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Album:Quantos Possunt Ad Satanitatem Trahunt
Genre:Black Metal
Label:Regain Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:23.10.09
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"Die Pest kehrt zurück."

GORGOROTH haben in jüngster Zeit so einiges mitgemacht. Neben langwierigen Rechtsklagen zwischen Gaahl, King und Infernus musste GORGOROTH wieder neu belebt werden. Ein neuer Sänger, neues Line-Up und nun endlich auch das neue Album. "Quantos Possunt Ad Satanitatem Trahunt" heißt der neue Auswurf aus den dunklen Wäldern Bergens, eine Anlehnung an einen Satz aus Adam von Bremens Chronik des Erzbistums Hamburg, Gesta Hamburgensis ecclesiae pontificum, nur dass Christianitatem, durch Satanitatem ersetzt wurde, wohl um dem schwarzmetallischen Image gerecht zu werden. Doch dies sei nur Nebensache, viel wichtiger ist ja die Frage nach dem Klang.

Nun, um alle Ängste vorweg zu nehmen. Es ist gut, kalt, roh und True Norwegian Black Metal, wie man ihn sich von GORGOROTH erhofft, ein durchaus gelungenes Album. Pest macht seine Sache wieder gut, obgleich er an Gaahls Gesangskünste (Anm. d. Redakteurs) doch nicht heran reicht. Aber das muss er auch nicht, denn GORGOROTH orientieren sich viel mehr an den Alben vor Gaahls Gesangs-Periode und das ist auch in den restlichen Arrangements deutlich zu spüren. Die Gitarren wirken frischer, belebter und weitaus abwechslungsreicher, die Vocals dumpf, kratzig und kalt, das Schlagzeug variiert zwischen treibenden Double-Bass Passagen, fiesen Blast-Attacken und stimmungsvollen Fill-Ins. Es ist im Gesamten bewegter und aufgewühlter geworden, die bösartige Monotonie der Songs auf "Incipit Satan" oder "Twilight Of The Idols" wurde etwas zurück geschraubt und man orientiert sich in Richtung der ersten beiden Alben. Auch vereinzelte, folkig angehauchte Clear-Vocals wurden eingebaut die der Stimmung sehr zugute kommen. Es sind klare Annäherungen an "Pentagram" und "Antichrist" zu spüren, eine Rückbesinnung also? Nein, vielmehr ein Neuanfang. Denn GORGOROTH scheinen da wieder anzufangen, wo sie, bevor Gaahl Einzug erhielt, aufgehört haben. Sie bleiben ihren Prinzipien jedoch treu und knallen kein bloßes Remake alter Tage in die Läden. Die Platte bietet die unverkennbaren Charakteristika eines guten GORGOROTH-Albums. Rohe Gitarren, etwas dreckiger Sound und eine hasserfüllte misanthropische Atmosphäre, wie sie nur aus den Wäldern Bergens schallen kann. GORGOROTH bleibt uns in guter Form erhalten und alle ängstlichen Vermutungen, dass diese schon beinahe legendäre Black Metal Formation an ihren vielen Line-Up Änderungen und Rechtsklagen zerbricht, werden mit diesem Album zerschlagen. Es wird nicht auf Krampf versucht alles wie beim Alten klingen zu lassen und doch bleibt man dem typischen Sound treu, ein sehr ansprechendes achtes Full Length. Als Anspieltipp kann ich "Prayer" empfehlen; Abwechslungsreich, melodisch, düster, stampfend und kalt, ein guter Song.

Die Norweger um Mastermind und Gründer Infernus schicken hier ein gutes, stimmungsvolles Black Metal-Brett auf den Weg, dass alte wie auch neue Fans begeistern dürfte. Man darf auf die weitere Entwicklung gespannt sein und vor allem auf die kommenden Konzerte der dunklen Herrschaften.

Trackliste:
1. Aneuthanasia
2. Prayer
3. Rebirth
4. Building a Man
5. New Breed
6. Cleansing Fire
7. Human Sacrifice
8. Satan-Prometheus
9. Introibo ad Alatare Satanas
Spielzeit: 00:34:48

Line-Up:
Pest - Vocals
Infernus - Guitars
Tormentor - Guitars
Bøddel - Bass
Tomas Asklund - Drums
Tobias Naumann [Necrologue]
14.10.2009 | 15:29
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