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Band: 1349 Homepage 1349 bei Facebook Metalnews nach '1349' durchsuchen1349
Album:Revelations Of The Black Flame
Genre:Alternative, Ambient, Black Metal
Label:Candlelight Records
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:22.05.09
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"Mit langsamen Schritten durch die Hölle"

Mit einem langgezogenen und kranken Schrei startet man in das neue Album „Revelations Of The Black Flame“ von 1349. Viele einleitende Worte muss man glaub ich über die Norweger nicht wirklich verlieren. In den letzten Jahren haben sie sich, nicht zuletzt dank dem genialen „Hellfire“-Album, zu einer echten Größe in der Black Metal Szene gemausert. Das bekannteste Mitglied der Truppe ist wohl Frost [SATYRICON] an den Drums, aber auch die anderen Herren sind keine unbeschriebenen Blätter in der schwarzmetallischen Welt. Prinzipiell dachte ich auch, dass man von 1349 das bekommt, was man erwartet, doch dieses Mal sollte alles anders sein …

Okay, es ist nicht komplett alles anders, aber vieles. Wurde man bei „Hellfire“ noch mit dem grenzgenialen „I Am Abomination“ förmlich erschlagen, startet man hier mit dem sehr langsamen Stück „Invocation“, welches gleich einmal sechs Minuten lang ist und irgendwie eine Mischung aus Ambient/Doom/Sludge und Black Metal darstellt. Erst gegen Ende nimmt der Song etwas an Fahrt auf und leitet über in den ersten schwarzmetallischen Kracher „Serpentine Sibilance“. Doch auch dieser kommt wieder schleppend und kriechend aus den Boxen. Also keine High-Tempo Nummer, sondern atmosphärischer Schwarzmetall. Gegen diesen Song gibt es aber nichts zu sagen, er ist fantastisch inszeniert. Weiter geht’s mit dem Track „Horns“, welcher ein Ambient/Drone Track geworden ist. Wobei das hier heißt, dass es im Wesentlichen eine Art von Dröhnen ist, welches gegen Ende des Liedes noch mit ein paar Effekten aufgearbeitet wird. Schlaue Leser merken wohl schon, dass es sich hier um kein typisches Album von 1349 handelt. Um das Ganze etwas abkürzen, es geht weiter in diese Richtung. Mit „Uncreation“ und „Maggot Fetus...Teeth Like Thorns“ hat man noch zwei Black Metal Stücke drauf, die teilweise etwas in Richtung Black’n’Roll gehen. Diese zwei Stücke sind auch klar die Highlights der Scheibe und sind auch verglichen mit anderen Bands sehr starke Songs. 1349 haben dann noch „Misanthropy“ anzubieten, welches ein verstörender Piano-Song geworden ist, der am Schluss dann noch ein paar Metal-Elemente enthält. „Set The Controls For The Heart Of The Sun“ habe ich zunächst für eine Eigenkomposition gehalten, musste dann aber feststellen, dass es sich um eine Cover-Version von PINK FLOYD handelt. Ich muss gestehen, dass ich wohl zu wenig PINK FLOYD Songs kenne, sonst hätte ich das wohl gleich gewusst. Das Cover ist gelungen, auch wenn man die Stimme von Ravn für meinen Geschmack etwas zu sehr in den Hintergrund abgemischt hat. Die letzten beiden Stücke „Solitude“ und „At The Gate …“ sind dann noch recht interessant ausgefallen. „Solitude“ ist ein reiner Ambient-Track, der ab der Mitte des Songs richtig gut wird und seine Stärke ausspielt. „At The Gate …“ ist wieder einmal sehr verstörend, kriechend, schleppend mit sowohl Ambient wie auch Metal-Einflüssen. Die Stimme von Ravn kommt hier gut zur Geltung, als Rausschmeißer hätte ich mir aber noch einmal einen echten Black Metal Song gewünscht.

Auf meinem Promo-Zettel stand auch, dass es sich dieses Mal um eine Mischung aus Black Metal, Noise, Dark Ambient, Industrial und Soundtracks von David Lynch Filmen handelt, aber das Ergebnis hat mich dann doch sehr überrascht. Es fällt mir schwer in Punkten auszudrücken, was ich hier gehört habe. „Revelations Of The Black Flame“ zeigt 1349 von einer relativ neuen Seite, an die ich mich gewöhnen könnte. Wenn ich mir das Cover der Scheibe ansehe und der Musik lausche, dann könnte man sich durchaus auf einer Reise durch die Hölle befinden, manchmal langsam, manchmal angsteinflößend, manchmal staunend und manchmal einfach nur abstoßend. Die Idee und das Konzept sind gut, lediglich die Umsetzung funktioniert noch nicht zu 100 %. Manchmal laufen die langsamen ambientartigen Tracks einfach ein bisschen zu sehr ins Leere und etwas mehr Action hätte auch nicht geschadet. Fans von eher experimentellem Sound sollte „Revelations Of The Black Flame“ einmal anchecken und die alten Freunde der Band sollten sich die drei schwarzmetallischen Klumpen „Uncreation“, „Maggot Fetus...Teeth Like Thorns“ und „Serpentine Sibilance“ nicht entgehen lassen. Meine Punktevergabe sollte dieses Mal nicht unbedingt das Hauptkriterium für eine Kaufentscheidung sein, es ist nur ein Richtwert. Reinhören sollte man auf jeden Fall! Ah ja, erhältlich ist die Scheibe übrigens auch als Limited Edition, bei der eine Live-CD mit dabei ist. Auch als Vinyl wird das gute Stück veröffentlicht werden. Die Spieldauer von 44 Minuten bezieht sich auf die eigentliche Scheibe, die Live-CD liegt dem Redakteur nicht vor.

Trackliste:
01. Invocation
02. Serpentine Sibilance
03. Horns
04. Maggot Fetus...Teeth Like Thorns
05. Misanthropy
06. Uncreation
07. Set The Controls For The Heart Of The Sun [PINK FLOYD Cover]
08. Solitude
09. At the Gate...

Bonus Live-CD:
01. Hellfire
02. Chasing Dragons
03. Satanic Propaganda
04. I Am Abomination
05. Manifest
06. Slaves to Slaughter
Spielzeit: 00:44:08

Line-Up:
Ravn - Vocals
Archaon - Guitar
Seidemann - Bass
Frost - Drums
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
22.05.2009 | 18:12
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