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Band: Ævangelist Homepage  Metalnews nach 'Ævangelist' durchsuchenÆvangelist
Album:Writhes In The Murk
Genre:Ambient, Avantgarde, Death Metal
Label:Debemur Morti
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:12.09.14
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"Wer windet sich da in Nacht und Wind?"

Auf dem dritten Album von ÆVANGELIST wird einmal mehr auf rituelle Art und Weise eine Dunkelheit heraufbeschworen, die ihresgleichen sucht. Wer schon "Omen Ex Simulacra" genossen hat, dürfte von "Writhes In The Murk" nicht minder begeistert werden, denn Matron Thorn bricht hier mit seinem Bandkollegen Ascaris erneut die Grenzen zwischen Dark Ambient und Death Metal auf und formt aus dem dunklen Klumpen Material ein weiteres Produkt unbequemer Kunst.

Da sich ÆVANGELIST nur bedingt kategorisieren lassen, sollte vorab davor gewarnt werden, das amerikanische Duo in Schublade X oder Schublade Y zu stecken. Genau wie Death Metal-Fans die losen Kompositionen ein Dorn im Auge sein könnten, dürften Freunde des Ambients nur bedingt mit den grobschlächtigen Riffs klarkommen. Wen das nicht abschreckt, sollte sich "Writhes In The Murk" als eine gelungene Symbiose beider Welten vorstellen.
Schon auf "Hosanna" wird gezeigt, wie chaotische Riffs im weiteren Verlauf mühelos in walziges Gechugge verwandelt werden können. Matron Thorn präsentiert sich dabei versierter denn je, was definitiv auf seine langjährige Erfahrung bei BENIGHTED IN SODOM zurückzuführen ist. Letztere können zwar keine lupenreine Diskografie vorweisen, doch als Spielwiese für den Kopf ÆVANGELISTs dürfte diese Phase essenziell für den heutigen Sound gewesen sein.
Nicht nur er leistet großartige Arbeit, auch Ascaris' abwechslungsreiche Vocal-Darbietung, die von Geflüster bishin zu tiefstem Growling reicht und den dissonanten Instrumentals genug entgegenbringen kann, ist ein Highlight des Albums.
Eine Devise von "Writhes In The Murk" ist mal wieder die größtmögliche Misshandlung des Harmonie-Begriffs. Mit Komponenten wie einem gnadenlosen Drumcomputer, eingestreuten Sprachsamples, Heulkonzerten und sonstigen Synth-Auswürfen, die sich stellenweise gut für Noise-Projekte machen würden, versucht man sich so unmenschlich und damit auch unnahbar wie möglich zu machen. Zu erwähnen wäre vielleicht noch der interessante Einsatz des Saxophons auf "Ælixir", wobei der Frontmann es schafft selbst ein solches Instrument perfekt in die vorhandene Collage einzubringen.
Ansonsten muss man sagen, dass die generelle Formel für ÆVANGELIST einfach funktioniert und das wird geschickt ausgenutzt. Eine komplette Stunde wird ein Feuerwerk aus Wahnsinn und Dunkelheit dargeboten, die zwar aus acht voneinander unabhängigen Kompositionen besteht, aber dank ihres Grundtenors unbestritten als zusammenhängende Einheit gesehen werden kann.
Zudem ist man nicht ständig auf schwere Gitarrenwände angewiesen, was zum einen der Track "Disquiet" wunderbar zur Schau stellt, der zu einem der atmosphärischsten Stücke der Bandgeschichte zählen dürfte. Auch auf dem Titeltrack und gleichzeitigen Rausschmeißer, der tatsächlich auch als eben jener funktioniert, wird das erste Drittel untypischerweise mit einer Akustikgitarre bestritten. Dass die Wahl des Albumtitels ausgerechnet auf diesen Song gefallen ist, spricht für sich: So versucht sogar eine derart konsistente Band wie ÆVANGELIST ständig neue Wege zu beschreiten und kündigt damit an, diese auch in Zukunft zu suchen.

Mit ihrem eigenwilligen Mix aus Geschwurbel, Geboller und Gekreische kann die Band zwar nicht erwarten, viele neue Anhänger zu finden, jene werden das Album dafür umso eher schätzen können.

Trackliste:
01. Hosanna
02. The Only Grave
03. Præternigma
04. Disquiet
05. Ælixir
06. Harken To The Flesh
07. Halo Of Lamented Glory
08. Writhes In The Murk
Spielzeit: 00:59:16

Line-Up:
Matron Thorn - Guitars, Bass, Drums, Noise
Ascaris - Vocals, Saxophone, Cello
Daud Bosharat [Hati]
16.09.2014 | 05:41
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