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Cover von Age Of Taurus -- Desperate Souls Of Tortured Times
Band: Age Of Taurus bei Facebook Metalnews nach 'Age Of Taurus' durchsuchenAge Of Taurus
Album:Desperate Souls Of Tortured Times
Genre:Doom Metal, NwobHM, Symphonic / Epic Metal
Label:Rise Above Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:27.05.13
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"Hoch die Hörner, es ist Stierzeit!"

AGE OF TAURUS aus London präsentieren nach nur einem Demo aus dem Jahre 2010 hier nun ihr Debüt-Album, das immerhin über Lee Dorrians [ex-CATHEDRAL] Talentschmiede, Rise Above Records, seinen Weg aufs Festland findet.

Die obigen Koordinaten lassen den Connaisseur bereits erwartungsvoll mit der Zunge schnalzen und tatsächlich kann „Desperate Souls Of Tortured Times“ irgendwo zwischen Doom Metal und NWOBHM verortet werden, wobei Namen wie CANDLEMASS, TROUBLE [man höre die sagenhaft satt riffenden Twingitarren von „Desperate Souls“], MY DYING BRIDE, REVELATION, MANILLA ROAD und ANGEL WITCH als zusätzliche Orientierungshilfen herhalten könnten.
Dafür, dass AOT anfänglich eigentlich als One-Man-Studioprojekt von Mainman Toby Wright gedacht gewesen war und erst seit 2009 als Band gemeinsam musizieren, machen sie ihre Sache echt gut, denn der Sound ist kraftvoll, der Bass ausgesprochen dominant, die Songs mitreißend und für Doom-Verhältnisse auffallend melodisch und fast schon eingängig. Der dynamische Opener, „A Rush Of Power“, etwa hat bereits alles, was Doom zwischen Heavy und Epic Metal braucht: sehnsüchtiger Gesang, drückende Gitarren, getoppt von schicken Soli. Die zentnerschweren Riffs von „Sinking City“ oder „Desperate Souls“ sind eher klassischer Doom zwischen BLACK SABBATH, TROUBLE und CANDLEMASS, untermauert vom dicken, fetten Bass von Richard Bruce. Zügig dagegen marschiert auch „Always In The Eye“, getragen von dynamisch-markanten Riffs, die den Nacken unwillkürlich zucken lassen.
„Walk With Me, My Queen“ geht ob seiner traurigen Soli und Harmonien beinahe als Doom-Powerballade durch und keinerlei Gefangene/Kompromisse mehr machen AGE OF TAURUS dann mit ihrem Slow-Motion-Saitenmassaker namens „Embrace The Stone“, dessen vehementes Riffing von ruhigen, beinahe WARNING UK-artigen Passagen gekonnt kontrapunktiert wird.
„The Bull And The Bear“ gibt dem Stier dann zum guten Schluss nochmal richtig eins zwischen die Hörner und hier gelingt dem Londoner Quartett tatsächlich endgültig so etwas wie die formvollendete Symbiose aus Doom, Epic und klassisch britischem Heavy Metal.

Versehen mit einem klassischen, die Albumatmosphäre absolut gelungen widergebenden Cover-Artwork und produziert von Jaime Gomez Arellano [u.a. ANGEL WITCH, GHOST], empfiehlt sich diese 42minütige Reise durch das Reich des Stiers nicht nur für Doom-Aficionados, die WHILE HEAVEN WEPT ebenso zu schätzen wissen wie ATLANTEAN KODEX...

Trackliste:
01. Rush Of Power
02. Sinking City
03. Always In The Eye
04. Walk With Me, My Queen
05. Desperate Souls
06. Embrace The Stone
07. The Bull And The Bear
Spielzeit: 00:42:00

Line-Up:
Richard Bruce - Bass
Darius Claydon - Drums
Alastair Riddell - Lead Guitars
Toby W. Wright - Vocals, Guitars

Dirk Konz [dkay]
20.05.2013 | 22:54
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