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Album:A Beat From A Dead Heart
Genre:Noisecore
Label:Deathwish Inc.
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:27.07.07
CD kaufen:'108 - A Beat From A Dead Heart' bei amazon.de kaufen
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"Lärm gegen Ignoranz"

Es muss Zeiten geben, in denen Ohren sich öffnen. Für neue Strömungen oder alte Störungen. Diese Zeiten sind jetzt gekommen. Denn jeder, der Noisecore in den 90ern für eine Ansammlung von Nebengeräuschen gehalten hatte, die von minderbemittelten, drogenabhängigen, aber auch höchst ruhmsüchtigen Musikern auf CD gebannt wurden, muss zugeben, dass er falsch lag. In Wirklichkeit fehlt uns im heutigen Kulturkreis „Metal und Artverwandtes“ der [organisierte und wohl platzierte] Krach. In sämtlichen Subgenres tummeln sich durchdesignte Truppen, die den schnellen Erfolg wollen und ihre Zuhörerschaft nicht mehr ansatzweise wirklich berühren.

Natürlich gibt es auch heutzutage Gegenbewegungen wie zum Beispiel den hochgehypten „Drone Doom“ [ihr wisst schon: Ein Typ stöpselt die Gitarre ein, spielt 40 Minuten lang einen Ton, nimmt das Ganze auf und nennt es danach „Album“]. Aber natürlich kann man das nicht mit wirklich intelligentem, Nerven zerfetzendem Krach vergleichen, der trotzdem noch genug Abwechslung und kompositorische Brillanz aufblitzen lässt, dass man nach dem Hörgenuss zwar verstört, aber dennoch glücklich zurückbleibt.

Und da sind sie nun: 108! Nach einer Dekade tauchen die Kerls aus Amiland wieder aus der Versenkung auf und liefern ein Album ab, das von Poesie, Musikalität – und natürlich Geräusch nur so strotzt. Neben beklemmendem Zeug wie „Declarations On A Grave“, psychotischem Geplänkel á la „The Sad Truth“ gibt es auch einen typischen Ohrwurm namens „Guilt“ oder den heftigen Hardcorehauer „My Redemption Song“, bei dem man mal eben die Gitarren in den Hintergrund und den Bass nach vorne gemischt hat, was die Chose so richtig schön krank klingen lässt. Alles wird garniert mit wundervoll ausgearbeiteten Lyrics über die Schlechtheit der Welt, die weniger mit der Prosa eines Barney Greenway, aber dafür mehr mit der zynischen Poesie eines Alan Dugan zu tun haben.

Fazit: Starkes Stück – sehr kopflastig, verstörend, aufwühlend und langzeitwirkend.

Trackliste:
01. Declarations On A Grave
02. Guilt
03. Angel Strike Man
04. Three Hundred Liars
05. Resurrect To Destroy
06. Martyr Complex
07. The Sad Truth
08. My Redemption Song
09. Bibles + Guns = The American Dream?
10. (Il)logical End
11. We Walk Throuh Walls
12. Our Kind
13. Repeat


Marcus Italiani [Mattaru]
21.07.2007 | 13:09
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