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Cover von Accept -- The Rise Of Chaos
Band: Accept Homepage Accept bei Facebook Metalnews nach 'Accept' durchsuchenAccept
Album:The Rise Of Chaos
Genre:Heavy Metal
Label:Nuclear Blast
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:04.08.17
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"Stärkste Riff-Macht im Heavy Metal"

Seit ihrem unerwarteten Neustart sind bereits sieben Jahre vergangen, in denen die Teutonenstahl-Urgesteine ACCEPT wohl alle Zweifel ausräumen konnten, es ginge ihnen bei ihrer Rückkehr nur ums Geld – Frontmann Mark Tornillo hat sich als Dirkschneider-Nachfolger längst in die Herzen der Fans gesungen und die durchgehend hohe Qualität der seither veröffentlichten Alben spricht für sich selbst. Mit „The Rise Of Chaos“ haben die Solinger bereits ihre nächste Platte im Anschlag, wobei sich die Truppe im Studio einmal mehr mit dem britischen Mischpult-Zauberer Andy Sneap zusammentat.

Viele Worte müssten über „The Rise Of Chaos“ eigentlich gar nicht verloren werden, denn die Solinger setzen ihre mit „Blood Of The Nations“ begonnene Erfolgssträhne hier nahtlos fort, weshalb auch diese Platte ein ACCEPT-Album aus dem Bilderbuch geworden ist, auf dem die Herren ihren traditionellen Sound einmal mehr erfolgreich ins 21. Jahrhundert transponieren, ohne dabei die Essenz desselben außer Acht zu lassen. Damit ist nun schon eigentlich alles gesagt. Dennoch: Dass ACCEPT das Heavy Metal-Riff an sich quasi gepachtet haben, wird bereits im eröffnenden „Die By The Sword“ wieder mehr als deutlich und auch im nachfolgenden Stampfer „Hole In The Head“ ist es förmlich spürbar, wie der Solinger Stahl auf den Amboss gedroschen wird. Hinzu kommt das gefühlvolle und Melodie-orientierte Leadgitarren-Spiel von Gitarrist Wolf Hoffmann und fertig ist ein Sound, den es in dieser Intensität schlicht nirgendwo anders zu hören gibt. Alles beim Alten also? Ja und nein. Während es sich bei „The Rise Of Chaos“ mit Sicherheit um ein waschechtes ACCEPT-Album handelt, tritt die Band hier doch nie auf der Stelle: Schon die erwähnten Eröffnungsstücke zeigen eine leicht veränderte Perspektive beim Songwriting und auch das lässig dahinfließende „Koolaid“ macht deutlich, dass dieser Band die frischen Ideen so schnell nicht ausgehen – von Selbstkopie also keine Spur. Zu den besten Songs auf „The Rise Of Chaos“ gehören neben dem fantastischen Titeltrack das mitreißende „What's Done Is Done“ sowie „Worlds Colliding“ und im rockenden „Analog Man“ gibt es dann noch ein wohlwollendes Kopfnicken in Richtung des klassischen ACCEPT-Sounds aus „Balls To The Wall“-Zeiten. Wie bereits auf dem Vorgänger „Blind Rage“ hat die Band ihrem Material hier oftmals einen etwas düstereren Anstrich gegeben als es auf „Blood Of The Nations“ oder „Stalingrad“ der Fall war, was aber keineswegs heißen soll, dass „The Rise Of Chaos“ kein partytaugliches Album wäre. Verpackt wurde das Material in den gleichen Edelstahl-Sound, den Produzent Andy Sneap der Band bereits auf den vergangenen drei Platten beschert hat und weil der die Seele dieser Band bis zur Vollendung zum Ausdruck bringt, ist es auch gar nicht nötig, in dieser Hinsicht irgendetwas zu verändern. Wie von ihren Fans ohnehin erwartet haben ACCEPT mit „The Rise Of Chaos“ also ein ausgezeichnet produziertes Album vorzuweisen, auf dem nicht ein einziger schwacher Song zu finden ist. Pflichtkauf.

ACCEPT waren und sind die stärkste Riff-Macht im Heavy Metal. Auch auf „The Rise Of Chaos“ glänzt die Truppe wieder mit edelsten Gitarrenwänden aus teutonischem Panzerstahl und hat ein weiteres Mal keinen einzigen schwachen Moment vorzuweisen. Das vierte ACCEPT-Album nach dem Abgang von Ur-Sänger Udo Dirkschneider zeigt eine Band, die voll und ganz im Saft steht und es nie nötig hat, sich selbst zu kopieren, weil die guten Ideen nur so zu sprudeln scheinen. Woher auch immer die Herren die Energie für ihren nicht enden wollenden zweiten Frühling nehmen, es bleibt zu hoffen, dass dieser Jungbrunnen nie austrocknet.

Trackliste:
01. Die By The Sword
02. Hole In The Head
03. The Rise Of Chaos
04. Koolaid
05. No Regrets
06. Analog Man
07. What's Done Is Done
08. Worlds Colliding
09. Carry The Weight
10. Race To Extinction
Spielzeit: 00:48:04

Line-Up:
Mark Tornillo - Vocals
Wolf Hoffmann - Guitar
Uwe Lulis - Guitar
Peter Baltes - Bass
Christopher Williams- Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
07.08.2017 | 09:47
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