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Datum: 28.01.2005Stadt: Amberg

Bööööööööööööööse, was sich da am 29. Januar im Amberger Klärwerk abspielte. Und noch viel böser war, dass es nur ca. 150 Leute mitbekommen haben. Die Rede ist von einem nicht ganz normalen Konzert einer Band namens KNORKATOR aus Berlin. Die knorken Burschen kennen mittlerweile sicher auch eure Eltern, wenn nicht sogar Großeltern, waren sie doch schon als Kanditaten für den Vorausscheid des „Grand Prix de Eurovision“ im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Seltsamerweise zog dies aber auch mindestens einen Psychopatenanwärter in den Saal des Amberger Jugendzentrums. Dazu aber mehr nach den beiden Vorbands RAWFLEISCH und SPECIAL GUE$T.



Erstere zockten ein weiteres Mal ihre punkigen Songs Marke DEAD KENNEDYS meets RAMONES und hatten, im Gegensatz zu sonstigen Auftritten in der oberpfälzer Gegend, nur eine Coverversion mitgebracht. Dafür hatten die Gäste einen neuen Basser zu begutachten. Der machte seine Sache auch recht gut, aber dem gewohnt lahme Amberger Publikum im Klärwerk konnte das auch nicht das Tanzbein ausreissen.




Also ging es weiter mit schnellem Umbau für RAWFLEISCH. Während sich einige Leute versuchten die simpl-chaotische Mucke der Sulzbacher (jaja...ich schäm mich ja schon für deren Herkunft) zu geben, früher oder später das Weite bzw. die Ruhe im Gang zu suchen, metzelte der Haufen Clowns auf der Bühne unbeirrt weiter. Man kann sagen, dass die Band richtig schrottig ist, man kann ihnen aber auch „Mut zum Risiko“ aussprechen, denn ehrlich gesagt, würde ich mich nicht mit so einer Kacke auf die Bühne stellen. Hier stimmte ja schon gleich garnichts. Ausser so lustigen Titeln wie „A guats G´surrts“, was soviel wie „Ein gutes Kochfleisch“ heißt und, soviel ich mitbekommen hatte, über der Band ihre Lieblingsspeise handeln soll. Naja...soweit, so schlecht.

Nachdem sich bereits mehr Leute mit dem KNORKATOR-Buch „AM ANFANG WAR DAS AM“ (hihi) als mit CDs der Band eingedeckt hatten (Manche bringen Filme heraus, die interessanter als ihre Mucke sind und manche eben Bücher...), wartete man gespannt auf die Headliner auuuuuuuuuus Bärliiiiiiiin!
Oder besser gesagt aus dem Papphaus, aus dessen anliegenden Hundhütte(!) Sänger Stumpen die endlich näher an die Bühne herangerückte Meute begrüsste. Das kindlich-gestaltete Mitbringsel (Nein, nicht Stumpen!) war aber auch schnell wieder zusammengefaltet und hinter die Bühne gepfeffert und so ging es weiter mit - MUSIK! Das tat richtig gut; insofern waren RAWFLEISCH auch die passenden „Anheizer“.
Tastenclown Alf hatte mittlerweile (ich sah die Band zuletzt auf dem WFF in Zwickau) noch mehr Pappkeybords zur Verfügung, die er klotzenderweise übereinander gestapelt hatte. Tja, Alf ist eben ein Abchecker! Gitarrist Buzz Dee hingegen ist immer noch bei einer Sonnenbrille hängengeblieben. Und seiner Gitarre. Und einem flauschiges Outfit. Aber das hatten, zumindestens am Anfang, alle knorken Musiker. So auch die beiden Angestellten am Bass sowie Schlagzeug. Letzteres war ebenfalls mit einem weißen Flauschüberzug versehen und brachte somit das übelst-tierische der Band noch besser zum Ausdruck. Der Basser wurde später von Stumpen auch gern als „NDW-Eisbär“ missbraucht.
Als Stumpen mit dem Publikum kommunizieren wollte und einen mit äusserst bescheuerten Haarschnitt (Gibt es wirklich noch Leute, die ihren Pony mit Hilfe eines Topfes kreieren?– Die Antwort findet man in der Gallery) ausgestatteten Ex-Blumenkind sein Mikro hinhielt, damit er eine Frage an die Band stellen konnte, erwiderte das Männchen “Seid ihr Rechte?“. Oje, das war die falsche Frage an den falschen Herrn, denn wenn es eine unpolitische Band gibt, dann wohl KNORKATOR und die sind schon aufgrund ihrer Performance alles andere als Rechts!
Stumpen schlug dem psychopathen-ähnlichen Wesen vor, dass er ihm seine 14€ Eintritt gern wieder zurückerstatten und des Saales für diese Frechheit verweisen würde. Bei der nächsten Pause wollte der Sänger noch „Frieden schliessen“, aber das Wirrdenkende lehnte rigoros ab. Nun gut. Wer nicht will, der hat schon. Also ließ man das Männchen weiterhin in seiner kleinen, bescheidenen Welt stehen und rockte sich weiter durch das Programm, das aus einem Mix aus Altem und Neuem bestand und keinerlei Wünsche offen ließ.
Beim Titelsong des neuen Albums „Ich hasse Musik“ holte Alf eine Schaumstofforgel aus dem Eck und warf sie immer wieder (mehr oder weniger) gekonnt ins Publikum zurück, das die Orgel auf- und abhüpfen und wieder retour gingen ließ.
Als weiteres interaktives Spielchen hatte man den alten AOK-Gedanken, Backwaren in die Menge zu pfeffern, wieder aufgegriffen. Nur hatte Alf diese Wurfgeschosse im Auto vergessen und musste, auf von Stumpen geforderter und von den Gästen unterstrichener Bitte, diese aus dem Gefährt holen, denn man wollte ja schliesslich auch etwas für den Eintritt geliefert bekommen.

Bevor es aber nach all den Scherzen und Einlagen zu den beiden Zugaben kommen konnte, musste Stumpen noch eine sehr verwirrende Story aus seinem Leben zum Besten geben. Natürlich war diese genauso so echt, wie teilweise sein Gesang. Der kam nämlich manchmal vom Band, wie man anhand seiner verhaspelten Lippenbewegungen erkennen konnte. Dies war aber nur bei tiefen, leisen Passagen der Fall und ansonsten fiel mir nichts Gefälschtes auf. Ausser die Keybords natürlich, aber die kamen ja schon immer vom Band, oder wer glaubt denn im Ernst, dass Alf bei dem Rumgespringe noch zielgenau die Tasten trifft, geschweigedenn sich jedes Mal ein neues Keybord leisten kann?
Ok, das legendäre „Böse“ vom legendären „Hasenchartbreaker“-Album, das frenetisch mitgesungen wurde, kam natürlich als Teil der Zugabe auch irgendwann, bevor Alf fast auf seiner selbstgebastelten Bongo aus einem Lüftungsteil einschlief.

Eingeschlafen ist dann aber zum Glück doch niemand und es war auch jeder mit einem zufriedenem Gesicht zu sehen. Ausser der Psychopathenanwärter. Der wurde von mir später gesichtet, wie er seine Daten der Polizei weitergeben musste, da er jemandem mit seinem VW-Camper hinten drauf gefahren war. Tja, alles Schlechte/Böse kehrt zu einem zurück und das muss nicht immer ein Song von KNORKATOR sein.


trabi

Autor: Danny Jakesch [Trabi] | 12.02.2005 | 01:15 Uhr
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