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Cover von Agalloch -- The Serpent & the Sphere
Band: Agalloch Homepage Agalloch bei Facebook Metalnews nach 'Agalloch' durchsuchenAgalloch
Album:The Serpent & the Sphere
Genre:Post/Avantgarde Black Metal
Label:Eisenwald
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:16.05.14
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"Schwächeln kein bisschen!"

Es gibt Bands, die haben einen so ureigenen Sound, dass man schon an den ersten Sekunden eines neuen Albums erkennt, mit wem man es hier zu tun hat. Dies trifft auch auf die Amerikaner von AGALLOCH zu, die vier Jahre nach ihrem letzten Album „Marrow Of The Spirit“ und zwei Jahre nach ihrer neuesten EP „Faustian Echoes“ nun mit einer neuen Scheibe zurückkehren. „The Serpent & the Sphere“ nennt sich diese und bietet – rein quantitativ betrachtet – sechzig Minuten neues Material von John Haughm und seinen Mannen.

Und AGALLOCHs Musik leistet das, was sie eigentlich immer tut – sie lässt einen mit einer Gänsehaut zurück und evoziert Gefühle, die sprachlich kaum beschreib- beziehungsweise darstellbar sind. Trotzdem muss man versuchen, etwas über „The Serpent & the Sphere“ zu schreiben. AGALLOCH beginnen das Album mit dem Zehnminüter „Birth and Death of the Pillars of Creation“ langsam und komplex. Die typischen Soundlandschaften und sphärischen Momente sind allerdings von der ersten Minute an vorhanden und lassen einen langsam in das Album gleiten. Während viele „Fast Food“-KonsumentInnen wohl nur den Kopf über solch einen Opener schütteln können, wissen AGALLOCH-Fans, dass man die Alben der Amerikaner nur erleben kann, wenn man sich darauf einlässt und die Reise tatsächlich Schritt für Schritt/Song für Song mitmacht. Was man beim ersten Track außerdem schon deutlich heraushören kann, ist die Produktion von Billy Anderson [der unter anderem auch schon für den Sound von NEUROSIS verantwortlich war] – wesentlich klarer [ohne steril zu wirken] und leichter klingt „The Serpent & the Sphere“, wenn man es mit „Marrow Of The Spirit“ vergleicht. Nach diesem langen und langsamen Anfang folgt dann eines der drei akustischen Intermezzo [in diesem Fall „(serpens caput)“], welche Nathanaël Larochette [MUSK OX] für AGALLOCH komponiert und aufgenommen hat. Bei diesen handelt es sich um kleine Neofolk-Perlen, die immer um die drei Minuten lang sind. Nachdem man nun knapp 13 Minuten in die Atmosphäre des Albums eingeführt wurde und langsam in den typischen Geisterlandschaften von AGALLOCH schwebt, ist es Zeit für einen Kracher – „The Astral Dialogue“. Ein Stampfer vor dem Herrn, bei welchem sich jetzt die gesamte Energie, die sich während den eröffnenden Tracks angestaut hat, entlädt. Ein klassischer AGALLOCH-Track, der es vielleicht auch auf eine der früheren Alben gepasst hätte. Von treibenden Drums bis hin zu klaren Gitarren und dem typischen Gesang von John Haughm finden sich hier alle Trademarks von AGALLOCH, welche die Herren in den letzten Jahren berühmt gemacht haben. Dies trifft ebenfalls auf die nachfolgenden Songs „Dark Matter Gods“ und „Celestial Effigy“ zu. Wie herrlich ist dieser Moment bei Minute 04:30 von ersterem Song als John „DARK! MATTER! GODS!“ evoziert und nur wenige Sekunden später die tribalhaften Drums von Aesop einsetzen. Oder auch bei „Celestial Effigy“ ab Minute 02:25 – das Geflüstere, das langsame Ansteigen des Songs, die „Chöre“ im Hintergrund und dazu pantheistische Texte. AGALLOCH lassen einen träumen. Zwar erfinden sich die Amerikaner auf diesen klassischen Songs nicht neu, aber sie verzaubern wieder einmal mit unsterblichen Momenten; dabei ist großartig, dass man bei fast jedem Durchhören einen neuen Moment entdeckt und die Songs immer mehr ins Herz zu schließen beginnt. Der einzige Kritikpunkt, den ich bis jetzt wirklich anbringen kann, ist jener, dass ich gerne etwas mehr Klargesang von Herrn Haughm gehabt hätte. Aber sei’s drum, sein Geflüstere und seine raueren Vocals funktionieren ebenfalls. Abgesehen von zwei Neofolk-Intermezzos befinden sich noch die Songs „Vales Beyond Dimension“, das doomig und erhaben daherkommt, und „Plateau of the Ages“ auf der neuen Scheibe, wobei „Plateau of the Ages“ ein gut 12minütiges Instrumental geworden ist. Was zunächst etwas gewagt wirkt - denn zumindest für mich sind John Haughms Vocals und Texte ein integraler Bestandteil der Musik von AGALLOCH -, funktioniert erstaunlich gut [Minute 04:20 – 04:50, herrlich!] und zeigt vor allem die Post Rock Elemente in der Musik von AGALLOCH gut auf. Mit "(Serpens Cauda)" verabschiedet sich das Album dann noch einmal mit schönen Neofolk-Elementen.

John Haughm hat bezüglich des Albums auf seiner Facebook-Seite geschrieben, dass es sich bei „The Serpent & the Sphere“ um ein 60 Minuten langes Puzzle handelt. Dem kann ich nur vollkommen zustimmen. „The Serpent & the Sphere“ ist wieder einmal schwierig und komplex ausgefallen und viele werden nach dem ersten Hören nicht nachvollziehen können, was diese langgezogenen Passagen eigentlich sollen. Obwohl man einzelne Songs theoretisch hören kann – vor allem z.B. „The Astral Dialogue“ – funktioniert die Atmosphäre an sich nur im Gesamtkotext. Das kann man drehen und wenden wie man will. Aber wie schön ist es dann bei jedem Mal Abspielen wieder, wenn man einen neuen Moment entdeckt? Wenn sich wieder ein Teil in das Puzzle fügt? Wenn wieder spirituelle Gefühle entstehen, die eigentlich nur AGALLOCH auf diese Art und Weise hervorrufen können? Dazu kommen noch das schöne CD-Design und die anspruchsvollen Lyrics. Ein AGALLOCH-Album ist jedes Mal wieder ein Erlebnis und zwar eines, das oftmals jahrelang andauert und niemals nachlässt. Warum, meint ihr, rotiert „Marrow Of The Spirit“ immer noch regelmäßig in meinem Player? „The Serpent & the Sphere“ wird es nicht anders ergehen – einmal mehr wurde ich verzaubert. 6,5 Punkte!

Trackliste:
01. Birth and Death of the Pillars of Creation
02. (Serpens Caput)
03. The Astral Dialogue
04. Dark Matter Gods
05. Celestial Effigy
06. Cor Serpentis (The Sphere)
07. Vales Beyond Dimension
08. Plateau of the Ages
09. (Serpens Cauda)
Spielzeit: 00:59:58

Line-Up:
Don Anderson - Gitarre, Hintergrundgesang
John Haughm - Gitarre, Gesang
J William W - Bass
Aesop Dekker - Drums
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
09.05.2014 | 15:46
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