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Datum: 15.05.2010Stadt: Colmar [F]



Wie abartig schnell doch die Zeit vergeht: Da kommt es einem so vor, als hätten die französischen Grinder INHUMATE erst kürzlich ihr 15-jähriges Bestehen mit einem Konzert in Strasbourg gefeiert – im Herbst 2005 u.a. mit DERANGED, INGROWING und MUMAKIL –, da steht auch schon die ‚20’ vor der Tür. Will heißen: 20 Jahre Underground, 20 Jahre völlige Selbstbestimmung als Band und somit auch das Herausgeben der Alben in Eigenregie sowie stets fanfreundliches Agieren, zumal die vier Jungs von nebenan das Wort ‚Fan’ sowieso nicht gerne hören – und natürlich wieder eine Gelegenheit, ein Grindcore-Fest abzuhalten. Da stört es auch nicht, dass der Austragungsort flugs von Strasbourg nach Colmar verlegt wurde, zumal INHUMATE nicht zum ersten Mal im dortigen Club ‚Le Grillen’ [siehe Bericht] aufspielen. Wenig überraschend also, dass die Veranstaltung an diesem nasskalten Frühlingsabend mit etwas mehr als 300 Leuten ausverkauft und der Laden gerammelt voll ist.



.: BENIGHTED :.
Und dass hier eine riesige Party an den Start gebracht werden soll, zeigt sich schon bei BENIGHTED, die den bunten Wanderzirkus eröffnen und von der ersten Minute an nach Strich und Faden abgefeiert werden, wobei der Moshpit angeheizt wird und auch die ersten Stagediver auftauchen. Hier beweist das französische Grindcore-Publikum übrigens wieder einmal, dass es bei solchen Konzerten einfach deutlich mehr abgeht und der Party-Faktor höher ist als bei einer vergleichbaren Veranstaltung in Deutschland. Abgesehen von der ‚Geburtstagsfeier’, die mit guten Freunden und bierselig verbracht werden soll, also sicher ein weiterer Grund dafür, dass die fünf Franzosen mit ihrem modernen Death Metal mit Hardcore- und Grindcore-Anleihen um Sänger Julien mit offenen Armen empfangen werden. Ähnlich des Auftritts auf dem Neurotic Deathfest vor zwei Wochen legen BENIGHTED auch heute Abend wieder viel Wert auf ihr noch aktuelles Album „Icon“ – im Juli wird sich die Band übrigens ins Studio begeben, um den Nachfolger einzuholzen, sodass es auch heute schon ein neues Stück als Vorgeschmack gibt. „Grind Wit“, „Saw It All“, „Slut“ sowie einige Ausflüge in „Identisick“-Zeiten runden somit den Auftritt von BENIGHTED ab, der nach sehr kurzweiligen 40 Minuten leider schon sein Ende findet. Diese Band muss man einfach im Auge behalten, wenn man an technisch anspruchsvollem, aber dennoch eingängigem modernen Death Metal Gefallen findet!



.: BLOCKHEADS :.
Weiter geht’s mit BLOCKHEADS aus Nancy, die auch schon seit über 20 Jahren in der Szene unterwegs sind, also durchaus zu den älteren Semestern zählen. Neben den vier Studioalben blickt das Quintett auf die üblichen Split-Veröffentlichungen zurück, hat aber vor allen Dingen mit Xav einen völlig durchgeknallten Frontmann am Start, der die Menge fest im Griff hat, sich durch seine Parts kreischt, röhrt, grunzt und dabei wie ein Derwisch über die Bühne fegt oder auch den beherzten Sprung ins Publikum nicht scheut. BLOCKHEADS – definitiv die Band, bei der über die gesamte Länge des Auftritts am heutigen Abend am meisten Bewegung, Moshen und Diven zu verzeichnen ist. Zudem zieht Trommler Nico stets Blicke auf sich, denn wie präzise und erbarmungslos der Mann sein Drumkit verprügelt und bearbeitet, ist schon der absolute Wahnsinn, während im Hintergrund Projektionen über die Leinwand flimmern. Doch BLOCKHEADS setzen zum Glück nicht nur auf kontrolliertes Grindcore-Geschrote, sondern streuen geschickt immer wieder den einen oder anderen Todesblei-Part ein und wissen auch Sludge-Ausflüge – wie der mehrere Minuten dauernde und aufgrund des guten Sounds brachiale Einstieg in den Auftritt – sehr effektiv einzusetzen. Unterm Strich ein sehr intensives und eindrückliches Konzert von BLOCKHEADS, die ihrem Namen alle Ehre machen und die vertrackten Grindcore mit viel Spaßfaktor auf die Meute loslassen!



