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Band: 1349 Homepage 1349 bei Facebook Metalnews nach '1349' durchsuchen1349
Album:Demonoir
Genre:Black Metal
Label:Indie Recordings
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:23.04.10
CD kaufen:'1349 - Demonoir' bei amazon.de kaufen
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"Episches Hörbuch zur Reise in den Mittelpunkt der Hölle."

Die Pest ist zurückgekehrt, doch erscheint sie in diesen Tagen todbringender denn je. Wenn sie im Jahre 1349 nur zwei Drittel der norwegischen Bevölkerung mit sich nahm, so wird sie nun wohl jegliches Leben auf diesem unheilvollen Planeten dahinraffen. Nach dem letztjährigen „The Revelations Of The Black Flame“ kommt nun das fünfte Full-Length der düsteren Norweger, das auf den schlichten Namen „Demonoir“ hört. Ein Kleinod, welches erneut beweist, dass 1349 Black Metal sind; eine dunkle Macht, eine unbändige Kraft, eben der schwarze Tod.

Nachdem der Vorgänger stark umstritten war und sowohl Unmut als auch pure Hysterie erzeugte, wurde „Demonoir“ nun noch weiter verfeinert und an die Grenzen der Musikalität geführt. Dieses Werk liegt irgendwo zwischen SKITLIV, GORGOROTH und peripheren SATYRICON-Anleihen, welche jedoch hauptsächlich das Gesangliche betreffen. Wohl auch die norwegischen SLAGMAUR können als Vergleich gelten, was die mystische, morbide Stimmung betrifft, welche so elementar diese Arbeit prägt. „Demonoir“ ist ein konsequent forderndes Werk, schon in dem Sinne, dass man sich restlos auf diesen Ideenverlauf einlassen muss, ihn fühlen muss und seinen Weg gedanklich nachgehen muss. Hier begeht man eine weite Reise; eine Exkursion in die Tiefe:

„Demonoir“ funktioniert als ein Ganzes, eine fortlaufende Bewegung, welche eine Wanderung beschriebt, ähnlich der in Dantes göttlicher Komödie. Der Hörer reist durch die verschiedenen Zirkel der Hölle, stets durch die jeweiligen Pforten eingeleitet, welche hier in Form von Intermezzos angelegt sind, die in atemberaubender Weise jene wechselnden Szenarien beschreiben, welche sich vor dem geistigen Auge erheben und die Atmosphäre der sich stetig zuspitzenden Umgebung einfangen. Dementsprechend steigert sich die Musik sukzessive und gipfelt folglich im Zentrum des schwarzen Todes, im Kern der Hölle, dem „Demonoir“. Diese Intermezzos, hier „Tunnel Of Set“ genannt, bilden eine Art von Gedächtnisabschnitten; Traumsequenzen des Unterbewusstseins, welche einen forttragen und immer tiefer treiben, bis die Hitze unerträglich und ein Fortbestehen nicht mehr möglich ist.

Denn zurück geht es letztlich nicht mehr, nachdem 1349 zu dieser infernalen Expedition baten. Wer diesen Gang in Betracht zieht, muss sich wohl selbst seinen Weg zurück an die Oberfläche bahnen, oder in düsterer Einsamkeit verweilen. „Demonoir“ ist ein grandioses Hörbuch geworden, ein mentaler Film, welchem mit visuellen Aspekten nicht beizukommen ist. Intensiver als jeder Horrorfilm und realer als jeder Traum.

Verstörender, perfekt arrangierter, rauer und durchweg diabolischer Black Metal, welcher seine tiefen Spuren in der metallischen Welt hinterlassen wird. Die Krallen des Biests sind tief und giftig, wer sich hieran infiziert, wird kein Morgen mehr sehen.

Trackliste:
1. Tunnel Of Set XI
2. Atomic Chapel
3. Tunnel Of Set XII
4. When I Was Flesh
5. Tunnel Of Set XIII
6. Psalm 777
7. Tunnel Of Set XIV
8. Pandemonium War Bells
9. Tunnel Of Set XV
10. The Devil Of The Desert
11. Tunnel Of Set XVI
12. Demonoir
13. Tunnel Of Set XVII
Spielzeit: 00:49:00

Line-Up:
Ravn - Vocals
Archaon - Guitars
Seidemann - Bass
Frost - Drums
Tobias Naumann [Necrologue]
09.04.2010 | 11:52
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