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Band: Agathodaimon Homepage Agathodaimon bei Facebook Metalnews nach 'Agathodaimon' durchsuchenAgathodaimon
Album:Phoenix
Genre:Dark Metal
Label:Massacre Records
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:20.03.09
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"Der Vogel fliegt und brennt!"

Knappe fünf Jahre hat es gedauert, aber jetzt sind AGATHODAIMON mit ihrem neuen Album „Phoenix“ zurück. Man könnte den Albumtitel so interpretieren, dass mit dieser Scheibe quasi eine Wiedergeburt ansteht. Und, soviel sei schon gesagt, der Vogel fliegt!

Mit „Heliopolis“ haben AGATHODAIMON einen starken und guten Einstiegstracks gewählt. Er vereint eigentlich alle Trademarks, die einem auf „Phoenix“ begegnen werden. Eine gute und druckvolle Produktion, viel Power, kreischende Vocals, schöne Melodien, der Einsatz von Keyboards und Klargesang. Eine ganze Palette von Stilmitteln also, die uns AGATHODAIMON hier vorsetzen – von Minimalismus oder Black Metal keine Spur. Um ganz ehrlich zu sein, finde ich das sogar gut. AGATHODAIMON haben längst aufgehört Black Metal zu sein bzw. Fans dieser Musikrichtung ansprechen zu wollen. Eine klare Definition der Musik auf „Phoenix“ ist sicherlich nicht leicht, aber der Begriff des „Dark Metal“ passt eigentlich ganz gut - eine härtere Form des Gothic Metal würde vielleicht auch noch passen. Mit Ashtrael haben AGATHODAIMON nun einen neuen Sänger gefunden und ich kann ihnen nur gratulieren. Prüfung bestanden, Herr Ashtrael. Kraftvoll und düster kommt der Gesang daher, aber er wird niemals zu extrem, er fügt sich immer in die Melodien ein. Ein guter Sänger ist eine Sache, aber gute Songs muss man trotzdem noch schreiben. Doch auch dies meistern die Deutschen [generell] gut. Die meisten Tracks sind im Mid-Tempo gehalten und profitieren auf jeden Fall von den verschiedenen Stilmitteln. Wobei man es zum Beispiel bei „Devil’s Deal“ etwas übertrieben hat. Gleichzeitig Keifgesang, eine elektronisch verzerrte Stimme und Klargesang sind dann doch etwas viel. Aber Songs wie „Decline“ oder „Ground Zero“ können mit sehr coolen Refrains aufwarten, die Lust aufs Mitsingen machen. Besonders hervorheben kann man auch noch den epischen Titel „Winterchild“. Durch das Zusammenspiel von den keifenden Vocals und dem Klargesang wird dieses Lied zu einem der Highlights der Scheibe. Mehr davon auf der nächsten Scheibe bitte! Einen Totalausfall auf „Phoenix“ kann man nicht wirklich finden, allerdings rauschen vor allem am Ende der Scheibe ein zwei Tracks eher an einem vorbei und wollen nicht zünden. Es wäre auch durchaus möglich gewesen, dass man manche Songs etwas kürzer und damit auch knackiger gemacht hätte. Aber wir wollen hier nicht zu viel meckern. Als Bonus gibt es auf der limitierten Version noch den Track „Alone In The Dark“, der für den gleichnamigen Film aufgenommen wurde, in zweifacher Ausführung. Einmal, so denke ich zumindest, in einer speziellen Album-Version und einmal als Soundtrack-Version. Ein ganz netter Track, der vor allem durch die weiblichen Vocals auf der Soundtrack-Version punkten kann. Ganz lustig fand ich, dass mich der Mittelteil von „To Our Ashes“ irgendwie an den Track „Phantom Of The Opera“ von ME FIRST AND THE GIMME GIMMES erinnert hat. Ja, ich weiß, dass die das Lied gecovert haben.

Nun gut, kommen wir zum Fazit. Ich bin vorurteilslos an diese Scheibe herangegangen und wurde dafür auch belohnt. Man sollte diese Album absolut eigenständig sehen und auch bewerten. Es hat nichts mit Black Metal zu tun, aber es ist gut gespielte Musik, die mit sehr vielen interessanten Songs punkten kann. Es ist kein Album, um seinen Hass gegen die Welt zu glorifizieren, es ist eher ein nettes Album für zwischendurch und gewisse Lieder eignen sich auch für verträumte Stunden. Gebt AGATHODAIMON eine Chance, sie haben es mit diesem Album verdient!

Trackliste:
01. Heliopolis
02. Devil's Deal
03. Decline
04. Ground Zero
05. Ghost Of A Soul
06. Winterchild
07. Time Is The Fire
08. To Our Ashes
09. Amongst The Vultures
10. Oncoming Storm
11. Throughout The Fields Of Unshaded Grace
12. Grey Whisper
Bonus:
13. Alone In The Dark [Death Angel's Shadow]
14. Alone In The Dark [Soundtrack Version]
Spielzeit: 01:12:37

Line-Up:
Chris "Ashtrael" Bonner - Vocals
Martin "Sathonys" Wickler - Guitars, Clean Vocals
Jan Jansohn - Guitars
Till Ottinger - Bass
Manuel Steitz - Drums
Felix Ü. Walzer - Keyboards
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
09.05.2009 | 16:39
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