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Band: [Sic]monic Homepage [Sic]monic bei Facebook Metalnews nach '[Sic]monic' durchsuchen[Sic]monic
Album:Somnambulist
Genre:Experimental, Melodic Metal, Progressive
Label:Aural Music
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:26.02.10
CD kaufen:'[Sic]monic - Somnambulist' bei amazon.de kaufen
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"Progressive für Reingefallene"

In der modernen Metalwelt kann man, trotz immer wiederkehrender Beteuerungen dass alles schon gesagt wurde, so manche Überraschung erleben. Leider kann diese Offenbarung positiv wie auch negativ sein wie z.B. ein vermeintlicher Fortschritt, der gar keiner ist. Auf der MySpace-Site von [SIC]MONIC findet man haufenweise Beteuerungen darüber dass diese Band WIRKLICH bahnbrechend und neu ist und ganz bestimmt Dinge macht, die noch nie von irgendjemandem je gemacht wurden, der irgendwann mal eine Gitarre angefasst hat. Solche Abgrenzungsmittel gehören mittlerweile ja schon zur Standardrhetorik einer Promo, mit der man sich gerne von einer Unmenge zeitgleich erscheinender Bands abgrenzen möchte, denn die Konkurrenz schläft ja nicht. Die Frage ist nur, ob die Musik bei so einer exzentrischen Selbstpositionierung auch mitziehen möchte.

Das Album beginnt mit der einleitenden Walze „To The Fiendz“, die ein ansehnliches Repertoire für wildes Rumgepoge und Sanitätseinsatz im Mosh Pit bietet. Schöne Blasts wechseln sich ab mit groovigen Mid-Tempo-Parts und ebenso abwechslungsreich zeigt sich der Gesang, bei dem mir komischerweise Assoziationen mit MUDVAYNE und STAIND in den Sinn kommen. Soweit so gut, aber wo ist die versprochene Innovation? Hört man die ersten paar Lieder durch findet man leider nichts, was man nicht in irgendeiner Form schon irgendwo anders gehört hätte. Der Spagat zwischen Shouts, Growls, klarem Gesang und stellenweise Rapeinlagen wird souverän gemeistert, aber die wirklich eigene Note bleibt auf der Strecke. Man hört bei der Band, dass jeder sein Handwerk versteht, doch das Runterbeten von stilübergreifenden Standards wirkt etwas zu ausgelutscht. Das Potential ist vorhanden, daran kann kein Zweifel bestehen, aber auch ebenso wenig an der Tatsache, dass die ganze Musik über eine brave Metalcollage nicht hinausgeht und uns mal wieder Altbewährtes als musikalische Revolution verkaufen möchte. Leider zeigt das Quintett aus Phoenix ein schon dramatisch anmutendes Talent darin, schöne Einfälle in die denkbar schlechtesten Passagen einzuschieben. Man hat den Eindruck, dass überall wo die Ideen nicht mehr reichen Gesang rein gepackt wird, wodurch so mancher Song einfach überladen wird und die Vocals jegliche eigene Note verlieren. Sänger Taylor Hession hat definitiv seinen Ton gefunden, jedoch wirkt jedes Abweichen vom selbigen wie ein Geständnis unter Erpressung. Dramatischer Tiefpunkt ist die Ballade „Requiem“, die stellenweise an übelsten Popausguss im Sinne von CHRISTINA AGUILERA erinnert. Hat da jemand beim Popstars-Casting etwa die falsche Tür erwischt? Beim nächsten Tränencanyon „Paradiseum“ möchte man es fast glauben. Ein Lied, so hinreißend, dass man gerne dem Albumtitel alle Ehre machen und aus dem Raum schlafwandeln möchte. Zudem erinnert die Hookline erschreckenderweise an eine äußerst misslungene Waschmittelwerbung, die den hypnotischen Gesang für skrupellose unterschwellige Kaufaufforderungen nutzen möchte. Der Song „Acidic Epiphanies“ führt alles vor, was es an der Band zu loben und auch zu tadeln gibt. Am Anfang des Stückes gibt es ordentlich was auf die Zwölf, was jedoch ein jähes Ende mit dem Einsatz des Gesangs durch ein melodisches „Aaaaah...“ nimmt. Der jazzige Zwischenteil erstaunt einen ein wenig, aber nach so viel Innovation braucht es erstmal wieder massenweise Standardparts ohne Wiedererkennungswert, um erstmal wieder runter zu kommen. Als Bonus gibt es sogar eine Coverversion von dem CHARLIE DANIELS BAND-Klassikger „The Devil Went Down To Georgia“, der manchen vielleicht besser als Cover von PRIMUS bekannt. Leider beweist die Version mal wieder, dass manche Cover besser sind als andere.

Zum Schluss kann man sagen, dass [SIC]MONICs „Somnambulist“ beim besten Willen keine Neuerfindung des Rades darstellt, aber wohl gut jemanden bedienen könnte, der beim Hören progressiver Musik nicht zu viel riskieren möchte. Somit ist das Album ein gutes Einstiegsset für Metal modernerer Prägung, aber mehr auch nicht.

Trackliste:
01. To the Fiendz
02. Till the Morning Light
03. Somnambulist
04. Illumination
05. Of Blood and Grace
06. Requiem
07. Oxygen
08. No Conscience
09. Just How Far Down Do You Want to Go_
10. Paradiseum
11. Acidic Epiphanies
12. Fist to Throat (BONUS)
13. Seven Inches Deep (BONUS)
14. Hypnotic (BONUS)
15. The Devil Went Down to Georgia (BONUS)
Spielzeit: 01:14:39

Line-Up:
Taylor Hession – Vocals
Robert Warren – Guitar
Ray Goodwin – Guitar/Violin
Jason Williams – Bass
Douglas Berry – Drums
Oleg Pronitschew [John Gorerilla]
19.02.2010 | 20:52
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