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HomeReviewAmorphis – Queen Of Time
Das Artwork vom Queen Of Time

Amorphis – Queen Of Time

Das Artwork vom Queen Of Time

Wertung
6.5/7 Punkten


Info
VÖ: 18.05.2018
Label: Nuclear Blast
Spielzeit: 01:09:49


Line-Up
Tomi Joutsen – Vocals
Esa Holopainen- Guitar
Tomi Koivusaari- Guitar
Olli-Pekka Laine- Bass
Santeri Kallio – Keyboards
Jan Rechberger- Drums


Tracklist
The Bee
Message In The Amber
Daughter Of Hate
The Golden Elk
Wrong Direction
Heart Of The Giant
We Accursed
Grain Of Sand
Amongst Stars
Pyres On The Coast

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AMORPHIS sind eine Bank. Egal in welcher ihrer Schaffensphasen oder Stilexperimenten, die Finnen haben einfach das gewisse Etwas. Egal, ob man nun ihre Frühwerke wie „Tales From The Thousand Lakes“ oder die ersten Stilabweichungen wie „Tuonela“ oder „Am Universum“ nimmt, enttäuscht wurde man nie. Und auch in der letzten Zeit gibt es über AMORPHIS nur positives zu berichten. An den „neuen“ hinterm Mikro, Tomi Joutsen, der nun auch schon 13 Jahre dabei ist, hat man sich schon lange gewöhnt. Auf dem neuen Album „Queen Of Time“ zelebrieren AMORPHIS wiedereinmal finnischen Folk, gepaart mit unsagbar starkem Death Metal.

 

„Perfekte Symbiose, perfekter Sound, perfekte Band.“

Dabei strotzt das Album von Anfang an mit einer Wucht, die sich gewaschen hat. Von wegen leise Töne, AMORPHIS gehen direkt in die Vollen und hauem dem Hörer „The Bee“ in die Lauscher. Noch besser wird es allerdings mit den Nummern „Message In The Amber“ (fantastische Chöre) und „Daughter Of Hate“. Gerade beim letztgenannten zeigt Tomi, was er stimmlich so alles drauf hat. Die Nummer kann als fast schon typischer AMORPHIS-Output bezeichnet werden und das von vielen gehasst / geliebte Saxophon kommt auch zum Einsatz. Diese für Metal eher ungewöhnliche Symbiose beherrschen AMORPHIS wie kaum jemand anders. Apropos Symbiose, die Chöre auf „Queen Of Time“ sind stets gekonnt in Szene gesetzt und wirken dabei nie wie ein auferlegter Fremdkörper. Perfekter Einklang beschreibt es wohl am besten. Im weiteren Verlauf bekommt der Hörer eine Vielzahl starker Songs geboten, die allesamt sehr gut ins Live-Repertoire passen werden. Alleine beim fetten Eingangsriff von „The Golden Elk“ bekommt man weiche Knie und möchte am liebsten auf den Boden fallen und um mehr betteln. Die Herren laden mal wieder zum träumen ein, führen den in Trance versetzten Hörer in die dunklen Wälder Finnlands und führen ihn mal sanft mal grob weiter durch die Audio-Landschaft. Die Vielschichtigkeit soll an dieser Stelle explizit in den Vordergrund gestellt werden. Denn wenn man sich auf AMORPHIS einlässt, lässt man sich automatisch auf unzählige musikalische Facetten ein. Engstirnigkeit oder Schubladen sucht man vergebens – und auf „Queen Of Time“ nahezu mehr denn je. Dabei vergessen die Herren Holopainen und Koivusaari niemals ihre eigene Identität. Eine gewisse Frische lässt sich auch an den fetten Basssaiten erkennen, denn nach 17 Jahren ist AMORPHIS Ur-Bassist Olli-Pekka Laine wieder ein Teil der Band und lässt es ordentlich krachen.

 

Was soll man groß sagen? „Queen Of Time“ ist ein mehr als gutes Album. 10 superstarke Songs, von denen kein einziger die hoch gesetzte Messlatte auch nur ansatzweise verfehlt. Perfekte Symbiose, perfekter Sound, perfekte Band. Für mich bereits ein weiterer Anwärter auf das Metal-Album 2018.

Ingo Nentwig / 27.05.2018

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