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Cover von AFI -- Burials
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Album:Burials
Genre:Alternative, Rock
Label:Republic Records
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:18.10.13
CD kaufen:'AFI - Burials' bei amazon.de kaufen
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"Alles richtig gemacht"

AFI können auf eine spannende, langjährige Karriere zurückblicken. Die bereits seit 1991 aktiven Kalifornier veröffentlichten zwischen 1995 und 2000 fünf melodische Punkrock-Scheiben, die letzten vier davon auf THE OFFSPRING-Fronter Dexter Hollands Nitro Records, bevor die Band mit ihrem Majordebüt „Sing The Sorrow” 2003 in den Mainstream geschwemmt wurde. Stilistisch gab es damals hibbeligen, melodischen und poppigen Punk mit Emocore-Anstrich und Stadion-Potential. Und obwohl die Rechnung voll aufging, gaben sich AFI dankenswerterweise dem Experimentieren hin, was bei „Decemberunderground” [2006] aufging, auf dem merkwürdigen „Crash Love” [2009] jedoch ziemlich in die Hose. Danach: Ruhe. Jetzt: „Burials”.

Und prompt haben AFI ihr vielleicht bestes Album abgeliefert. Die Mischung aus den schüchternen Resten der Vergangenheit, großen Refrains, düsteren '80-Pop-Anleihen und einer großen Portion Selbstsicherheit kann spätestens nach zwei Durchläufen voll überzugen und blockiert die Anlage lange Zeit sehr hartnäckig. Nach dem Intro „The Sinking Night” gibt es mit dem Opener „I Hope You Suffer” die wundersame Verquickung aus NINE INCH NAILS und Bond-Song mit einem simplen, aber umso effektiveren Refrain. „Rewind”, „The Embrace” und das flotte „Wild” sind große Stadion-Überhits , die einen tagelang verfolgen. Große Songwritingkunst! Oft hat man das Gefühl, dass AFI auf „Burials” stilistisch und atmosphärisch das schaffen, was THIRTY SECONDS TO MARS-Mastermind Jared Leto auf „Love Lust Faith + Dreams” [2013] vorhatte, aber leider aus welchen Gründen auch immer nicht umsetzen konnte. Der Grundton der Scheibe ist, analog zu Coverartwork und Titel, düster, nicht mehr so deppert-fröhlich wie einige Momente von „Crash Love”. Ob man deswegen gleich von „erwachsen” sprechen muss, sei dahingestellt, aber fakt ist, dass „Burials” ein sehr unterhaltsames, tolles Rock-Album mit großen Songs geworden ist.

Fans der ersten Stunde haben sich wahrscheinlich sowieso schon mit Grausen von AFI abgewendet, aber wer die Entwicklung von „Sing The Sorrow” zu „Decemberunderground” zu schätzen wusste, der wird mit „Burials” definitiv glücklich werden. AFI haben sich weiterentwickelt ohne sich zu wiederholen, aber ihre Trademarks nicht vernachlässigt. Mit anderen Worten: Alles richtig gemacht.

Trackliste:
01. The Sinking Night
02. I Hope You Suffer
03. A Deep Slow Panic
04. No Resurrection
05. 17 Crimes
06. The Conductor
07. Heart Stops
08. Rewind
09. The Embrace
10. Wild
11. Greater Than 84
12. Anxious
13. The Face Beneath The Waves
Spielzeit: 00:49:15

Line-Up:
Davey Havok – Vocals
Jade Puget – Guitar, Keyboards
Hunter Burgan – Bass, Keyboards
Adam Carson – Drums
Michael Siegl [nnnon]
23.11.2013 | 10:34
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