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Cover von Ultimatum -- Lex Metalis
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Album:Lex Metalis
Genre:Thrash Metal
Label:Retroactive Records
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:13.10.09
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"Ein solides Cover-Album für Freunde des guten Geschmacks"

Mit "Lex Metalis” bringen die US-Thrasher von ULTIMATUM ein Cover-Album auf den Markt, mit dem sich die vier Musiker einen lange gehegten Traum erfüllen und ihren Idolen aus der Kindheit huldigen. Wenn man nicht weiß, dass es sich um ein solches Werk handelt, ist man im ersten Moment recht verwirrt, wenn man sich die Tracklist durchliest und dabei auf Schmuckstücke, wie "Denim & Leather” oder "Iron Fist” stößt.

Der erste Song des Albums ist "Ton Of Bricks”, ein Cover des METAL CHURCH-Klassikers von 1986. Zwar ist es noch dasselbe Lied und kommt einem nach wie vor bekannt vor, jedoch in einer kraftvollen, "thrashisierten” Version.
Weiter geht es auf "Lex Metalis” mit "Locked In Chains” [im Original von THE MOSHKETEERS] und "Sin After Sin” von TWISTED SISTER. Bei letzterem merkt man den etwas anderen Klang, den ULTIMATUM dem Song verleihen und der ihn dunkler, grimmiger wirken lässt. Auch hier übersetzen die Amerikaner den Klassiker in eigenen Stil, der dem Song ein neues Gewand gibt.
Dem Original sehr ähnlich klingt das METALLICA-Corver von "Creeping Death”. Sänger Scott Waters ist zwar kein James Hetfield und Robert Gutierrez kein Kirk Hammett, aber diese Version des Songs hat einen gewissen Charme, der einen vor allem im schnellen Solo einnimmt.
Der folgende Track geht etwas schwerer vor sich und hört auf den Namen "Denim & Leather”. Dahinter verbirgt sich natürlich die Metal-Hymne von SAXON, die ihrerseits damals dem "Kleidercodex” huldigten. Dabei singt Waters klarer, als auf den meisten anderen Tracks des Albums, worum sie sich offenbar sehr bemühten. Das Heavy-Metal-Feeling der frühen Achtziger kommt sehr gut herüber und ULTIMATUM kommen hier dem Klang ihrer Idole schon recht nahe.
Weiter geht es mit dem MORTIFICATION-Cover "Gut Wrench” aus dem Jahre 1995. Damit präsentiert der Vierer aus Arizona zwar nicht unbedingt einen weiteren Klassiker, jedoch einen Song, der ihnen gut steht, auch, wenn er mehr in Richtug Death Metal geht.
Eine sehr eingängige Hookline hat hingegen "Moto Psycho”. Das MEGADETH-Cover macht richtig Spaß und macht Lust auf eine Live-Umsetzung, auf die man gespannt sein darf. Dabei steht diese Version des Songs ungemein heavier da als das Original.
"Metal Health” ist eine QUIET RIOT-Neuinterpretation. Die Umsetzung des Tracks ist gut gelungen. Er klingt modern und hat trotzdem den alten Charakter nicht verloren, den QUIET RIOT ihm einst gaben. Auch her macht das Zuhören wieder Spaß - besonders, wenn man dem Aufruf "Bang Your Head” im Song Folge leitet.
"Steeler” ist natürlich ein Cover des gleichnamigen JUDAS PRIEST-Hits, der unverkennbar durch Mark und Bein geht, sich in den Ohren festsetzt und so schnell auch nicht mehr da raus will.
Die Bass-Linie verrät, was als nächstes durch die Boxen dröhnt: „"ron Fist”. Hie kommen ULTIMATUM nicht ans Original heran. Der Song hat zwar auch hier wieder "etwas” für sich, jedoch kann der gewisse Funke hier nicht wirklich überspringen. Es ist doch schon etwas anderes, ob man dem Original zuhört, oder dem Cover.
Mit "Can‘t Get Out” findet sich auf "Lex Metalis” da bereits zweite Cover eines VENGEANCE RISING-Songs der Band. Das erste, "Burn” , war auf dem Album "The Mechanics of Perilous Times” veröffentlicht worden.
Der vorletzte Track ist das IRON MAINDEN-Cover "Wrathchild”. Dieses kennen ULTIMATUM-Fans bereits von der letzten Platte "Into The Pit” von 2007. Das Lied groovt sich durch den Gehörgang und braucht den direkten Vergleich mit dem Oriinal nicht zu scheuen. Es kann sich mit diesem messen, ist aber natürlich - wie auch die anderen Song - nicht eins zu eins umgesetzt, sondern von ULTIMATUM "übersetzt” worden.
Abschließend befindet sich "Powersurge” [Original von OVERKILL] auf dem Langspieler.

Insgesamt liefert da Quartett ein gutes Cover-Album ab. Aber leider auch nicht mehr. An den Cover-Songs gibt es nicht viel zu meckern. Die technische Umsetzung ist hervorragend, die Songauswahl zeugt von Geschmack und ist wirklich eine solid gebaute Huldigung an die Vorbilder und Inspirationen der Mitglieder von ULTIMATUM. Fans der Band sollten bei der Scheibe ruhig zugreifen, andere können sich einen guten Überblick über den Sound der Band, leider aber nicht über die Songwriter-Qualitäten verschaffen. Da sollte es dann doch lieber einer der älteren Tonträger sein.

Trackliste:
01. Ton Of Bricks
02. Locked In Chains
03. Sin After Sin
04. Creping Death
05. Denim & Leather
06. Gut Wrench
07. Moto Psycho
08. Metal Health
09. Steeler
10. Iron Fist
11. Can't Get Out
12. Wrathchild
13. Powersurge
Spielzeit: 00:50:39

Line-Up:
Robert Gutierrez --Guitars
Scott Waters - Vocals
Rob Whitlock - Bass
Alan Tuma - Drums
Sebastian Kronenberg [sebyK]
21.11.2009 | 21:06
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