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Cover von 65daysofstatic -- Wild Light
Band: 65daysofstatic Homepage 65daysofstatic bei Facebook Metalnews nach '65daysofstatic' durchsuchen65daysofstatic
Album:Wild Light
Genre:Avantgarde/Electronica, Post Rock, Progressive
Label:InsideOut
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:12.09.13
CD kaufen:'65daysofstatic - Wild Light' bei amazon.de kaufen
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"Atmosphärischer Soundtrack fürs Kopfkino"

Die Cineasten 65DAYSOFSTATIC aus Sheffield, England, gründeten sich laut eigenen Angaben eigentlich einmal, um den Soundtrack zu einem bis heute unveröffentlichten John Carpenter Film namens „Stealth Bomber“ zu schreiben, schrieben dann mit ihrem letzten Album „Silent Runnings“ tatsächlich einen Soundtrack zum gleichnamigen Science Fiction Film, und legen mit „Wild Light“ ihren nunmehr bereits sechsten Longplayer vor. Wer die Instrumental-Band kennt, weiß vorab schon eines: Leichte Kost ist das nicht.

„Wild Light“ ist diesmal nun kein Filmsoundtrack geworden; und hört sich dennoch so an. Die Gitarren sind insgesamt und bis auf einige Sequenzen eher im Hintergrund, es dominiert die Elektronik, diese jedoch weder hart, noch clubtauglich oder gar tanzbar. Im Gegenteil, überwiegend ruhig ist das, manchmal könnte man es fast „Dark Ambient“ nennen, die Postrock-Einflüsse hört man aber immer noch, zumindest von den Songstrukturen her, die sehr komplex sind und für manche daher auch einfach schwer zugänglich sein werden. Letzteres definitiv für ein Mainstream-Publikum, welches allerdings sicherlich ohnehin schon immer am 65DAYSOFSTATIC-Fach im Plattenladen vorbeigegangen ist. Wer sich im Gegesatz dazu auf so etwas einlassen will, bekommt beim mehrfachen Hören einiges geboten: Mit SciFi-Sythesizern fängt der erste kryptische Titel „Heat Death Infinity Splitter“ an und entführt auf eine düstere und melancholische Reise; die sich ungefähr so anfühlt, wie ein seltsamer Traum im halbwachen Zustand. Wenn die minimalistischen, aber ungeheuer gut gespielten Gitarren dazu einsetzten, dann ist er da, der Breitwand-Sound, den diese Band so speziell macht. Die Songs sind allesamt sehr lang geraten, und hier muss die Band aufpassen, dass lang nicht gleichbedeutend mit langatmig wird-etwas, das hier jedoch glücklicherweise überwiegend funktioniert hat. Die Spannung wird durch schöne, lange Pianopassagen mit sehr sphärischen Sounds wie bei „The Undertow“ oder „ Sleepwalk City“ immer wieder durch überraschend einsetzende Bässe, einem echten Schlagzeug und einige Melodiewechsel am Leben erhalten. Nichtsdestotrotz wirken einige wenige Passagen eben etwas zu lang, was schade ist, denn dadurch wird der ein- oder andere Hörer zwischendurch vielleicht nicht mehr ganz so genau hinhören. Dafür entschädigen durchgehend gute Tracks wie etwas „Taipei“, welches sich sehr langsam aufbaut, um dann in einer Postrock-Explosion zu enden. Grandios, wie auch das etwas rockigere „Unmake The Wild Light“ oder das wunderschöne Ende „Safe Passage“, welches vom minimalem Piano-Anfang über die plötzlich einsetzenden, stimmungsvollen Synthies bis hin zum lauten gitarren- und schlagzeuglastigen Ende einfach perfekt ist.

„Wild Light“ ist kein Album zum nebenbei hören, und auch kein Album, das beim ersten Durchlauf gleich zündet. Man musste für 65DAYSOFSTATIC wohl schon immer in der richtigen Stimmung sein, um das zu mögen; aber wenn man das ist, dann ergibt sich zu „Wild Light“ ein ganz eigenes Kopfkino. Also doch wieder ein Soundtrack, sozusagen, nur, dass es dazu viele verschiedene Filme geben wird, die in den Gedanken der geneigten Zuhörer entstehen werden. Ein paar Längen waren bei mir auch dabei; leider, und ich habe es mir da nicht einfach gemacht, und diesem Album und seinen Vorgängern in den letzten Tagen intensive Zeit gewidmet. 65DAYSOFSTATIC sind und bleiben Geschmackssache; für Hörer anspruchsvoller Instrumental-Musik aber auch ganz sicher ein sehr guter Tipp, den diese nicht ignorieren sollten!

Trackliste:
01. Heat Death Infinity Splitter
02. Prisms
03. The Undertow
04. Blackspots
05. Sleepwalk City
06. Taipei
07. Unmake The Wild Light
08. Safe Passage
Spielzeit: 00:50:20

Line-Up:
Robert Jones - Drums
Joe Shrewsbury - Gitarre
Paul Wolinski - Piano, Gitarre, Programming, u.a.
Simon Wright - Bass, Synth, u.a.
Jessica Bausola [Teriel]
06.09.2013 | 14:26
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