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31. Juli 2010  
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Fafner / Nominon - Daemons Of The Past
Cover von Fafner / Nominon -- Daemons Of The Past
Band: Fafner / Nominon Homepage Metalnews nach 'Fafner / Nominon' durchsuchenFafner / Nominon
Album:Daemons Of The Past
Genre:Black/Death Metal
Label:Northern Silence Productions
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:28.08.04

"Vier kultige Black/Death Metal Demos aus den Neunzigern"

Zwei reichlich unbekannte schwedische Bands beehren uns hier. FAFNER stellt dabei sozusagen den (mittlerweile verblichenen) Black Metal-Ableger der Death Metal-Band NOMINON dar, deren Debüt „Diabolical Bloodsheet“ oder die darauf folgende Mini-CD „The True Face Of Death“ dem einen oder anderen Undergroundler vielleicht ein Begriff sind. Geboten wird folglich kein neues Material, sondern, wie der Name: „Dämonen der Vergangenheit“ schon sagt, Demo-Aufnahmen aus den Neunzigern. Über die Existenzberechtigung solcher Veröffentlichungen kann man streiten, der Beweggrund des Labels wird allerdings recht schnell klar.

Und der heißt in erster Linie FAFNER! Wenn man deren Demomaterial „Trolkust“ (Song 1-5) aus dem Jahre 93 hört, kann man nur bedauern, dass die Band in so frühem Stadium verschied. Wunderbar treibend agiert deren Black Metal genau an der Schnittgrenze von Melodik und rotzigem Minimalismus. Allzu schwarzgewaltig geht es dabei nicht zu, dafür beweist man ein gutes Gespür für abwechslungsreiche Songstrukturen und eingängige Rhythmen. Als Artverwandte könnte man frühe CARPATHIAN FOREST (erste Mini) und TRELLDOM anführen, denen man auch in punkto Soundqualität nicht allzu viel nachsteht.
Wertung: 5

NOMINONs Erstling „Daemon I“ (Song 6-10), ebenfalls von 1993, kann da nicht ganz mithalten. Mal schleppend, mal thrashig wurden die erste Black/Death Metal Lebenszeichen gurgelnd artikuliert. Typisch schwedisch und noch ziemlich blasphemisch ging man dabei zu Werke, die großen Vorbilder GRAVE, UNLEASHED und ganz frühe TIAMAT schweben beim Hören überdeutlich im Raum. Primitives Teil, auch was die Produktion angeht, aber sehr sympathisch. Besonders wenn man im Booklet liest, dass die ganze Aufnahme in einer Nacht gemacht wurde. Inklusive Songwriting.
Wertung: 4

Das nur zwei Monate später aufgenommene „Daemon II“ (Song 11-17), läst die Frage aufkommen, ob NOMINON in Person von Peter Nilsson (auch FAFNER) und Juha Sulasami in der Zeit den Proberaum mal verlassen haben. Den beschriebenen Trademarks blieb man treu, doch ein gewisser Reifeprozess ist nicht abzuschreiten. Die Tendenz öfter mal langsamer zu agieren fällt ebenso auf, wie die eine oder andere rockigere Melodie, die eingeflochten wird. Natürlich ohne dabei den schwarzen Faden im Death Metal-Gebräu zu verlieren.
Wertung: 4,5

Etwas mehr Zeit lies sich Herr Sulasami,bevor er 1996, nunmehr mit neuen Mitstreitern, das Demo „My Flesh“ (Song 18-21) einspielte. Schnörkellos, thrashig und dennoch wuchtiger präsentieren sich NOMINON auf diesem Demo, als hätte jemand alte SODOM mit BOLT THROWER gekreuzt. Leider geht dabei der Kultfaktor der vorigen Veröffentlichungen etwas verloren. Trotzdem – oder gerade deswegen - kann man dem Songmaterial Albumreife attestieren, nur der Sound bleibt zu dumpf.
Wertung: 4,5

Insgesamt bietet „Daemons Of The Past“, neben einem gelungenen Black Metal-Demo, eine kurze Rückkehr in Zeiten, wo der Death Metal noch ein schwarzes Element hatte, bevor Wollmützen und Bermudashorts in der Szene Einzug hielten. Empfehlen kann man es nur Undergroundfetischisten und Nostalgikern, doch die könnten ziemlichen Spaß an diesem Output finden. Und mit 72 Minuten Spielzeit bekommt man auch wirklich was für sein Geld geboten.

Trackliste:
01. Upon A Throne Of Thorns
02. Doomed To Wander Alone
03. Han Som Drogs I Djupet (vox)
04. Han Som Drogs I Djupet (no vox
05. Att Dricka Mörkret/Skymning
06. Intro: Voice Of The Obscure
07. My Flesh
08. Blodsblot
09. Brinn I Skarsald
10. Outro: In I Aspen
11. Intro
12. Whispers In The Polar Winds
13. Ur Skuggorna
14. Deep Bogs Of Depression
15. In This Cold Grave Of Mine
16. Frozen Mist Over Nordur
17. Outro: Dress Me In Ice
18. Cemetery Of Life
19. My Flesh
20. Genocide
21. Outro


Karsten Heim [Lone Wolf Winter] | 08.03.2005 | 23:13

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