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Reviews von Albert Mudrian
CD Review: Albert Mudrian - Choosing Death – Die unglaubliche Geschichte des Death Metal und Grindcore geht weiter ... [Buch]

Albert Mudrian
Choosing Death – Die unglaubliche Geschichte des Death Metal und Grindcore geht weiter ... [Buch]


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Cover von Albert Mudrian -- Choosing Death - The Improbable History Of Death Metal & Grindcore [Buch]
Band: Albert Mudrian Homepage  Metalnews nach 'Albert Mudrian' durchsuchenAlbert Mudrian
Album:Choosing Death - The Improbable History Of Death Metal & Grindcore [Buch]
Genre:Death Metal
Label:Feral House
Bewertung:7 von 7
Releasedatum:15.10.04
CD kaufen:'Albert Mudrian - Choosing Death - The Improbable History Of Death Metal & Grindcore [Buch]' bei amazon.de kaufen
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"Das Geschichtsbuch für den Death Metaller!"

Bereits 2004 erschienen [und seit Sommer letzten Jahres auch in deutscher Übersetzung], aber trotzdem immer wieder erwähnenswert und hilfreich, stellt „Choosing Death - The Improbable History Of Death Metal & Grindcore“ eine absolute Pflichtlektüre für jeden Fan der extremen Gattung namens Death Metal dar. Somit könnte das von Albert Mudrian zu Papier gebrachte, knapp 300 Seiten umfassende Buch vom Stellenwert für den Death Metal durchaus als das angesehen werden, was „Lords Of Chaos“ für die Black Metal-Szene bedeutet. Nach circa zwei Jahren Vorbereitungszeit und mit Hilfe von ungefähr 100 Interviews bemüht sich der US-Amerikaner absichtlich nicht darum, ein möglichst lückenloses Werk abzuliefern, sondern grenzt seine Herangehensweise insofern sinnvoll ein, dass er sich auf die wenigen „alten Helden“ und Begründer konzentriert: CARCASS, MORBID ANGEL, NAPALM DEATH, OBITUARY und ENTOMBED. Trotzdem kommen natürlich gegen Ende auch neuere Tendenzen und Bands zum Zuge, sodass „Choosing Death“ zweifelsohne eine elementare und informative Veröffentlichung darstellt. Doch immer der Reihe nach…

Beginnend mit den Ursprüngen in Punk und Hardcore mit solchen Bands wie ANTISECT, DISCHARGE und NAPALM DEATH, werden anfangs vor allem die politisch motivierten Bands in England beleuchtet, bevor ein Blick in Richtung USA mit Hilfe von SIEGE, DEEP WOUND und TERRORIZER vollzogen wird. Stets informativ und um möglichst viele verschiedene Betrachtungsweisen bemüht, schlägt Mudrian dann den Bogen zu den eigentlichen Death Metal-Anfängen, die sich mit REPULSION, DEATH, SLAUGHTER und MORBID ANGEL Ende der achtziger Jahre anbahnten, wobei vor allem das Bildmaterial in Form von alten Fotos und Flyern gute Eindrücke in den Underground-Status dieser noch sehr übersichtlichen Szene vermittelt.

Der Verfasser versäumt jedoch nicht, auch auf den speziellen Fall Europas einzugehen, da das Kapitel „Across The Open Sea“ primär der brodelnden Szene in Schweden mit solchen Bands wie NIHILIST, CARNAGE und UNLEASHED gewidmet wird, bevor die Entstehung der maßgeblich beteiligten Plattenfirmen Earache und Peaceville geschildert wird. Im passend betitelten Kapitel „Mass Appeal Madness“ wird nachfolgend der große Death Metal-Boom in den Jahren 1990 und 1991 unter die Lupe genommen, der zwar einerseits zu einem umfassenderen und lukrativeren Vertriebsnetz führte, allerdings auch eine Überschwemmung und nachfolgende Übersättigung der Szene nach sich zog. In diesem Zusammenhang sind vor allem die teils übereinstimmenden, aber oft gegensätzlichen Aussagen der Beteiligten auf Seiten der Labels und der Bands interessant, sodass ein faszinierender Einblick hinter die Kulissen geboten wird, der sicherlich auch eingefleischten Fans noch neue Infos bescheren dürfte. So wird unter anderem auf die wichtige Zwickmühle ‚Underground versus Mainstream und Major Label’ eingegangen, der anhand von gescheiterten Versuchen und den Ansichten der Betroffenen geschildert wird. Und dass NAPALM DEATH von einem aufgezwungenen Deal-Paket mit einem Major wenig begeistert waren, dürfte wohl mehr als klar sein…

Chronologisch weiter vorgehend, analysiert Mudrian dann sowohl die notwendige Gesundschrumpfung der Szene als auch den Blick über den Tellerrand Mitte der neunziger Jahre, der zu Ausflügen in Richtung Black Metal, Gothic, Doom, Hardcore, Grindcore und gänzlich fremden Elementen zu solchen Bands wie MY DYING BRIDE, OPETH und NILE führte. Natürlich kann hier kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben werden, aber das war ja, wie anfangs schon vom Autor verdeutlicht, auch gar nicht dessen Ziel, sodass, je nach Geschmack des Lesers, natürlich manche Bands zu fehlen scheinen, während allerdings die Protagonisten stets gut nachzuverfolgen sind. Zum Ende hin wird noch ein abrundender Ausblick in die Zukunft gegeben, in dem viele Musiker auch sehr persönliche Ansichten vermitteln und auf schwierige Situationen in ihren jeweiligen Bands, die gesundheitliche Seite und die psychische Belastung während langer Touren eingehen, aber letztlich ebenso anschaulich belegen, warum sie trotz etlicher Tiefen noch immer dabei sind und dies auch nicht ändern wollen.

Albert Mudrian hat mit seinem Buch „Choosing Death“ einen wahren Kraftakt vollbracht und es einerseits geschafft, relativen Neueinsteigern in die Death Metal-Szene einen Einblick in die Ursprünge dieser Musikrichtung zu vermitteln, während er andererseits den eingefleischten Fans, die diese Zeit vielleicht direkt miterlebten, stets genügend Insider-Informationen servieren kann, sodass auch diese das Werk nicht gelangweilt beiseite legen werden und die alten Klassiker mit diesem neuen Wissen im Hinterkopf sicherlich etwas anders hören werden. Natürlich sind manche der enthaltenen Informationen veraltet, da NASUM zwangsläufig ad acta gelegt werden mussten, David Vincent zu MORBID ANGEL zurück fand und auch BRUTAL TRUTH wieder fleißig die Grind-Keule schwingen, aber da diese Szene weiterhin besteht und sich tagtäglich weiter entwickelt, dürfte dies selbstredend sein. Unterm Strich bleibt ein einzigartiges und extrem wichtiges Buch, nicht allein des Bildmaterials wegen, das nicht nur die Höchstpunktzahl verdient hat, sondern auch automatisch dazu führt, dass man die alten Scheiben von CARCASS, NAPALM DEATH oder AUTOPSY rauskramt und mit einem selig-entrückten Schmunzeln auf den Lippen bei der Lektüre anhört…

Trackliste:


Alexander Eitner [soulsatzero]
11.05.2007 | 01:39
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