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Album:Invocation
Genre:Thrash Metal
Label:Metal Blade Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:21.05.10
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"Nichts verlernt!"

Mächtig gerappelt hat es nach dem geilen "Incinerate"-Album [2007] im DEW-SCENTED-Karton. Ergebnis: Das Line-Up hat auf gleich drei Schlüsselpositionen gewechselt [die beiden Gitarrenposten und der Drumhocker waren vakant] und man segelt jetzt unter dem Metal Blade-Banner, nachdem Nuclear Blast die letzten paar Alben auf den Markt gewuchtet hatte. Natürlich haben sich DEW-SCENTED davon nicht unterkriegen lassen und gehen auch noch gestärkt aus dem zeitweiligen Chaos hervor. Sind eben einfach Kämpfernaturen, die Jungs.

"Invocation", das inzwischen achte Langeisen der Truppe, klingt jedenfalls verdammt frisch, birgt die eine oder andere Überraschung und tönt trotz neuem Songwriterteam immer noch unverkennbar nach DEW-SCENTED. So muss das sein und so macht das Spaß. Die beiden letzten Outputs "Issue VI" [2005] und eben "Incinerate" wilderten sehr viel in [gar blastigen] Death Metal-Regionen, auf "Invocation" bekommt der klassische Thrash wieder mehr Platz eingeräumt, was die Scheibe natürlich automatisch in die Nähe der beiden Mörderwerke "Inwards" [2002] und "Impact" [2003] rückt. Der Opener "Arise From Decay" geht jedenfalls gleich in die Vollen, bietet messerscharfe Riffs, cooles Drumming und einen fetten Refrain, der nach einigen Durchläufen kleben bleibt. Das Schöne ist, dass "Invocation" durchaus das Niveau dieses Brechers halten kann und mit dem Quasititeltrack "The Invocation", "Condemnation", "Torn To Shreds" und dem Rausschmeißer "Slaves Of Consent" weitere sehr dicke Trümpfe im Ärmel hat - ein Ausfall hat sich nicht eingeschlichen, so dass die Dreiviertelstunde des Longplayers recht schnell Suchtpotential entwickelt und nicht mehr aus dem CD-Schacht schwinden möchte. Dazu kommt, dass die Produktion von Jörg Uken [der auch schon "Incinerate" veredelte] mächtig fett ausgefallen ist und Fronter Leif Jensen [einzig verbliebendes Urmitglied] eine seiner besten Gesangsleistungen überhaupt präsentiert. Was will man mehr?

DEW-SCENTED spielen auch mit "Invocation" ganz weit oben mit und beweisen erneut, dass sie eine der besten deutschen Metal-Bands überhaupt sind und noch längst nicht zum alten Eisen gehören. Die meisten Thrash-Newcomer der letzten Jahre können sich durchaus noch einiges von diesen Profis abschauen, was Songwriting, Spielfreude und Substanz angeht.

Trackliste:
01. Downfall [Intro]
02. Arise From Decay
03. The Invocation
04. Have No Mercy On Us
05. Artifical Life
06. Condemnation
07. Totem
08. Torn To Shreds
09. Revel In Contempt
10. A Critical Mass
11. Global Hysteria
12. Slaves Of Consent
Spielzeit: 00:45:56

Line-Up:
Leif Jensen - Vocals
Martin Walczak - Guitar
Michael Borchers - Guitar
Alexander Pahl - Bass
Marc-Andree Dieken - Drums
Michael Siegl [nnnon]
14.05.2010 | 17:44
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