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Die Deathgrind-Veteranen CATTLE DECAPITATION haben die Veröffentlichung einer Demo- und Raritäten-Sammlung mit dem Titel "Medium Rarities" angekündigt.

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Boon - Boon (Red Album)

Boon – Boon (Red Album)

Boon - Boon (Red Album)

Wertung
4/7 Punkten


Info
VÖ: 04.05.2018
Label: Stamping Ground Records
Spielzeit: 00:45:19


Line-Up
Wolfgang Pendl – Vocals, Guitar
Ken Straetman – Guitar
Georg Punz – Bass
Nick Sartorius – Drums


Tracklist
Rise and Fall
Overdrive
Shrouded in Silence
Bleeding Out For You
Geh Weida
Way Too Far
Open Eyes
Furious
Red Alert
Curious Times
Stand Your Ground

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Gewagte Vergleiche, welche BOON da in ihren Promo-Informationen so anstellen: Die einen hatten ihr weißes Album, die anderen ihr schwarzes und BOON jetzt eben ihr rotes, mag an einer gesunden Dosis Hybris liegen, wenn sich eine doch kleine österreichische Band mit den BEATLES und METALLICA in einen Topf werfen möchte. Musikalisch ist die Rote natürlich Lichtjahre von der weißen wie der schwarzen entfernt, einen zwar hausbackenen, aber ordentlichen Rocker haben BOON dennoch zusammengebracht.

 

„Hausbackene Rock-Mischkulanz“

 

Vor allem zu Beginn darf man dem Quartett kaum Vorwürfe machen, sowohl „Rise And Fall“ als auch die erste (Video)-Single „Overdrive“ ziehen grundanständig vom Leder, bei „Shrouded In Silence“ hält dann aber schon eine gewisse Biederkeit im Songgerüst von BOON Einzug, die auch das leicht sperrige „Bleeding Out For You“ nicht wegwischen kann. Der Versuch in „Geh Weida“ im Wiener Dialekt dahin zu rocken ist zwar respektabel, mehr als ein Allerwerts-Mid-bis-Up-Tempo-Stampfer ist dabei aber nicht herausgekommen. So richtig aufhorchen lässt in Folge nur mehr die emotionsgeladene Ballade „Open Eyes“, welche auch von den Gast-Vocals einer gewissen Amadea frischen Input eingehaucht bekam, sowie das herrlich schnelle und brettharte „Furious“, wo BOON eigentlich das einzige Mal auf der „Roten“ so richtig die Sau rauslassen. „Way Too Far“ ist Fadesse pur, „Red Alert“ glänzt lediglich im dreckigen Refrain, welchen „Curious Times“ dagegen völlig verkackt und auch das abschließende „Stand Your Ground“ ist zu verdreht und (außer im halbwegs fetzigen Refrain) wenig eingängig um mit einer annehmbaren Halbwertszeit gefallen zu können.

 

Irgendwie wird man das Gefühl nicht los BOON würden sich selbst im Weg stehen. Wirklich superbe Ansätze (Details gibt es oben nachzulesen) werden entweder komplett verkopft, mit eher schnöden Refrains garniert oder leiden unter einem auffällig nüchternen bis eindruckslosen Songwriting. Heutzutage dürfte ein gestandenes Rock-Album nicht in einem derart spürbar einfältigen Gesamtergebnis münden.

Reini Reither/ 04.05.2018

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