.: YACØPSÆ :.
Die Band, an der sich die Geister wohl am meisten scheiden: YACØPSÆ aus Hamburg, und somit auch die einzige Band des Abends, die nicht aus Frankreich stammt. Ich muss fairerweise sagen, dass ich mich mit der Band bislang nicht wirklich beschäftigt habe, sich dies nach dem Auftritt in Colmar aber auch nicht groß ändern wird. Aber: Schlecht ist das noch lange nicht, was das Grindcore-Trio hier abliefert, zumal es deftig knallt, aber irgendwie läuft mir die Mucke vergleichsweise weniger gut rein und wirkt oft zu berechenbar oder gar unspektakulär. Bezeichnend ist auch, dass während der ersten Hälfte des Auftritts wenig bis gar nichts im Publikum passiert, dann jedoch zum Ende hin die moshenden Fans etwas zunehmen. Dass YACØPSÆ einiges richtig gemacht haben, zeigen dafür der lautstarke Applaus und die Forderung nach Zugaben, die auch gespielt werden, während andere den Raum frühzeitig verlassen und nicht wenige Leute später draußen murmeln, warum die Hamburger eigentlich nicht schon früher auf die Bühne mussten, sondern erst als dritte Band. Letztlich ist das bekanntlich alles Geschmackssache; umgehauen haben mich YACØPSÆ jedenfalls nicht.



.: INHUMATE :.
Und dann ist es soweit: Mit etwas Verspätung gehen die vier Sympathicos aus dem Elsass auf die Bühne und werden frenetisch empfangen und bejubelt. Wer INHUMATE schon mal gesehen hat, und das ist vor allem im deutsch-französischen Grenzgebiet nicht allzu schwer, wobei die Band inzwischen auch sämtliche großen Extrem-Metal-Festivals beackert hat, weiß, wie der Hase läuft: Eingängiger Grindcore mit gelegentlichen Death-Metal-Einlagen und in Form von Christophe ein Shouter außer Rand und Band, der quer über die Bühne hüpft, unmenschlich tief grunzen kann, manisch um sich blickt, Leute auf die Bühne holt und mit ihnen anfängt zu moshen, ein spontaner Sprung ins Publikum oder auch das obligatorische Mikrofon-an-die-Stirn-Knallen, dass das Blut in Strömen läuft. Sprich: Wer nach großen Innovationen sucht, ist hier nach etlichen gesehenen Konzerten etwas fehl am Platz, aber dafür INHUMATE garantieren immer für gute Stimmung, ein treffsicheres Gespür für gute Songs, jede Menge Motivation und Bewegung auf der Bühne sowie natürlich die sehr lobenswerte Einstellung zu Musik und Fans. Da gibt es ein „Blasted“, den fünf Sekunden-Kracher „I Want To Kill Some…“, „It’s Back“, „Satyriasis“, einen gemeinsamen Song mit Ex-Gitarrist David am zweiten Mikro sowie natürlich das alles bezeichnende „Underground“, bei dem die Anwesenden noch einmal alles geben und sich der größte Circle Pit des Abends bildet, dass eben mal die Eingangstüren zum Eingangsbereich des Club aufgedrückt werden. Der ganz normale Wahnsinn also. Und da es sich ja um eine Geburtstagsfeier handelt, darf abschließend natürlich ein spontanes Ständchen der Zuschauer nicht fehlen, während die vier Musiker beim lautstarken ‚Bon anniversaire!’ sichtlich gerührt und glücklich auf der Bühne stehen und sich zu Recht abfeiern lassen.
Fazit: Ein guter und knapp einstündiger Auftritt von INHUMATE, der übrigens inkl. der Konzerte der drei Vorbands für eine DVD-Veröffentlichung komplett mitgefilmt wurde, aber insgesamt nicht der beste Auftritt des Quartetts ist, den ich bislang gesehen habe. Aber das juckt an diesem Abend in Colmar niemanden, denn hier und heute ging es vor allem um die Würdigung einer selbstbewussten Band, die sich 20 Jahre lang abseits jeglicher Mainstream-Einflüsse in der Szene behauptet hat, dabei guten Grind/Death abliefert und sich hoffentlich auch in Zukunft weiter behaupten wird und mit Spaß bei der Sache ist. In diesem Sinne: Merci beaucoup! Alles Gute zum Geburtstag, INHUMATE!



soulsatzero

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 16.05.2010 | 17:10 Uhr
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