zum Ende – tja, das wäre ebenfalls nett, genau wie die ganze Nummer. 4,5 Punkte.
„Broke Beat & Scarred“ überzeugt zunächst mit tollen Licks, die LED ZEPELIN auch nicht besser schaffen konnten. Über die Kindergarten-Melodie in der Bridge sehen wir galant hinweg. In der Mitte fängt der Track an zu marschieren und will dann plötzlich richtig aufdrehen. Allein: Mr. Ulrich bekommt’s nicht hin. Was der Ex-Thrash-Drummer da mit der Bassdrum veranstaltet bzw. verunstaltet, ist wirklich peinlich. Ansonsten nicht übel, aber auch kein Highlight – vor allem viel zu lang: 4 Punkte.
„The day That Never Comes“ ist der „One“-Klon auf „Death Magnetic“. Abgesehen davon, dass Hetfield sich hier ungefähr so anhört wie seine kleine Schwester, ist das Stück schön powerballadesk. Traurig, aber doch irgendwie aggressiv und verdammt dynamisch. So will man das. Nach der zweiten Strophe kommt der obligatorische tatatatatata-tatatatata-Part, der in einen härteren Teil mündet, der wiederum mit den Maschinengewehr-Gitarren von „One“ aufhört, bevor die Gitarristen mit einer schönen Doppellauf-Salve wiederum zeigen, dass sie in den letzten paar Jahren sehr viel IRON MAIDEN gehört haben. Am Ende gibt’s wieder ein wundervolles Hammet-Solo, dem man anhört, wie glücklich sich sein Erschaffer von den Zwängen der letzten Jahre freischwimmt. 5 Punkte.
Düstere Klänge wie zuletzt auf dem „Black Album“ in Songs wie „My Friend Of Misery“ vernommen, leiten „All Nightmare Long“ ein, das aber recht schnell losgaloppiert, um wiederum kurze Zeit später wieder etwas gezügelt zu werden. Eine knackige Strophe, ein hymnischer Refrain, tolle Solo-Passagen und generell schöne, subtil eingesetzte Harmonien machen die Nummer zum Gewinner: 6 Punkte.
„Cyanide“ kennt Ihr alle schon ein paar Tage lang. Was soll man also noch groß dazu schreiben? Schöne Nummer mit starkem Riff, die wiederum einen etwas besseren Schlagzeuger verdient hätte. Das 08/15 Drumming von Ulrich ist spätestens hier auffallend ärgerlich, auch wenn er im Mittelteil mal ein paar krumme Fills sauber performt. Trotzdem gut: 5 Punkte.
Als ich Abi gemacht habe, war „The Unforgiven“ gerade der Tanztempelhit der Saison. Und wie oft man sich auch schmerzverzerrt zu der Melodie und Schwere des Stücks verrenkt hat, es machte schlicht süchtig – das hatte zugegebenermaßen auch etwas mit der Wirkung des melancholischen Meisterstückchens auf die Damenwelt zu tun, keine Frage. Teil 3 hat 17 Jahre später eine ähnlich strahlende Zukunft vor sich – natürlich nur, wenn man die DJ’s in den heutigen Fast Food – Discos dazu bekommt, die knapp acht Minuten dauernde Mini-Oper zu spielen. Dann aber kann man ein emotionales Feuerwerk durchleben, das Ebenbürtigkeit kaum zu fürchten braucht. Melodien, Dynamikshifts und Breaks sind exakt herz- und beinwärts gerichtet. Kein Entkommen möglich. 6 Punkte.
Oldschool und schön aggressiv kracht danach „The Judas Kiss“ aus den Boxen. Guter Song mit einem Refrain, der gleich hängen bleibt. Allerdings wurde das Stück etwas zu sehr in die Länge gezogen – wobei auch hier wieder die Einfallslosigkeit des Drummings negativ auffällt. 4,5 Punkte.
Etwas zu lang ist mit neun Minuten auch das Instrumental „Suicide&Redemption“ geraten, das zwar einige prima ausgearbeitete Gitarrenparts besitzt, aber doch über weite Strecken mit Durschnitts-Rockriffs nervt. Vor allem im Vergleich zu den großen Instrumental-Werken der Vergangenheit ein ziemlicher Reinfall: 3,5 Punkte
Der Rausschmeißer „My Apokalypse“ bolzt dann wieder traditionell auf die Glocke. Allerdings gehen auch hier ein paar Dinge schief. So wirkt der Song entsetzlich künstlich zusammengeschraubt: Vocals und Mucke passen irgendwie nicht wirklich perfekt zusammen. Ab der zweiten Hälfte wird es dann versöhnlich bzw. erträglich. Aber ein neues „Damage Inc.“ wie offenbar beabsichtigt ist hier nicht herausgekommen. Ganz knappe 4 Punkte.

Fazit: Wenn Ihr aufgepasst habt, wisst Ihr, dass „Death Magnetic“ zwar keine wirkliche Revolution ist, aber schlicht die beste METALLICA seit mindestens 17 Jahren. Nun gibt es Leute, die sagen würden, das sei nicht wirklich schwierig. Aber ich gebe gerne zu bedenken, dass METALLICA selbst dieses Kunststück in anderthalb Jahrzehnten nicht fertiggebracht haben. Zugegeben – Lars Ulrich ist technisch gesehen ein Ärgernis. Andererseits hören wir einen Kirk Hammett, der einen irren Spaß an seinem zweiten Frühling zu haben scheint. Und diesen Spaß muss man als Hörer einfach teilen. Feiern wir also die wenigstens partielle Rückkehr der angeblich größten Metal-Band der Welt in die Metalwelt.

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shilrak / 5 Punkte:
Wie durch die vorab verteilten Tracks schon klar wurde, geht "Death Magnetic" in seiner Gänze in Richtung "Load" / "St. Anger" [Gesang] sowie in Richtung "Load" / "...And Justice For All" [Gitarren / Schlagzeug]. Eine Teils gute Mischung die trotz der Länge der Songs durchaus funktioniert, andersherum aber auch etwas hinkt. "Death Magnetic" ist definitiv die erste amtliche METALLICA-Platte seit dem schwarzen Album und verdient Respekt, auch wenn Hammet das Gros an Qualität abgeliefert hat während sich das Gespann Hetfield/Ulrich nicht dauerhaft mit Ruhm bekleckert.

shub / 6 Punkte:
„Mit „Death Magnetic“ machen METALLICA das Unmögliche möglich. Geile Thrashriffs, eingängige Hooks, irre Soli. Die Platte geht rein und nicht wieder raus! Dass ich das noch erleben darf! Danke Rick!“

Trackliste:
01. That Was Just Your Life
02. The End Of The Line
03. Broken , Beat & Scarred
04. The Day That Never Comes
05. All Nightmare Long
06. Cyanide
07. The Unforgiven III
08. The Judas Kiss
09. Suicide & Redemption
10. My Apocalypse
Spielzeit: 01:14:46

Line-Up:
James Hetfield - Vocals, Guitar
Kirk Hammett - Guitar
Robert Trujillo - Bass
Lars Ulrich - Drums
Marcus Italiani [Mattaru]
12.09.2008 | 21:12
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