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"Die richtige Band zur falschen Zeit"
Cover von A.C.T -- Silence
Band: A.C.T Homepage  Metalnews nach 'A.C.T' durchsuchenA.C.T
Album:Silence
Genre:Progressive
Label:InsideOut
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:06.10.06
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"Dream Theater meets ABBA meets Musicalpop"

Dass die Skandinavier ein äußerst musikalischer Menschenschlag sind, und die Schweden unter ihnen dabei keine Ausnahme darstellen, dürfte für jeden einigermaßen informierten Musikfan eigentlich keine Neuigkeit sein. Früher als der Pop-Exporteur bekannt, besticht das externe Bild auf Schwedens Musikszene heute vor allem durch erstklassigen Death Metal. Das ist alles andere als schlecht, aber den anderen Musikstilen aus Schweden, besonders der Popmusik, ist in letzter Zeit nicht besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt worden. Und das, obwohl viele Bands, die sich nicht dem Metal verschrieben haben, in allen Aspekten äußerst hochwertige Produkte abliefern.

A.C.T reihen sich so hervorragend in Schwedens musikalische Geschichte ein, ohne zu versuchen in spezifische Fußstapfen zu treten. Sie veröffentlichen nämlich nun ihr viertes Album namens “Silence” bei InsideOut. Das Quintett macht, nach eigener Aussage, “MelodicProgRockPompPop”, was gar keine so schlechte Beschreibung des eigenwilligen Stils ist. Man könnte es aber auch so ausdrücken: DREAM THEATER meets ABBA meets Musical-Pop. Grundsätzlich ist die Musik sehr poppig, die meisten Lieder lassen sich, was den Härtegrad angeht, nicht einmal als Rock bezeichnen, was sie natürlich für die meisten Metaller verständlicherweise sofort disqualifizieren wird. Richtige Riffs werden von der Gitarre nur 1-2 mal produziert.

Die poppigen Elemente erinnern mich vor allem an Musicals. Einige Lieder könnte man locker irgendwo bei “Grease” dazwischenschieben, und sie würden nicht weiter auffallen, weder positiv, noch negativ. Man sollte Pop hier jedoch keinesfalls mit Eingängigkeit und Radiogedudel gleichsetzen, denn bei A.C.T kommt auch der Prog nicht zu kurz, was sich besonders in den Songstrukturen niederschlägt, aber auch in diversen Soli und Keyboards, die mich besonders an DREAM THEATER erinnern. Eine weitere Parallele zu den New Yorker Progressive Metallern, ist der letzte Songs des Albums namens “Consequences“. Dieser besteht nämlich, wie DREAM THEATERS “Six Degrees Of Inner Turbulence”, aus mehreren kurzen Tracks, die gemeinsam ein langes Lied ergeben. A.C.TS Prog-Perle ist natürlich größtenteils wesentlich softer als “Six Degrees” und nur etwa halb so lang, erinnert aber trotzdem, nicht nur durch die Struktur, an die überlange Nummer der New Yorker.

Als eigene Einflüsse geben A.C.T auch MUSE an, was ich jedoch eher irreführend finde, weil sich weder die Melancholie, noch die Ernsthaftigkeit von MUSE auf dem Album wiederfinden lassen. Überhaupt geht es bei A.C.T recht fröhlich zu, teilweise fast schon albern bis kitschig, doch das ist wohl einfach Geschmackssache.

Ich halte “Silence” für eine gelungenes Album, dem besonders Progfans eine Chance geben sollten. Wer selten oder nie über den Metaltellerand hinausschaut, sei vor diesem Album jedoch hiermit gewarnt. A.C.T haben eine interessante CD abgeliefert, die aber leider alles andere als Rock oder Metal ist. Und weil wir hier bei Metalnews.de sind, vergebe ich auch nur 4 Punkte. Das soll keine Popfeindlichkeit oder ähnliches darstellen, sondern einfach nur ein Anhaltspunkt für interessierte Metalfans sein, um nicht zu viel zu erwarten. Bei popnews.de hätte es sicher mehr gegeben!

Trackliste:
1. Truth Is Pain
2. Puppeteers
3. This Wonderful World
4. Out Of Ideas
5. Hope
6. Into The Unknown
7. No Longer Touching The Ground
8. Useless Argument
9. The Voice Within
10. Call In Dead

Consequences - The Long One
11. Silent Screams
12. Introduction
13. The Millionaire
14. Joanna
15. A Father's Love
16. Memory To Fight
17. The Diary
18. A Wound That Won't Heal
19. The Final Silence


Nicolas Freund [Nicki]
05.11.2006 | 23:20
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