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HomeReviewAmenra – Mass VI
Das Artwork von VI

Amenra – Mass VI

Amenra - Mass VI

 

 

 

 

 

Wertung:

6.5/7

Info:

VÖ: 20. Oktober 2017

Label: Neurot Recordings

Spielzeit: 00:41:55

Line-Up:

Colin H. Van Eeckhout – Vocals
Mathieu J. Vandekerckhove – Guitars
Lennart Bossu – Guitars
Levy Seynaeve – Bass
Bjorn J. Lebon – Drums

Tracklist:

01. Children Of The Eye
02. Edelkroone
03. Plus Près de Toi
04. Spijt
05. A Solitary Reign
06. Diaken

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„Sternstunde!“

Ziemlich genau fünf Jahre nach dem überaus gelungenen „Mass V“ legt das belgische Post Hardcore/Doomcore/Sludge-Kollektiv AMENRA nun den Nachfolger vor: „Mass VI“.

Und auch auf dieser Veröffentlichung – hinzu kommen neben der „Hauptband“ ja noch zahlreiche Nebenprojekte und Bands wie CHVE, SYNDROME oder auch WIEGEDOOD – zelebriert das Quintett wieder getreu dem Albumtitel eine akustische Messe, die es ganz gewaltig in sich hat. Wer die Band schon einmal live erleben konnte, weiß ganz genau, was hiermit gemeint ist, doch auch auf Konserve funktionieren AMENRA wunderbar. Da wäre z.B. die noch ausgefeiltere Laut-leise-Dynamik zwischen sehr ruhigen, nahezu zerbrechlich wirkenden Passagen und Klargesang sowie wuchtigen, einen gefühlt erdrückenden Lava-Riffs und dem wütenden, ja, schmerzerfüllten Geschrei und Gekeife von Colin Van Eeckhout [an denen sich wohl immer noch die Geister scheiden werden]. Hinzu kommt die erdige, ungemein druckvolle Produktion, für die wieder einmal Knöpfchen-Guru Billy Anderson verantwortlich zeichnet und die sämtliche Feinheiten sehr gut zur Geltung bringt. Dabei stechen auf „Mass VI“ vor allem der starke Opener „Children Of The Eye“ [auch das Video hierzu ist übrigens beeindruckend] sowie das abschließende „Diaken“ heraus, bei denen die AMENRA-Trademarks am besten vereint wurden; bei letzterem spürt/hört man dann geradezu, wie sich Sturmwolken immer mehr nähern und sich dann in einem gewaltigen Gewitter entladen. Und während die Gitarrenarbeit stets einfach angelegt ist, so ist diese dennoch – oder gerade deshalb – sehr effektiv, intensiv und bleibt direkt im Ohr hängen. Hierbei agieren AMENRA stets eigenständig, bringen ihre ganz eigene unheilvolle Atmosphäre mit und wissen auch in audiovisueller Hinsicht wieder einmal auf ganzer Linie zu überzeugen. Interessant ist übrigens auch die Tatsache, dass mit „Edelkroone“ ein kurzes Interlude in flämischer Sprache enthalten ist, während das nachfolgende „Plus Près de Toi“ auf Französisch gesungen wird – und mit „A Solitary Reign“ ist fast schon eine Art zerbrechliche, aber wunderschöne „Doomcore-Noir-Ballade“ enthalten.

Mit „Mass VI“ unterstreichen AMENRA eindrucksvoll, dass sie eine der führenden Bands im Bereich Post Hardcore/Doomcore/Sludge sind und dass sie es auch nach den starken Vorgängern problemlos schaffen können, noch einmal eine Schippe draufzulegen – sicherlich kein einfaches Unterfangen. Fans der Band können hier bedenkenlos zuschlagen, während alle Freunde der Post Hardcore/Doomcore/Sludge-Klänge, die sich noch nicht mit den Belgiern beschäftigt haben, unbedingt reinhören oder ein Konzert von AMENRA besuchen sollten, um sich von deren Qualität zu überzeugen. Fazit: Großartiges Album!

Alexander Eitner / 21.10.2017

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