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09. September 2010  
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This Or The Apocalypse - Haunt Whats Left
Cover von This Or The Apocalypse -- Haunt Whats Left
Band: This Or The Apocalypse Homepage Metalnews nach 'This Or The Apocalypse' durchsuchenThis Or The Apocalypse
Album:Haunt Whats Left
Genre:Metalcore, Modern Metal, Progressive
Label:Lifeforce Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:02.07.10
CD kaufen:'This Or The Apocalypse - Haunt Whats Left' bei amazon.de kaufen

"Durchbruch, bitte! Danke."

Das dritte Album mal wieder, make it or break it. Im Falle von THIS OR THE APOCALYPSE mit "Haunt Whats Left" könnte die Antwort nicht klarer ausfallen, man möchte sie fast in den Himmel brüllen: MAKE IT! Jetzt sofort. Durchbruch, her damit. Denn mit diesem dritten Album können THIS OR THE APOCALYPSE wirklich in den Kreis der Großen aufsteigen. Die Leute müssen es nur merken.

Schon der Zweitling von 2008, "Monuments" [das Lifeforce-Debüt], war ein tolles Album, aber vergleicht man den Dreher direkt mit "Haunt Whats Left", dann scheint es als ob THIS OR THE APOCALYPSE vom Kindergarten direkt zu Doktoranden aufgestiegen wären. Der zwar sehrvolle reizvolle, aber doch jugendlich naive Wusel-Spieltechnik-Charme von "Monuments" ist einer unglaublichen Reife gewichen, die man zum Teil bestimmt auch den Produzenten Josh Wilbur [ATREYU, AVENGED SEVENFOLD] und Chris Adler [Drummer von LAMB OF GOD] zu verdanken hat, aber auch als Songwriter haben THIS OR THE APOCALYPSE große Sprünge gemacht. Dass die Jungs begnadete Musiker sind, hat der Vorgänger schon zu Genüge gezeigt. Jedenfalls haben sich THIS OR THE APOCALYPSE hier neu erfunden, ohne ihren Stil grundlegend zu ändern. Es gibt immer noch MESHUGGAH-Gedächtnisparts, das emotionale, hektische Melodieverständnis von Bands wie DROWNINGMAN und SHAI HULUD und jetzt auch leichte Tendenzen in Gefilde, in denen sonst KILLSWITCH ENGAGE Meister sind. Dazu kommt noch die Riffgewalt von, na, LAMB OF GOD. Wer da wohl den Input gegeben hat? Jedenfalls: Ja, man kann das Ganze natürlich grob in den Metalcore-Topf werfen, aber es wäre schade, wenn viele wegen dieser Worthülse die Flucht ergreifen, denn "Haunt Whats Left" hat wirklich viel und noch mehr zu bieten. Elf Hits, die allesamt dank toller Refrains [bei denen es auch durchaus sehr clean zugehen kann] schnell ins Ohr gehen, aber zu keiner Sekunde den nötigen Anspruch vermissen lassen. Das Gefrickel des Vorgängers ist in den Hintergrund geraten, bzw. wird raffinierter eingesetzt. In den Songs passiert immer noch unglaublich viel, aber man bekommt es nicht immer auf dem Silbertablett serviert, weil die Arrangements vom ganz hohen Regal sind. Gerade die Balance von faszinierenden Staccato-Parts im Wechsel mit herzerweichenden [ja, ihr Prolls!] Melodien ist sehr gut gelungen und definitiv ein Verkaufsargument. Jeder Song hat seine Momente, aber vielleicht sind diese bei Brechern wie "Subverse" [THIS OR THE APOCALPYSE in Reinform, Ohrwurm galore!], "The Incoherent" [MESHUGGAH am Strand], "Backlit" [DROWNINGMAN mit Blastbeats], "Deadringer" [KILLSWITCH ENGAGE entdecken Songschachtelung für sich] und "Revenant" [was für ein Abschlusstrack!] ein wenig zahlreicher vertreten. Dazu kommt noch der Sahnesound, den die beiden oben genannten Herren den Jungs aus Pennsylvania auf den Leib gezaubert haben.

Man kann es drehen, wie man will: "Haunt Whats Left" ist eine große Kiste und wird hoffentlich auch entsprechend in der Szene zu würdigen gewusst. Eine tolle Entwicklung einer tollen Band, der hoffentlich eine schillernde Zukunft bevorsteht. Und bitte mehr solche Alben wie "Haunt Whats Left" bitte. Danke.

Trackliste:
01. Charmer
02. Subverse
03. The Incoherent
04. Lamnidae
05. Hellish
06. Toro
07. Backlit
08. Hayseed
09. Deadringer
10. Revenant
11. Bravado [European Bonus Track]
Spielzeit: 00:45:49

Line-Up:
Rick Armellino - Vocals
Jack Esbenshade - Guitar
Rodney Phillips - Guitar
Sean Hennessey - Bass
Grant McFarland - Drums
Michael Siegl [nnnon] | 30.06.2010 | 18:55

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