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Album:Passage
Genre:Black Metal, Post/Avantgarde Black Metal
Label:Eisenwald
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:25.09.15
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"Auf majestätischen Pfaden durch Amerikas Wälder!"

Die Welt ist nicht gerecht. Die Metal-Welt schon gleich gar nicht. Anders ist es zumindest nicht erklärbar, warum die amerikanischen Naturmystiker von ALDA, die sich musikalisch dem Schwarzmetall hingeben, noch keinen größeren Bekanntheitsgrad erreicht haben, während Plastikbands nach wie vor Hochkonjunktur haben. Sei es wie es sei, ALDA musizieren munter weiter und veröffentlichen via Eisenwald ihr drittes Album, das auf den schlichten, aber sehr passenden Namen „Passage“ hört.

ALDA bewegen sich auf ähnlichen Pfaden wie FALLS OF RAUROS, PANOPTICON, SKAGOS und WOLVES IN THE THRONE ROOM, können aber auf „Passage“ dieser Musik ihre eigene Note aufdrücken. Einst wurde dieser so genannte Cascadian Black Metal sehr gehypt, heutzutage wird ihm nur noch wenig Beachtung geschenkt, auch wenn nach wie vor wunderschöne Werke entstehen, die als Musterbeispiele dafür gelten können, wie Musik, Lyrics und visuelle Kunst zu einem organischen Ganzen werden können. Die vier Herren hinter ALDA lassen es in den fünf Songs [alle bis auf einen sind länger als zehn Minuten] häufig ordentlich krachen, schmeißen Blast-Parts in die Menge und Sänger Michael schreit sich in manchen Passagen die Luft aus der Lunge. Wie aber für solche Musik üblich, gibt es auch sehr ruhige Abschnitte, die entweder doomige Ausmaße annehmen oder von der Akustik-Gitarre getragen werden. Lagerfeuer-Romantik kommt also auf „Passage“ nicht kurz, wird an manchen Stellen doch sogar ein Cello eingesetzt. Vor allem das sehr verträumte Stück „The Crooked Trail“ sollte in Zukunft bei jeder Wanderung durch die Wälder dabei sein. Außerdem verwenden ALDA gelungenen Klargesang [ab Minute zwei des Songs „The Clearcut“] und bauen im dritten Track „Weathering“ ein kurzes Sample des Films „Jeremiah Johnson“ ein; der zentrale Satz dieses Ausschnitts dürfte wohl sein: „You cannot cheat the mountain, pilgrim!“ Baumhasser und die Anti-„Gutmensch“-Fraktion dürften mit ALDA natürlich keine große Freude haben, aber wer irgendwann einmal die Pubertät überwunden hat, dürfte erkennen, dass in „Passage“ und auch in den Aussagen der Herren aus den USA sehr viel Schönheit und Anmut steckt. Überhaupt dürfte der Begriff „majestätisch“ am besten zum dritten Album der Schwarzwurzler passen; denn auch wenn es oftmals heftiger zur Sache geht [es wird eben nicht nur geträumt, sondern auch geholzt], so klingt die Musik selten boshaft oder richtig dunkel [eine Ausnahme ist höchstens ein kurzer Abschnitt im Rausschmeißer „Animis“]. Vielmehr hat man das Gefühl, dass – wieder einmal; so viel Kritik muss sein – die Schönheit der Natur dargestellt werden soll, die eben einen ästhetischen Wert an sich und für sich hat. Und auch wenn die Natur ihre dunklen und wilden Seiten hat, so obsiegt am Ende doch immer das Gefühl der Erhabenheit – zumindest wenn es nach den MusikerInnen geht, die solche Kunst erschaffen.

ALDA zeigen auf „Passage“ auf, wie sich ein naturverbundenes Black Metal-Album anhören soll. Musikalisch gibt es nichts zu mäkeln, und die Scheibe wird zusätzlich noch durch das passende Cover-Artwork abgerundet. Einen Punkt Abzug gibt es lediglich dafür, dass auch andere Bands an die Größe dieses Albums herankommen und dass der Innovationsgrad denkbar gering ist. Aber wer wieder einmal Lust hat, wandern zu gehen, die Natur zu genießen und dann mit Freunden am Lagerfeuer zu sitzen, der macht hier definitiv nichts falsch. Schön, dass sich Eisenwald um ALDA kümmern!

Trackliste:
01. The Clearcut
02. Passage
03. Weathering
04. The Crooked Trail
05. Animis
Spielzeit: 00:52:28

Line-Up:
Stephanie Knittle - Bass, Cello
Michael Korchonnoff - Drums, Vocals
Timothy Brown - Gitarre
Jace Bruton - Gitarre
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
08.07.2015 | 20:57
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