.: SUCHE
News zu Árstíðir Lífsins
Interviews mit Árstíðir Lífsins
Reviews von Árstíðir Lífsins
Arstidir Lifsins
Jötunheima Dolgferd
Black Metal, Folk
3.5 von 7 Punkten
"Wenn die Theorie nie an die Praxis reicht"
Mehr aus den Genres
Aiumeen Basoa
Iraganeko Bide Malkartsutik
Akustik, Black Metal, Folk, Pagan Metal
6 von 7 Punkten
"Wildhonig aus dem Baskenland"
Cruachan
Blood On The Black Robe
Black Metal, Folk Metal, Pagan Metal
4.5 von 7 Punkten
"Pioniersschwierigkeiten!"
Forgotten Darkness
Nacht Aus Blut
Black Metal
5.5 von 7 Punkten
"Eine weitere Hoffnung des deutschen Blackmetal! FORGOTTEN DARKNESS stehen ihren mittlerwei... [mehr]"
Daniel Lioneye
Vol. II
Black Metal, Electro, Psychedelic
5.5 von 7 Punkten
"HIM Side-Project No. 2. Erneut verblüffend!"
![]() |
| |||||||||||||||||
"Jahreszeiten des Lebens" | ||||||||||||||||||
| Im Oktober 2010 flatterte das Debutalbum dieser exotischen Truppe bei mir ein und ich resümierte seinerzeit eine gewisses Potential und diagnostizierte Ausbaufähigkeit. Dieses isländisch-deutsch-schwedische multikulturelles Ensemble legt nun das zweite Werk „Vápna lækjar eldr“ nach und kann, soviel sei verraten, eine gehörige Schippe drauflegen. Stefan, Mitglied der deutschen Combo KERBENOK, ist es mit seinen Mitmusikern durchaus gelungen, den Stil von ÁRSTÍÐIR LÍFSINS zu festigen, ja sogar den Wiedererkennungswert deutlich zu steigern. Die Jahreszeiten des Lebens, so die Übersetzung des Bandnamens, legten mit „Jötunheima Dolgferd“ ein Album vor, das noch arg an die finnischen MOONSORROW erinnerte. Doch Anno 2012 ist einiges anders. Die folkloristischen Elemente wurden etwas in den Hintergrund gestellt und auch die auf dem Debut für meinen Geschmack noch manchmal etwas überpräsenten Chöre sind nun besser in die Songs integriert. Bis auf zwei kürzere Instrumentaltitel, nämlich das Intro “Friggjar faðmbyggvir er mér falinn“ und „Mjök erum tregt tungu“ tummeln sich die Nummern wie gewohnt allesamt an der zehn Minuten Grenze. „Blóð-Þorsteinn eystri“, mit fast einer Viertelstunde der längste Track, überzeugt weniger durch experimentelle Geschichten, sondern zeigt das vielfältige Gesicht der Black Metal Einflüsse mit der einhergehenden atmosphärischen Dichte in diesem Genre. Wie auch anhand der Songtitel unschwer zu erkennen ist, ist der Gesang komplett in isländischer Sprache verfasst. Was dafür spricht, das hier weit jenseits von kommerziellem Kalkül gearbeitet wird. Dieses Grundgerüst aus isländischer Folklore [ Thematisch wird eine Geschichte aus dem Mittelalter erzählt ], nordisch kühlem Black Metal und episch angehauchtem Viking Metal ist über weite Strecken spannend konstruiert, auch wenn sich die eine oder andere Gewöhnlichkeit schon mal einschleicht. Der Bogen wird allerdings selten überspannt und das Album in seiner monumentalen Länge von über 77 Minuten ist aber als durchweg ausgewogen zu betrachten. Allerdings nichts für Leute, die nach Mainstream lechzen und Mitsingrefrains zum täglichen Überleben brauchen. Wer also mit eben oben genannten musikalischen Eigenschaften konform geht und Viking Metal auch jenseits von Humppa Polka zu seinen persönlichen Vorlieben zählt, der dürfte an ÁRSTÍÐIR LÍFSINS eigentlich früher oder später nicht vorbei kommen. „Vápna lækjar eldr“ ist die Steigerung geworden, die ich mir nach „Jötunheima Dolgferd“ gewünscht habe. Am Ende ihrer musikalischen Entwicklung, auch das zeigt sich hier, ist die Band aber unter Umständen noch lange nicht. | ||||||||||||||||||
| ||||||||||||||||||
| ||||||||||||||||||
Kommentare

















