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Cover von Abigail Williams -- In The Shadow Of A Thousand Suns
Band: Abigail Williams bei Facebook Metalnews nach 'Abigail Williams' durchsuchenAbigail Williams
Album:In The Shadow Of A Thousand Suns
Genre:Black/Death Metal, Melodic Black Metal
Label:Candlelight Records
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:24.10.08
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"Erwartungen nicht erfüllt"

Wurden ABIGAIL WILLIAMS im Jahr 2007 aufgrund ihrer EP „Legend” und ihrer Popularität bei MySpace vielfach abgefeiert, stand kurz darauf dennoch das Ende der Band vor der Tür. Nach einer Weile rotteten sich die US-Amerikaner jedoch wieder zusammen und präsentieren nun mit „In The Shadow Of A Thousand Suns“ ihre erste Full Length, die hauptsächlich symphonischen bzw. melodischen Black Metal beinhaltet.

Kann dieser Einstand nun die hohen Erwartungen erfüllen, die an ABIGAIL WILLIAMS gestellt werden? Nein, kann er nicht. Während stets die Vielseitigkeit der Band betont wird, offenbart sich beim Hören von „In The Shadow Of A Thousand Suns“ schnell ein anderes Bild, da beispielsweise die erwähnten Hardcore- und Melodic-Death-Einflüsse entweder gar nicht oder nur selten auszumachen sind. Zu eintönig, oftmals beinahe chaotisch und zu festgefahren wirken dafür die Songs und wollen daher einfach nicht richtig zünden. ABIGAIL WILLIAMS beherrschen zwar ihre Instrumente, aber das gewisse Etwas fehlt einfach, auch wenn ab und an gute Ideen und Melodien aufblitzen, wie beispielsweise bei „A Thousand Suns“, „Empyrean: Into The Cold Wastes“ und dem gelungenen „Floods“. Wirklich negativ fällt die Bilanz in Sachen Keyboards aus, denn deren Einsatz erinnert nicht nur an CRADLE OF FILTH oder DIMMU BORGIR, sondern ist zudem ein gutes Beispiel dafür, wie es eben nicht gemacht werden sollte. Die Klänge erschaffen leider viel zu selten Atmosphäre, sondern wirken sehr klinisch und überladen, was noch einigermaßen zu verschmerzen wäre, wenn sie nicht auch noch über die komplette Scheibe hinweg die Hauptrolle spielen würden und somit auf Dauer ziemlich anstrengend sind. Darüber hilft leider auch nicht die rekrutierte Prominenz in Form von ZYKLON-Schlagzeuger Trym Torson hinweg, der ballert, was das Zeug hält, und ein Meister seines Fachs ist, aber auch er kann die oftmals unspektakulären Songs nicht retten. Insgesamt fehlt außerdem der Produktion von James Murphy – bekannt als Gitarrist von DEATH, OBITUARY, CANCER und TESTAMENT – der nötige Biss, sodass ABIGAIL WILLIAMS im Vergleich zu manch anderer Band ähnlicher Ausrichtung ziemlich zahnlos wirken und diese klirrende Kälte und Boshaftigkeit nicht heraufbeschwören können.

„In The Shadow Of A Thousand Suns“ ist eine Scheibe, die sich insgesamt nur knapp oberhalb der Durchschnittlichkeit bewegt und alles andere als vielseitig ist, sodass der Wirbel um die Truppe für mich nicht wirklich nachvollziehbar ist. Schlichtweg zu wenig von den Songs bleibt im Ohr hängen, auch wenn sich einige durchaus brauchbare Ideen eingeschlichen haben, die aufhorchen lassen, aber das reicht noch lange nicht, um über eine komplette CD hinweg überzeugen zu können.

Trackliste:
01. I
02. The World Beyond
03. Acolytes
04. A Thousand Suns
05. Into The Ashes
06. Smoke And Mirrors
07. A Semblance Of Life
08. Empyrean: Into The Cold Wastes
09. Floods
10. The Departure
Spielzeit: 00:46:41

Line-Up:
Ken Sorceron – Vocals, Guitar
Ashley "Ellyllon" Jurgemeyer – Piano, Keyboard, Samples
Plaguehammer – Bass
Bjornthor – Guitar
Samus – Drums
Mike Wilson – Guitar
Alexander Eitner [soulsatzero]
17.10.2008 | 22:38
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