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Be'lakor - Stone's Reach
Be'lakor -- Stone's Reach
Band: Metalnews nach 'Be'lakor' durchsuchenBe'lakor
Album:Stone's Reach
Genre:Melodic Death Metal
Label:Kolony Records
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:30.11.09

"Wie GEIL ist das denn?"

Der Melodic Death Metal ist ein Genre, das nur noch sehr, sehr wenige, Ernst zu nehmende Bands hervorbringt und von allen möglichen Labels zu einer Art Ersatz-Pop-Genre im Metal-Bereich umfunktioniert wurde. Retorten-Truppen, die wie geklont klingen, auf den Geld bringenden Klargesang im Chorus setzen sowie einfach abartig offensichtlich bei ihren Vorbildern klauen, wobei ihnen selbst das nie geschmackssicher gelingt. Doch wo erst vor kurzem EVOCATION wiederauferstanden sind, macht sich aus dem Outback ein Geschwader mit Namen BE'LAKOR auf, mit einem leichten Atemzug so ziemlich alles momentan nach Aufmerksamkeit Heischende in diesem Genre in Trillionen Teile zu zertrümmern.

Ohren, die Strophe-Chrous-Strophe-Muster gewohnt sind, werden hier zunächst absolut hilflos in der Luft herumhängen, denn die Australier sind sich für solche abgelutschten Strukturen zum Glück zu schade. "Stone's Reach" ist die vertonte emotionale Achterbahn, deren Fahrt man erst nach mehreren Durchläufen verinnerlicht hat. Die Hochzeit zwischen der düsteren, in alle Himmelsrichtungen ausstrahlenden Produktion sowie den Kompositionen selbst gehört zu dem Besten, was mir in den letzten Monaten unterkam: Wie selbstverständlich wickeln die Gitarristen immer wieder kleine Details in den so schon enorm vielfältigen Lauf der Songs ein, was besonders in den ruhigeren, meist von Klavier oder Synthetik geleiteten Passagen zum Tragen kommt. Jegliches verspielte Gefrickel geschieht rein um der Fortführung des Liedes Willen, jede dramatische Zuspitzung findet ihren passenden Höhepunkt. Geschulte Kenner werden natürlich an manchen Stellen einen Einfluss aus "The Gallery", "Spirits And August Light" oder auch dem grandiosen "Above The Weeping World" von INSOMNIUM [um mal ein neueres Album zu nennen] heraushören können, im Gesamtzusammenhang jedoch verschwimmen solche Anleihen dank des mehr als nur flüssigen Arrangements der Stücke rasch.

In einem siebenminütigen Stück wie dem genialen "Held In Hollows" oder den kürzesten zehn Minuten der Welt, "Countless Skies", passiert so viel wie bei so manch anderen Combos in fünf vollen Alben. Sicher, als Bauernfänger beziehungsweise theoretische Single würde "Aspect" eine ungefähre Ahnung davon geben, zu was BE'LAKOR im Stande sind, doch ist dies der schwächste Beitrag auf "Stone's Reach", wenn auch auf sehr hohem Niveau. Zwischen Melancholie und aggressivem Vorausgepresche werden nicht nur Brücken geschlagen, sondern auch dermaßen wunderbar funktionierende Hybride erzeugt, dass einem die Kinnlade herunterklappt - mit jeder weiteren Runde im CD-Spieler ein Stück weiter.

Nach einem ausgedehnten Dornröschenschlaf zeigt Australien seine immer schärfer werdenden musikalischen Krallen, der neueste Beweis für diese Entwicklung ist "Stone's Reach" - das Geilste seit gefühlten zehntausend Jahren aus dem melodischen Todessektor!

Trackliste:
01 - Venator
02 - From Scythe To Sceptre
03 - Outlive The Hand
04 - Sun's Delusion
05 - Held In Hollows
06 - Husks
07 - Aspect
08 - Countless Skies
Spielzeit: 00:59:24

Line-Up:
George Kosmas - Gesang, Gitarren
Shaun Sykes - Gitarren
John Richardson - Bass
Steve Merry - Keyboards, Samples
Jimmy Vanden Broeck - Schlagzeug
Michael Bambas [Micha] | 23.11.2009 | 17:19

Durchschnittliche Leserwertung: 6.6 / 7 Punkten

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Kommentar von: Fabo from Austria | Wertung: 7/7 | 23.12.2009 - 22:18
Das Kommentar is punktgenau formuliert und trifft die nadel auf den kopf^^

wie gesagt... die brücken zwischen und in den liedern sind nicht nur ugt geschlagen sondern is das beste was ich dieses jahr so gehört hab...

wunderschöne akkustik, melancholie und aggressivität war noch nie so schön zusammengesetzt worden... doch schon... aber nur bei bands die anderen genre sind

respekt

Kommentar von: hans | Wertung: 7/7 | 30.11.2009 - 23:22
ja die scheibe wird immer besser, der absolute wahnsinn. ist jetzt schon eine meiner top 10 scheiben überhaupt. ich hab sie bei amazon als MP3 gekauft. gibt da auch eine CD aber die kostet über 50 tacken.

Kommentar von: BlottoDrescher | Wertung: 7/7 | 30.11.2009 - 22:41
Die beste Melodic Death Scheibe seit "Tales from a thousand Lakes" von Amorphis. Kenne die Platte jetzt schon länger und sie wird bei jedem Mal hören besser, schöne, aggressiver und außergewöhnlicher!

Ist der 30.11.09 der offizielle release in Deutschland? Die Platte ist nämlich schon seit etlichen Monaten per Import erhältlich.

100 % Kaufempfehlung!

Kommentar von: hans | Wertung: 7/7 | 24.11.2009 - 16:08
muss mich nochmal korrigieren, die scheibe is ne glatte 7. sehr einfalls- und abwechslungsreich gespielt. diese band sollte man im auge behalten ... (kannte die vorher garnicht)

Kommentar von: Peter | Wertung: 7/7 | 24.11.2009 - 15:45
Sehr geiles Album.

Danke dass ihr mich darauf aufmerksam gemacht habt :)

Kommentar von: hans | Wertung: 6.5/7 | 23.11.2009 - 23:20
finde sie ebenfalls genial.

Kommentar von: Austral Alien | Wertung: 4/7 | 23.11.2009 - 22:15
Retro Melo-Death a la 90er. Sicher stellenweise nett anzuhören, aber wenig innovativ, zu introvertiert und brav. Wenn da nicht zufällig jemand rumrülpsen würde, hätten Be'Lakor mit Deathmetal fast nichts mehr gemeinsam. Aggression fehlt völlig. Schade, Talent ist zweifelsohne vorhanden, aber mir klingt die Band zu verkopft und kontrolliert.

Kommentar von: PIep666 | Wertung: 7/7 | 23.11.2009 - 09:26
6.5 oder doch 7 Punkte? Die CD ist schon nen Weilchen raus, höre sie aber immer noch mindestens 1x täglich.

Hab sie mir zusammen mit der Ghost Brigade gekauft.


Emotional trilliarden mal geiler als die neue, wie immer absolut überhypte, Katatonia, die es nur mit dem letzten Song Departer schaffen, ein wenig am Emotionslevel von Be Lakor zu kratzen.

Für mich bisher Platte des Jahres!


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