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09. Februar 2010  
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Loits - Vere Kutse Kohustab
Loits -- Vere Kutse Kohustab
Band: Loits Homepage Metalnews nach 'Loits' durchsuchenLoits
Album:Vere Kutse Kohustab
Genre:Folk Metal, Neofolk, Pagan Metal, Viking Metal
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:20.09.04



Feldwebel Steiner ist zurück! Hat er es etwa endlich geschafft, den bösen Hauptmann Stransky zu erledigen? Assoziationen dieser Art schießen einem beim Durchblättern des Booklets von „Vere Kutse Kohustab“ durch den Kopf. Tatsächlich präsentiert sich die estnische Band LOITS (gegründet 1996) auf ihren Promofotos in der Originaluniform der estnischen Freischärler, die im Zweiten Weltkrieg auf deutscher Seite kämpften. Das Bandlogo ziert eine Triskele, plaziert über der „Algiz“-Rune. Wer hier jedoch gleich „Nazi Alarm!“ brüllt, liegt falsch! Nein, LOITS, die ihrer Heimat und ihrem Brauchtum huldigen, reihen sich nahtlos in die Welle glanzvoller Black/Paganbands aus Osteuropa ein. Sie schwimmen im selben Fahrwasser wie auch MANTARK und SKYFORGER (Lettland).

Die Texte dieser außergewöhnlichen Band handeln natürlich zum Großteil vom WK II, in welchem estnische Truppen zwangsweise die Wehrmacht unterstützten, da man sich vom Feind im Osten stärker bedroht sah. Der Umgang mit dieser Thematik erfolgt jedoch kritisch, und fällt mit Sicherheit nicht extremer oder patriotischer aus als das auch bei den alteingesessenen skandinavischen Bands der Fall ist. Wo auf der einen Seite dem Wikingerbrauchtum und den heidnischen skandinavischen Wurzeln gehuldigt wird, zollt man hier der Natur und estnischen Traditionen Respekt! Erfreulich ist, dass auf diesem zweiten Longplayer der Band einige Tracks der inzwischen vergriffenen „Legion Estland“ EP enthalten sind. Und zwar in neuem Soundgewand, das allerdings die Rohheit der älteren Stücke vermissen lässt. Aber nur geringfügig.

Denn zu edel produziert sind die insgesamt zwölf Stücke. Ein räudiger Blackmetalsound hätte zu diesen Kompositionen ohnehin nicht gepasst. Stilistisch ist die Mixtur schwer einzuordnen, offeriert sie doch dem Hörer eine Synthese aus östlichem Paganmetal, Blackmetal-Elementen und purem Rock’n Roll! Das ganze sehr tight abgemischt, spartanisch mit Keyboard und Synthies versehen. Dementsprechend bezeichnet der fünfköpfige Sturmtrupp (Keyboarderin Karie posiert auf den Fotos übrigens zierlich in Lazarett-Schwesterntracht) seine Musik auch als „Flak’n Roll“, der übrigens nicht nur als Soundtrack zum Film „Steiner – Das Eiserne Kreuz“ taugt. Bei Track Nummer Zwei „Aeg Ärgata“ (Zeit Des Erwachens) greift man sogar auf ein Sample der alten „Wochenschau“-Melodie zurück. Beschwörungsähnliche, gutturale Vocals mischen sich unter den rauh krächzenden Gesang des Sängers mit dem Namen Lembetu, der unvergleichlich und trocken das unbarmherzige Treiben auf dem Schlachtfeld schildert. Die Intensität rauschender Wälder trifft auf den Grimm vorstürmender Panzerdivisionen! Die Melodieläufe glänzen vor hinreißender Monotonien, in ein Gewand aus „Volcano“-artigem Rock’n Roll verpackt. Es fällt schwer, Anspieltips zu geben. Kauft euch die ganze Scheibe! Und zwar im limitierten Digibook. Heitschi heitscha, heitscha, hei velêd!


Trackliste:
01. Soomepoiss
02. Eesti Auks
03. Aeg Ärgata
04. Voitluslipp
05. Tuleristsed
06. Vanade Leegionäride Laul
07. Eluruun
08. Nimeta Haud
09. Kodu
10. Furor Aesticus
11. Oskar Ruut
12. Raiugem Ruunideks


Michael Quien [AirRaids] | 15.12.2004 | 19:04

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Kommentar von: Air | 17.01.2005 - 21:47
Liebe Kollegen bei Blooddawn! Wir haben uns eingehend mit der Band befasst, und konnten außer der (im Review angesprochenen) Symbolik und gewissen gleichermassen angesprochenen, nun ja, seltsamen Szenarien auf den Fotos, nichts fragwürdiges finden. Und falls Ledo Takas es für nötig halten, irgendwelchen NSBM-Bands ein Forum zu geben, hat das dennoch nichts mit LOITS zu tun. Wir glauben der Band ihre unpolitische Einstellung, und sehen demnach keinen Grund, sie zu boykottieren.
Und, ganz ehrlich, welches Label kann von sich behaupten, nur Bands zu führen, die zu jeder Zeit auch wirklich "pc" waren?
Man nehme nur die alten DARKTHRONE...;)

Kommentar von: trabi | 15.12.2004 - 22:39
BRAVO!!!
Besser kann man dieses geile Stück Musik nicht beschreiben!!!


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