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Album:L'oceano Delle Onde Che Restano Onde Per Sempre
Genre:Instrumental, Post Rock, Progressive
Label:Denovali Records
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:03.11.08
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"Post Rock mal anders"

Das rein instrumental agierende Septett NEIL ON IMPRESSION aus dem schönen Italien ist beileibe nicht leichtverdaulich und erfordert einige Anläufe. Dann jedoch entfaltet sich eine ausgeklügelte Mischung aus Rock, Post Rock, Jazz- und Shoegazer-Anleihen sowie Progressive. „L’oceano Delle Onde Che Restano Onde Per Sempre”, die aktuelle Veröffentlichung, beweist dies eindrucksvoll.

NEIL ON IMPRESSION sind vor allen Dingen eins: eine Band im eigentlichen Sinne. Nicht dass andere Bands nicht auch zusammenspielen, klar, aber bei den sieben Italienern funktioniert dies noch fließender, noch homogener und mit dem nötigen Blick für die Mitmusiker. Wer die Band schon live gesehen hat, wird dies ebenfalls festgestellt haben, wie sehr die einzelnen Musiker in ihren Parts aufgehen, aber gleichzeitig immer das restliche Geschehen im Auge behalten und direkt darauf eingehen. Kein Wunder also, dass „L’oceano…“ wie aus einem Guss klingt, die Übergänge oftmals fließend und unglaublich gut sind, während etliche verschiedene Stimmungen in den einzelnen Songs untergebracht werden und von diesen Einfallsreichtum buchstäblich atmen. Dafür sorgen auch die zahlreichen zusätzlichen Instrumente wie Piano, Trompete oder auch Violine, die die Musik von NEIL ON IMPRESSION um weitere Klangfarben bereichern. Gute Beispiele hierfür sind der Opener „Irlanda“, aber auch „Il faro e la balena“, während auch das übrige Material durchweg gelungen ist, aber stets die volle Aufmerksamkeit des Hörers erfordert. Das heißt, man muss wirklich Lust und Laune auf diese sehr vielschichtige und progressive Musik haben, die eher von den Nuancen und leisen Zwischentönen lebt und weniger Wert auf sägende Gitarrenwände legt – auch wenn verzerrte Gitarren natürlich ein Bestandteil von „L’oceano…“ sind.

Befindet man sich in dieser Stimmung, dann sind NEIL ON IMPRESSION wahnsinnig faszinierend und fesselnd, denn das Septett lebt auf „L’oceano…“ die ganze eigene Vorstellung von instrumentaler Musik, die sich nicht um Konventionen schert und die sich positiv von vielen austauschbaren Post-Rock-Bands abhebt und eigentlich gar nicht wirklich in diese Schublade passen will – und das ist gut so [auch wenn mir das Album insgesamt etwas zu lang geworden ist, um noch die richtige Wirkung erzielen zu können]! Wer über den Tellerrand blicken möchte und sich nicht vor Jazz- und Progressive-Einschüben sowie Genre-fremden Instrumenten scheut, sollte NEIL ON IMPRESSION antesten und der Band viel Zeit geben.

Trackliste:
01. Irlanda
02. Barone
03. Il faro e la balena
04. Il giardino dei riflessi
05. Glarontrlkla
06. Centimetri davanti all’orizzonte
07. I deserti si muovono
08. Nella tempesta di aquiloni
09. L’esercito di carta muove ad oriente
10. La città del possibile
11. Perde pezzi di sè
12. Parata per quattro addii
Spielzeit: 01:05:05

Line-Up:
Alessio – Guitar
Ando – Keyboard/Piano
Matteo – Bass
Paride – Trumpet/Synth
Riccardo – Drums
Riccardo – Guitar
Sara – Violin
Alexander Eitner [soulsatzero]
22.03.2010 | 22:22
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