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Negură Bunget - Vîrstele Pămîntului
Cover von Negură Bunget -- Vîrstele Pămîntului
Band: Negură Bunget Homepage Metalnews nach 'Negură Bunget' durchsuchenNegură Bunget
Album:Vîrstele Pămîntului
Genre:Black Metal, Folk, Pagan Metal
Label:Aural Music
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:02.04.10
CD kaufen:'Negură Bunget - Vîrstele Pămîntului' bei amazon.de kaufen

"Überraschend und dennoch traditionell"

Im Verlauf der letzten Monate ist viel passiert im Lager von NEGURĂ BUNGET. Die drei Protagonisten Hupogrammos Disciple's [Gesang, Gitarre], Sol Faur [Bass] und Negru [Schlagzeug] konnten 2009 ihre Streitigkeiten nicht beilegen und so kam es, dass die Band aus Transsylvanien beinahe keine Zukunft gehabt hätte, wäre Negru nicht in die Bresche gesprungen, das Projekt aufrecht zu erhalten. Und nach all den Konjunktiven bescheren uns NEGURĂ BUNGET nun mit neuer Besetzung ein neues Studioalbum, das sicherlich zunächst beweisen muss, dass es dem Bandnamen entspricht...

Dass die Band nicht mehr rein auf den Pfaden des Black Metals wandelt und durchgängige Blastbeats eher Mangelware sind, war bereits zuvor, beispielsweise auf „Om“, keine Neuinformation mehr. Ebenso folkloristisch wie rituell geht es nun auf „Vîrstele Pămîntului“ weiter und man beweist wieder einmal ein feines Händchen für das traditionell Althergebrachte. Besonders gelungen sind hierbei der finale Mix und die Aufnahme des Albums an sich, denn soundtechnisch legen NEGURĂ BUNGET noch einmal leicht nach und bescheren uns ein ausgewogenes Klangspiel ohne besonders hervorstechende Elemente, was die Lautstärke angeht. Herausstechen tut natürlich ansonsten einiges. Allem voran: die Band scheint nun auch wieder abseits ihrer Folk-Arrangements etwas mehr Wert auf Komposition zu legen, denn z.B. „Ochiul Inimii“ ist streckenweise ein Vorbild an progressiver Aggression und steht als Aushängeschild für die kompositorische Güte bei Weitem nicht allein da. Zwar mischen sich hier und da ein paar für meinen Geschmack etwas zu kitschige Keyboards ein, aber der Gesamteindruck macht kleine Ausrutscher schnell wieder wett.
Man kann für „Vîrstele Pămîntului“ eigentlich gar keine weiteren Songs besonders herausstellen, denn an sich will das Album am Stück gehört werden.
Immer wieder erfreue ich mich an den beinahe MOONSPELLschen Passagen, wie sie die Portugiesen Anfang der 90er geprägt haben. In jenen Abschnitten können vor allem die Screamvocals im rechten Licht glänzen. Hierbei sind es vor allem die Kombinationen aus Gesang, Schlagzeug und Gitarre, die dem Ganzen noch einen Hauch SEAR BLISS mit auf den Weg geben. Soll allerdings nicht bedeuten, dass NEGURĂ BUNGET die genannten Bands in irgendeiner Weise kopieren oder inspirative Einflüsse verarbeiten, es schlägt eben rein subjektiv in diese Kerbe.
Negativpunkte: Hier und da sind es die höheren Gitarrenläufe, die mir ein wenig gegen den Strich gehen und beinahe nervig durch die Boxen kommen. Zum Glück sind diese Abschnitte auf dem Album eher selten. Was allerdings eindeutig beim nächsten Album verbessert werden sollte, sind die oft zu plötzlichen und deswegen nicht wirklich gut umgesetzten Wechsel innerhalb der Songs. Ein passender Übergang hier und eine schöne Bridge dort und die Sache sieht schon wieder ganz anders aus.

Fazit: Fans von NEGURĂ BUNGET, die Angst vor dem Resultat der Trennung haben, müssen nicht zittern, denn „Vîrstele Pămîntului“ hat die Band stilistisch nicht vom eingeschlagenen Weg abgebracht. Allerdings hält das Album einige Überraschungen bereit, die man von den Rumänen so nicht gewohnt ist. In meinen Augen ist „Vîrstele Pămîntului“ ein abwechslungsreiches, durch und durch stimmiges und hervorragend inszeniertes Stundenspiel zum immer wieder anhören. Vor allem, weil die manchmal zu Beginn eher unpassenden Kombinationen irgendwann nach dem berühmten „Klick“ auf Verständnis treffen und dann einfach nur noch Spaß machen. Ganz gleich, wer hier wem etwas Böses will, Negru tat gut daran, dieses Schaffen nicht sterben zu lassen.

Trackliste:
01. Pămînt
02. Dacia Hiperboreana
03. Umbra
04. Ochiul Inimii
05. Chei De Rouă
06. Ţara De Dincolo De Negură
07. Jar
08. Arborele lumii
09. Întoarcerea Amurgului
Spielzeit: 00:59:37

Line-Up:
Corb – Gesang, Gitarre, Tulnic
Spin - Gitarre
Gădineţ – Bass, Flöten
Inia Dinia - Keyboard
aGer - Percussion, Xylophon, Flöten, Gesang
Negru - Schlagzeug, Percussion, Fol
Patrick Franken [Border] | 26.03.2010 | 19:28

Durchschnittliche Leserwertung: 4.1 / 7 Punkten

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Kommentar von: nic | Wertung: 0.5/7 | 31.03.2010 - 01:04
ok aber rumänisch ist eine romanische sprache kommt aus dem latein 100&europäisch ,aber ich weiss jetzt was du meinst und da gib ich dir recht das ist schon schwer ,na gut wir metaler haben sowie so eine einziger sprache die music ,sorry wenn ich was überreagiert habe

Kommentar von: nic | Wertung: 0.5/7 | 29.03.2010 - 17:38
mich als rumäne nevrt mich auch vieles an die deutsche sprache ,vieleicht solte man von sein höheres pferd runter kommen und nicht denken das nur deutschland und die deutsche sprache auf der welt gibt

Kommentar von: Border | Wertung: 5.5/7 | 26.03.2010 - 16:51
Ich habe leider von der rumänischen Sprache nicht die geringste Ahnung, aber was ich weiß ist, dass mich bei jedem Album dieser Band die Songtitel massiv ankotzen, wenn ich sie eingebe :D
Das ist natürlich nichts gegen die Band, im Gegenteil, sehr sympathische Typen, aber diese Sprache neeeervt, wenn man es eingeben muss ;)

Kommentar von: JP | Wertung: 5.5/7 | 26.03.2010 - 16:23
Richtig "falsch" war's ja nicht, nur in der alten Rechtschreibung. Rumänien hat bereits vor Jahren in bestimmten Fällen aus dem â ein î gemacht, und dieser Fall greift hier. Betont wird es ungefähr gleich ähnlich.

Kommentar von: Border | Wertung: 5.5/7 | 26.03.2010 - 14:15
Besten Dank, Sebastian und JP, weiß der Geier, wieso in meinen Unterlagen nicht nur der Titel des Album falsch ist, sondern auch noch ein völlig anderes Cover-Artwork zu finden ist. Hab's angepasst, danke.

Kommentar von: Sebastian | Wertung: 5.5/7 | 26.03.2010 - 13:53
Wollte ich auch gerade sagen...

Kommentar von: JP | Wertung: 5.5/7 | 26.03.2010 - 09:32
Das Album nennt sich "Vîrstele Pămîntului".


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