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Cover von Ásmegin -- Arv
Band: Ásmegin Homepage  Metalnews nach 'Ásmegin' durchsuchenÁsmegin
Album:Arv
Genre:Folk Metal, Progressive
Label:Napalm Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:28.11.08
CD kaufen:'Ásmegin - Arv' bei amazon.de kaufen
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"Kauzig, norwegisch, gut.Sehr gut sogar!"

ÁSMEGIN, ÁSMEGIN... ja, doch, da war definitiv mal etwas. Als die norwegischen Folk Metaller 2003 ihr Debüt „Hin Vordende Sod & Sø“ veröffentlichten, konnten sie durchaus Eindruck schinden. Doch statt hinfort wie andere ihrer Stilrichtung erbarmungslos zu touren, verschwanden sie erst einmal wieder von der Bildfläche.

Nunmehr melden sie sich unverhofft zurück, um mit „Arv“ klar zu machen, dass man mit ihnen nach wie vor rechnen muss. Dabei wird der Fan ihrer früheren Klänge möglicherweise die eine oder andere Kröte zu schlucken haben, denn wo das Vorgängerwerk auf gekonnte Weise vor allem Black Metal mit nordischer Folklore verknüpfte und trotz hohen Niveaus vor allem Eingängigkeit das Klangbild regierte, hat sich einiges geändert. So haben sich ÁSMEGIN von schwarzmetallischen Saitenrasereien nahezu vollständig verabschiedet. Stattdessen zelebrieren sie eher wuchtigen Groove, sehr gerne auch im unteren Midtempo, den sie jedoch immer wieder durchbrechen, um Akkordeon, Geige oder auch Mellotron Platz zu machen. Und während das Eröffnungsstück mit seinem zugegebenermaßen ausgelutschten, aber in diesem Falle wenigstens einmal wieder überzeugenden Kontrast von fiesem Grunzetyp und lieblich trällernder Maid noch relativ geradlinig daherkommt und an eine Doomversion ganz früher FINNTROLL erinnert, gestaltet sich „Arv“ im weiteren Verlauf immer verschrobener. Worin genau eigentlich diese Verschrobenheit besteht, ist schwer festzumachen. Denn nahezu alle Elemente ÁSMEGINs finden sich auf anderen Folk Metal Alben ebenfalls. Vermutlich ist es die Art und Weise, wie sich die Norweger weigern, gängige Muster zu kopieren, wenn sie zum Beispiel in „Hiertebrand“ schwermütige Geigenklänge über ein paar zähe, düstere Riffs legen und sich konsequent weigern, einen gefälligen Pogo-Polka-Part einzubauen. Oder man nehme „Generalen Og Troldharen“, welches sie zwar mit einem schunkelfreundlichen Akkordeon beginnen lassen, sich jedoch wiederum weigern, die Handbremse zu lösen und in rhythmischer Hinsicht alles tun, um etwaige Tänzer zum Stolpern zu bringen.

Alle Beispiele dafür aufzuzählen, würde den Rahmen dieser Kritik sprengen und euch außerdem Zeit rauben. Zeit, die ihr brauchen könnt, um euch mit dieser düsteren, schrägen und ausgesprochen interessanten Mischung aus nordischer Folklore, Death Growls, Chören, todesmetallenen Riffs, gelegentlichen Doom-Anfällen und SOLEFALDscher Introvertiertheit zu vertraut zu machen. Tut es trotzdem, erst recht, wenn ihr jede Band auf jeder Heidenkirmes für eine musikalische Offenbarung haltet. Ihr sollt es nicht bereuen.

Trackliste:
01. Fandens Mælkebøtte
02. Hiertebrand
03. Generalen Og Troldharen
04. Arv
05. Yndifall
06. Gengangeren
07. Prunkende, Stolt I Jokumsol
08. En Myrmylne
Spielzeit: 00:42:15

Line-Up:
Erik Fossan Rasmussen - Gesang, Schlagzeug
Raymond Håkenrud - Gitarre, Bass, Gesang, Piano
Marius Olaussen - Gitarre, Bass, Mandoline, Akkordeon, Piano, Mellotron
Lars Fredrik Frøislie - Hammondorgel, Piano, Mellotron, Minimoog

Gäste:
Anne Marie Hveding - Gesang
Gunhild Hovden - Gesang
Karolin Broosch - Violine
Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper] | 21.11.2008 | 19:47

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