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Cover von Adagio -- Archangels In Black
Band: Adagio Homepage Adagio bei Facebook Metalnews nach 'Adagio' durchsuchenAdagio
Album:Archangels In Black
Genre:Melodic Metal, Prog-Metal, Symphonic / Epic Metal
Label:Listenable Records
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:06.12.09
CD kaufen:'Adagio - Archangels In Black' bei amazon.de kaufen
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"Symphonie für die dunklen Engel"

Bei ADAGIO, der Name legt es mithin bereits nahe, handelt es sich um eine Progressive/ Symphonic/Power/Melodic Metalband aus dem französischen Montpellier, die mit „Archangels In Black“ ihr bereits viertes Full-Length-Werk vorlegt.

Anders als diverse Kollegen belassen es diese Franzosen bei der Zubereitung ihres mehrgängigen Erzengel-Menüs allerdings nicht bloß bei üblichen Zutaten à la DREAM THEATER, THRESHOLD, FIREWIND oder italienischen Gourmetköchen wie LABYRINTH.
So beginnt etwa der Opener „Vamphyri“ fast schon Deathcore-Style, kippt aber bereits nach 30 Sekunden zügig gen Symphonic/Melodic Metal und bietet ganz nebenbei auch noch ein paar progressive und opernhafte Einschübe.
„The Astral Pathway“ schließt da nahtlos mit nicht minder großer Gestik an, dargeboten von der ebenso kraftvollen wie variablen Stimme des neuen Sängers Christian Palin.
„Fear Circus“ beginnt zwar mit einem dreisten PANTERA-“Walk“-Gedächtnis-Riff, wandelt sich aber flugs zu einem mitreißenden, hochmelodischen Prog-Stomper, eingängig und trotzdem beeindruckend gespielt, inklusive eines erneut opernhaften Zwischenspiels und DREAM THEATER-artigen Keyboardläufen.
Sämtliche Musiker verstehen ihr Handwerk virtuos bzw. dürfen durchaus als Meister ihres Fachs bezeichnet werden, bemühen sich aber gleichzeitig, nicht allzusehr ins Fiedeln, sprich in ausuferndes Show-Solieren und instrumentale Kabinettstückchen zu verfallen.
Bei „Undead“ wird heftiges Thrashriffing von zartem Cembalo-Geklimper kontrapunktiert und moderat growlendem Gesang flankiert, was bei aller Melodieseligkeit bzw. in Anbetracht der musikalischen Ausrichtung des französischen Fünfers überraschend organisch wirkt.
Der Titeltrack generiert seine unheilschwanger-düstere Atmosphäre gar aus dezent Black Metal-inspirierten Riffs und „The Fifth Ank“ ist ein Symphonic Metal-Prachtstück, mit ebenfalls wieder growligen Vocals, die sich erstaunlich stimmig mit dem teils AOR-mäßig klaren Gesang ergänzen.
Das überlange „Codex Obscura“ mit schickem Orchesteranfang, zu dem sich, wie selbstverständlich, Metal-Riffs/-Soli/-Drums und dramatische Keyboardläufe gesellen, hat beinahe QUEENSRYCHE-Allüren, was den emotionalen, Geoff Tate-artigen Gesang und die Gitarrenarbeit betrifft.
Egal, ob Blastbeateruption oder Keifgesang, jede einzelne Zutat trägt zum stimmigen Gesamtbild von „Archangels In Black“ bei und wird songdienlich integriert.
„Twilight At Dawn“ bietet erneut beinahe schon Symphonic Black Metal, gemischt mit ICED EARTH-Düsternis, lediglich das eher durchschnittliche „Getsu Senshi“ fällt qualitativ etwas aus der Reihe.

Insgesamt mehr als gut gemacht, dürfte ADAGIO mit „Archangels In Black“ für all jene, die sich seit „Awake“ von DREAM THEATER nicht mehr sonderlich fürs progressive, aber gefällig melodische Genre erwärmen konnten, ein recht gefundenes Fressen, um nicht zu sagen, Gourmet-Diner darstellen.
Manches hierauf mag auf den ersten Blick bzw. Ton kitschig-überladen wirken und will erstmal erhört werden, aber lässt man sich auf den Sound der Power-Progger aus der Region Languedoc-Roussillon richtig ein, wird man recht bald eines Besseren belehrt.
Châpeau, bien fait, les gars!

Trackliste:
01. Vamphyri
02. The Astral Pathway
03. Fear Circus
04. Undead
05. Archangels In Black
06. The Fifth Ankh
07. Codex Oscura
08. Twilight At Dawn
09. Getsu Senshi
Spielzeit: 00:47:45

Line-Up:
Christian Palin - Vocals
Stéphan Forté - Guitars, Vocals
Franck Hermanny - Bass
Kevin Codfert - Keyboards
Eric Lebailly - Drums
Dirk Konz [dkay]
19.12.2009 | 00:33
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