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Cover von Cephalic Carnage -- Exploiting Dysfunction
Band: Cephalic Carnage bei Facebook Metalnews nach 'Cephalic Carnage' durchsuchenCephalic Carnage
Album:Exploiting Dysfunction
Genre:Death Metal, Grindcore
Label:Relapse Records
Bewertung:Keine Wertung
Releasedatum:18.04.00
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"Grindgütiger"

Schön, dass CEPHALIC CARNAGE inzwischen mit Alben wie „Anomalies“ und „Xenosapien“ wenigstens einen Teil des Erfolges einfahren können, den sie verdienen. Schade ist wiederum, dass die Jungs im Laufe der Jahre zwar nichts von ihrem Können und ihrem Humor verloren haben, aber doch längst nicht mehr so gefährlich, überdreht und wahnsinnig wie früher vorgehen. „Früher“ ist in diesem Fall ihr unglaublicher Meilenstein „Exploiting Dysfunction“, auf dem wirklich jedes kleine Detail stimmt. Ein Feuerwerk an Maulsperren-Spieltechnik, grandiosem Humor, begnadetem Songwriting, Mut zum Experiment und verkifftem Wahnsinn.

Der Opener „Hybrid“ ist noch keine 30 Sekunden alt, hat aber trotzdem schon die Brücken von Lo-Fi-Garagenproberaum-Intro zu High-Speed-Grind und psychedelischem Waber geschlagen. Uff. Leicht verdaulich waren CEPHALIC CARNAGE noch nie und werden es auch bestimmt nie sein, aber es gibt bekanntlich schwere Kost und SCHWERE Kost. „Exploiting Dysfunction“ ist in jeder Hinsicht ein Feuerwerk an Kreativität und Vielfalt. Außerdem sind CEPHALIC CARNAGE sehr gute Songwriter: Auf diesem Album gibt es kaum kurze Grindattacken, sondern wirklich vielschichtige Songs, die sich oft im Vier- bis Fünf-Minuten-Format bewegen. Der vielleicht begnadetste Song auf dem Album nennt sich „Cryptosporidium“ und ist ein unglaublich durchdachtes Manifest an gewaltig-technischer Durchschlagskraft. Vor allem Drummer John zeigt hier, dass er einer der originellsten und fähigsten Metaldrummer ist, die man so finden kann. Der Song besticht mit der typischen Massivität von US-Death-Metal-Schinken in bester IMMOLATION- oder SUFFOCATION-Manier, fühlt sich allerdings im Grind ein wenig wohler. Viel spannender und besser arrangiert kann ein extremer Metalsong jedenfalls nicht sein. Unglaublich, dass eine Band, die aus so vielen Hardcore-Kiffern besteht, so tight, schnell und fokussiert sein kann. Da erweisen sich wohl einige Klischees als nicht ganz korrekt. „Cryptosporidium“ bleibt natürlich nicht das einzige Highlight, letztlich kann man jeden Song als äußerst außergewöhnlich bezeichnen, „Hybrid“, „Rehab“, „Invertus Indica [The Marijuana Convictions]“ sogar als noch außergewöhnlicher. Mit „Eradicate Authority“ gibt es einen vom Grundtenor her sehr doomigen Song, der das vorausnimmt, was CEPAHLIC CARNAGE mit der „Halls Of Amenti“-EP und einigen Songs der letzten Alben weiterverfolgen sollten. Auch der 15-minütige Titeltrack startet sehr doomig, bevor sich der Track langsam und bedächtig in ein verzerrtes, noisiges Inferno steigert.

„Expoliting Dysfunction“ ist ein Klassiker der extremen Tonkunst und wieder einmal der Beweis dafür, was für ein gutes Händchen Relapse Records für Bands jenseits jeglicher Normen haben. Auch wenn CEPHALIC CARNAGE bisher noch nicht wieder an diese Form anknüpfen konnten, sind die Jungs auf jeden Fall eine der talentiertesten und sympathischsten Kaputtnicks auf diesem tristen Erdenrund.

nnnon


Trackliste:
01. Hybrid
02. Driven To Insanity
03. Rehab
04. Observer To The Obliteration Of Planet Earth
05. On Six
06. Gracias
07. Cryptosporidium
08. The Ballad Of Moon
09. Of Smoke
10. Warm Hand On A Cold Night [A Tale Of Onesomes]
11. Invertus Indica [The Marijuana Convictions]
12. Molestandos Plantas Muertos!
13. Eradicate Authority
14. Paralyzed By Fear
15. Exploiting Dysfunction
Spielzeit: 00:58:03

Line-Up:
Lenzig Leal – Vocals
Zac Joe – Guitar
Steve Goldberg – Guitar
Jawsh Mullen – Bass
John Merryman – Drums
Alexander Eitner [soulsatzero]
20.11.2009 | 17:53
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