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Cover von  Cor --  Schnack Platt Orrer Stirb
Band:  Cor Homepage  Cor bei Facebook Metalnews nach 'Cor' durchsuchen Cor
Album: Schnack Platt Orrer Stirb
Genre:Hardcore, Punkrock
Label:Rügencore Records
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:02.03.12
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" Könnt ihr Platt?"

Dat ick dat noch erleben dröff. Zehn Jahre gibt es COR bereits und ebenso viele Tonträger haben sie seither veröffentlicht. Die illustre Bande stammt von der größten deutschen Insel, nämlich Rügen. Und sie haben zum Jubiläum ein ganz besonderes Päckchen geschnürt. „Schnack Platt Orrer Stirb“ ist live im Studio eingezimmert worden und liefert 14 Songs in 40 Minuten. Soweit die nüchternen Fakten. Das Besondere an dieser Trashrock Platte ist eben, das sie in plattdeutsch eingesungen wurde. Richtig gehört. Ein Sprache, die eben gerade mal ein Prozent der Bevölkerung versteht. Nun, einer eben jener schmächtigen Zielgruppe hat hier nun dieses besondere Best-of Album vorliegen, der doch so manchen Musikliebhaber zu angeregten Diskussionen nötigen könnte.

COR stilistisch fest zu nageln, hieße sie irgendwo in die Punk oder Hardcore Ecke zu schieben, sie selbst nennen es Trashrock, ohne h hinterm T. Bei wie gesagt vielen Songtiteln in möglichst geringer Zeit und angesichts des Titels „Scnack Platt Orrer Stirb“ liegt dann auch der Verdacht nahe, die legendären S.O.D. könnten als dezenter Anhaltspunkt nicht fern sein. So nagelt man zu Beginn dann auch eine Coverversion eben jenes Songs ein, bevor man sich dann an die eigenen Klassikern heranwagt und sie in bester plattdeutscher Manier zum Besten gibt. Die Jungs verstehen es allerdings, ihre eigene Ironie gut zu plazieren. So ein wenig die BAP des Punk klingen sie manchmal, obwohl sie ja eigentlich kein Punk machen. Selbiger allerdings geht mächtig ab. „Daud wat“ [ Tut was ] oder „Antipop“ taugen für die nächste Party und lassen weder Auge noch Ohr trocken. Und wer einfach mal keinen Bock drauf hat, über Sinn und Ernsthaftigkeit des täglichen Lebens zu sinnieren, für den gilt „Wenn Wi Danzen Sün Wi Frie“. Nein, besonders extravagante Kunst war es nie und wird es nie sein, was die Typen von der Ostsee abliefern, aber es ist ihnen auch wohl egal. Den Fans sowieso. Und das ist gut so, denn hier spürt man die ungezähmte Lust am musizieren. Daß vielleicht mancher mit den Texten an sich und mit der Sprache im Besonderen nicht viel anfangen kann, ist in zweiter Linie natürlich bedauernswert. Aber genau da liegt ja auch schon wieder der Reiz.

Relativ gelungen ist meiner Meinung nach allerdings das Cover. Zum X-maligem Klappen gedacht, bis man die CD entdeckt. Dazu ein schönes, passendes Artwork. Alles in allem haben sich hier ein paar Leute sehr witzige Gedanken gemacht und auch umgesetzt. Öfter mal was neues. Keiner der Songs kann jetzt mit Superstar Pathos dienen, aber eines gilt: Hier is Danz op de Deel. Un dat is jümmers, wat wi wüllt, leebe Lüüd.

Trackliste:
01.Snack Platt Orrer Stirb
02. Daud Wat
03. Körperinsatz
04. Hartveih
05. Nix sein
06. Definition
07. Wenn Wi Danzen Sün Wi Frie
08. Klang Vonne Straate
09. Sägeln
10. Lot Se Nich Rinn
11. Antipop
12. Friestäl, Kampfstäl, Läbensstäl
13. Ohstsee Fört Läben
14. Geloaten
Spielzeit: 00:40:05

Line-Up:
Friedemann - Vocals
Pilse - Guitar
Matze - Bass
Hanse - Drums
Frank Wilkens [Fränky]
11.03.2012 | 16:12
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