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Cover von Adora-Diana -- Adora-Diana
Band: Adora-Diana Homepage Adora-Diana bei Facebook Metalnews nach 'Adora-Diana' durchsuchenAdora-Diana
Album:Adora-Diana
Genre:Avantgarde/Electronica, Electro, Gothic Metal
Label:Stagefight Records
Bewertung:1 von 7
Releasedatum:30.11.07
CD kaufen:'Adora-Diana - Adora-Diana' bei amazon.de kaufen
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"Wunderwaffe gegen unliebsame Gäste"

ADORA-DIANA, Künstlername der Macherin und Bandname zugleich, aus München haben es geschafft, einen Plattenvertrag zu ergattern, und lassen mit dem selbst betitelten Debüt eine Mischung aus Gothic, Electro, Metal, Industrial, Punk-Flair und experimenteller Musik, die von dem Gesang der Bandchefin getragen wird, auf die Menschheit los.

Bis dahin alles okay, oder? Irgendwie aber schräg, denn wenn bereits im Promo-Text durchgehend angesprochen wird, wie unkonventionell denn das Album sei, wie viel Zeit man sich doch nehmen solle und dass man es ja Fans und Rezensenten schwer machen würde – dann ist das entweder ein absolutes Hammeralbum oder der letzte Mist. Nachdem die CD jedoch durchgelaufen ist, herrscht Gewissheit: „Adora-Diana“ ist ganz riesengroßer Schrott! Sorry, aber wenn ich lese, dass wir es hier mit einer ausgebildeten Gesangslehrerin zu tun haben, dann stehen mir alle Haare zu Berge und das Fremdschämen kann beginnen. Bitte was? Hier sitzt kein einziger Ton, alles klingt ganz entsetzlich schief, ausdruckslos und verkrampft daneben, sodass sich das Album mit zunehmender Spielzeit zu einer einzigen Qual entwickelt und man sich die fiesen Kommentare eines DSDS-Dieter Bohlen flehend herbeiwünscht. Prinzipiell habe ich überhaupt kein Problem mit experimentellem Gesang, der ab und an gewollt von den Konventionen abweicht, man denke nur an Lisa Gerrard oder Jarboe, aber das hier ist einfach unerträglich schlecht. Dabei geht der übrigens sehr gut produzierte Instrumentalanteil der Scheibe durchaus in Ordnung, auch wenn die Riffs Stangenware aus der OOMPH!- und RAMMSTEIN-Restekiste sind und wenig Innovation offerieren, sodass sich die Songs nicht großartig voneinander unterscheiden lassen. Als hätten die vierzehn Lieder nicht schon gereicht, gibt es noch einen kleinen Bonus in Form von „Über die Vergeblichkeit des Friedens“ und „Gesundheit“, die mit ungewollt komischem Gutmenschen-Pathos und Intonation zwischen RAMMSTEIN und GOETHES ERBEN auf die Übel dieser bösen Welt aufmerksam machen wollen. An und für sich überhaupt keine schlechte Idee, nur dass ich das ADORA-DIANA keine einzige Sekunde lang abkaufe, da Gefühl und Ausstrahlung einfach nicht vorhanden sind. Bezeichnend ist da auch das entsetzlich langweilige Video zum immerhin ganz ordentlich groovenden „Going Mad“ – man ist aber sowieso kurz davor, wortwörtlich durchzudrehen, bis endlich das Ende der Spielzeit erreicht ist.

Was ADORA-DIANA auf ihrem Erstling abliefern, ist ein ganz gewaltiger Schuss in den Ofen, den auch der gut gemeinte Werbetext nicht schönreden kann, denn das Material ist langweilig, durchschaubar, handwerklich an den Instrumenten zwar okay, aber völlig belanglos, und es wird grundsätzlich alles von der völlig miserablen Stimme zerstört. Wenn der Gesang bewusst auf schräg getrimmt wurde, um möglichst extravagant und unkonventionell zu sein, dann gute Nacht bzw. „Gesundheit“, aber vielleicht habe ich ja auch das künstlerische Potential einfach nicht nachvollziehen können. Wenn Ihr auf Masochismus steht oder nach der ultimativen Waffe sucht, um ungebetene Gäste wieder loszuwerden, dann habt Ihr sie hiermit gefunden. Irgendwie hoffe ich nach wie vor, dass dieses Album nicht ernst gemeint ist, sondern einfach nur das verkaterte Resultat eines Spaßprojektes ist – die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt…

Trackliste:
01. The Darkness
02. Going Mad
03. In A Cage
04. About Your Friendship
05. Missing You
06. Crazy World
07. Decisions
08. I Don’t Want This
09. In Spite Of
10. Hatesong
11. My Sweet Angel
12. The Voice Inside Of You
13. Über die Vergeblichkeit des Friedens [Bonus]
14. Gesundheit [Bonus]

15. Going Mad [Video]
Spielzeit: 00:48:10

Line-Up:
Adora-Diana – Vocals, Guitar, Bass
Martin Draxler – Guitar
Max Benetka – Drums
Angelika Lichtenstein – Violin
Graham Waterhouse – Cello
Edith Maucher – Piano
Alexander Eitner [soulsatzero]
11.12.2007 | 20:09
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