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Cover von Aborted -- Coronary Reconstruction [EP]
Band: Aborted Homepage Aborted bei MySpace.com Metalnews nach 'Aborted' durchsuchenAborted
Album:Coronary Reconstruction [EP]
Genre:Brutal Death, Death Metal
Label:Listenable Records
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:12.03.10
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"Fortschrittlicher Rückschritt"

Sieh an, sieh an, ABORTED sind noch für einige Überraschungen gut: Nachdem die Belgier auf ihren letzten Veröffentlichungen, insbesondere „Strychnine.213“, deutlich melodiöser, massenkompatibler und mit spürbaren Core-Einflüssen agierten, stellt die EP „Coronary Reconstruction“ nun eine Art Kehrtwende dar.

Ob ABORTED nun selbst keinen Bock mehr auf die kürzlich beschrittenen Wege hatten, wobei ihnen dies sicherlich neue Hörer gebracht hat, oder ob sie einfach wieder Interesse daran hatten, es wieder richtig krachen zu lassen, sei einmal dahingestellt. Ist aber auch egal, denn wer die Zeiten von „Engineering The Dead“ oder des großartigen „Goremageddon“ während der letzten Jahre schmerzlich vermisst hat, wird mit „Coronary Reconstruction“ versöhnlich gestimmt werden. Nachdem ABORTED-Mastermind Sven de Caluwé [mal wieder] die komplette Mannschaft über die Planke hat springen lassen und neue Musiker um sich geschart hat, klingt „Coronary Reconstruction“ entsprechend frisch und unverbraucht. Wobei ‚neue Musiker’ nur bedingt stimmt, da Dirk Verbeuren [u.a. SOILWORK] bereits „Goremageddon“ und die „Haematobic“-EP als Session-Musiker eingetrommelt hatte. Auf den neuen Songs gibt es demnach deutlich mehr Blast Beats, während auch Svenchos Gesang wieder aggressiver und vielschichtiger geworden ist, da die tiefen Growls wieder mehr Verwendung finden. Ansonsten ist in den vier neuen Stücken schlichtweg alles vertreten, was in einen guten ABORTED-Song gehört: Das charakteristische Gebrüll des Shouters, griffige und brutale Riffs, eine fette und transparente Produktion, wütend stampfende Groove-Zwischenparts, die sich prima in die Lieder einfügen und wohldosiert eingesetzt werden, melodische Soli, Horrorfilm-Samples [okay, erwischt, das Ende von „From A Tepid Whiff“ ist aus „Dumm und Dümmer“…] und ein krankes Artwork. Noch Fragen? Ach ja, mit „Left Hand Path“ setzen ABORTED die Tradition fort, ein Stück von ENTOMBED zu covern, nachdem bereits „Drowned“ auf der „Haematobic“-EP Verwendung fand. Und ABORTED schlagen sich insgesamt wacker, auch wenn man von einem solchen Todesblei-Klassiker wie „Left Hand Path“ besser die Finger lassen sollte; bei „Drowned“ hat es jedenfalls besser funktioniert, die Coverversion schlüssig mit dem eigenen Band-Sound zu kombinieren.

„Coronary Reconstruction“ wird die neueren Fans sicher nicht gänzlich verprellen, jedoch vor allem den Fans der ‚alten’ ABORTED jede Menge Freude bereiten, da die EP eine willkommene und gelungene Wiedergutmachung des etwas schwachbrüstigen „Strychnine.213“ darstellt. Ein lauer Aufguss der alten Zeiten ist „Coronary Reconstruction“ dennoch nicht, da durchaus moderne Elemente in den Songs aufzufinden sind, aber wesentlich geschickter eingeflochten werden – und zwar ohne dabei an Aggressivität oder Brutalität einzubüßen. Und diese steht ABORTED nun mal am besten, wie die Band immer wieder eindrucksvoll live beweist. Eine prima EP mit klar erkennbarer Aufwärtstendenz!

Trackliste:
01. Coronary Reconstruction
02. From A Tepid Whiff
03. Grime
03. A Cadaverous Dissertation
05. Left Hand Path [ENTOMBED-Coverversion]
Spielzeit: 00:22:30

Line-Up:
Sven “Svencho” de Caluwé – Vocals
Eran Segal – Guitars
Ken Sorceron – Guitars
Cole Martinez – Bass
Dirk Verbeuren – Drums
Alexander Eitner [soulsatzero] | 01.04.2010 | 11:08

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