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Cover von Suffocation -- Human Waste [EP]
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Album:Human Waste [EP]
Genre:Brutal Death, Death Metal
Label:Relapse Records
Bewertung:Keine Wertung
Releasedatum:01.05.91
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"Und nicht nur Jesus weinte…"

Was für ein Paukenschlag. Als die Death-Metal-Schwemme 1991 unübersichtlich zu werden drohte, weil täglich neue Releases auf den Markt knallten, half eigentlich nur noch das Rezept aus den guten alten Thrash-Anfangstagen, um die Creme der Brutalo-Bands herauszufiltern. Rock Hard und Metal Hammer zur Hand nehmen, die letzten Soundcheck-Plätze zu checken und alles, was dort an hartem Stoff niedergemacht wurde, blind zu kaufen.

„Human Waste“ haben die Dortmunder „Death-Metal-Experten“ gar zur Arschbombe des Monats gekürt – schon damals ein untrügliches Gütesiegel für künstlerische Originalität. Sofort nach dem Studium des Covers und der Zeilen des mal wieder völlig überforderten Redakteurs stürzte ich in den Plattenladen meines Vertrauens, riss dieses exquisite Stück an mich, schloss mein Zimmer ab und wurde keine zehn Sekunden später von „Infecting The Crypts“ umgehauen. Was machte der Drummer da nur? Und was der Sänger? Und überhaupt – durfte man das? Huch, woher kam dieser Break? Zähflüssigkeit, marschierende Klampfen, ein Ghoul als Sänger, dann wieder ein Break, plötzlich ein SLAYER-Riff, dann ein Mosh-Part – aber nein, das geht zu dem Beat gar nicht – Wahnsinn. Klar, dass der Song noch heute im Programm ist und die Band, der das große Rock Hard damals in Serie Überflüssigkeit bescheinigte, neben CANNIBAL CORPSE und MORBID ANGEL zur einflussreichsten US-Death-Metal-Band aller Zeiten werden sollte. Witzig an „Human Waste“ ist auch, dass man in einem Song wie „Synthetically Revived“ deutlich seine Thrash-Wurzeln auslebte, als sei es das Natürlichste auf der Welt. Aber die wirklichen Klassiker neben dem genannten Opener hießen natürlich „Mass Obliteration“ und „Jesus Wept“, Jahrhundertsongs ohne Verfallsdatum, die eine nie dagewesene Brutalität transportierten und dem Death Metal ein neues Gesicht verliehen.

„Human Waste“ ist die Urmutter aller brutalen US-Death-Metal-Erzeugnisse und daher unverzichtbar für alle, die sich ein wenig mit dem Genre auseinandersetzen wollen. Beachtet das Drumming von Mike Smith und ihr wisst, was ich meine. Ein Pflichtkauf für alle!

Mattaru


Trackliste:
01. Infecting The Crypts
02. Synthetically Revived
03. Mass Obliteration
04. Catatonia
05. Jesus Wept
06. Human Waste
Spielzeit: 00:23:14

Line-Up:
Frank Mullen – Vocals
Doug Cerrito – Guitar
Terrance Hobbs – Guitar
Josh Barohn – Bass
Mike Smith – Drums
Alexander Eitner [soulsatzero]
20.11.2009 | 17:43
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