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Cover von Alestorm -- No Grave But The Sea
Band: Alestorm Homepage Alestorm bei Facebook Metalnews nach 'Alestorm' durchsuchenAlestorm
Album:No Grave But The Sea
Genre:Folk, Power Metal
Label:Napalm Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:26.05.17
CD kaufen:'Alestorm - No Grave But The Sea' bei amazon.de kaufen
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"Die See ist ein feucht-fröhliches Grab"

Pünktlich zum immer näher rückenden Kinostart des inzwischen fünften [!] Teils der Piratensaga „Fluch der Karibik“ kommen auch die schottischen Piraten-Metaller ALESTORM mit einem neuen Album daher – Zufall? Wer weiß... Zweieinhalb Jahre nach ihrem letzten Freibeuterklamauk [und sechs Jahre nach dem letzten Teil von Jonny Depps Freibeuterklamauk] veröffentlichen ALESTORM mit „No Grave But The Sea“ eine neue Platte, wobei die Mannschaft aus Perth mit Máté Bodor inzwischen einen neuen Gitarristen mit auf Kaperfahrt genommen hat.

Wer ein ALESTORM-Album einlegt, weiß was kommt – das ändert sich auch mit „No Grave But The Sea“ nicht: Den Auftakt bildet ein hymnischer Stampfer in Form des Titeltracks – typisches ALESTORM-Material, denn hier paaren sich mächtige Riffs und ein Refrain zum Mitgrölen und Mitschunkeln mit gewohnt trashigen Synthie-Melodien. Vermutlich könnte sich die Truppe zumindest im Hinblick auf den letztgenannten Punkt längst besseres leisten, aber das gehört eben seit jeher zum Sound der Mannschaft. Insgesamt haben ALESTORM ihre stilistische Nische längst gefunden und weichen auch auf „No Grave But The Sea“ kaum von ihrer gewohnten Rezeptur ab, allerdings scheint die Grenze zwischen witzigen und „ernsteren“ Songs der Schotten hier noch etwas klarer gezogen zu sein als auf vorangegangenen Alben. Das hält sich hier angenehm die Waage und so besteht die eine Hälfte von „No Grave But The Sea“ aus gelungenen Songs wie dem epischen „To The End Of The World“, dem schmissigen „Pegleg Potion“ oder auch dem rasanten Rausschmeißer „Treasure Island“. Auf der anderen Seite stehen dann feucht-fröhliche Partyhymnen wie der Heavy Metal-Shanty „Bar und Imbis“, die trotzigen Fußballgesänge des – zugegebenermaßen etwas kindischen - „Fucked With An Anchor“ oder das im Live-Betrieb vermutlich künftig unabdingbare „Mexico“. Kleinere Überraschungen hält diese Platte ebenfalls bereit, denn das 8-Bit-Intro des erwähnten „Mexico“ gab es so bei der Band sicherlich noch nicht, in „Alestorm“ versuchen sich die Herren – nicht ohne Erfolg – an modernem Groove Metal und Frontmann Christopher Bowes versucht sich hier und da an einer neuen Facette seines Gesangs, die eher dem Extreme Metal entliehen scheint und auch das klappt ziemlich gut. Ansonsten klingt „No Grave But The Sea“ in jeder Note eben wie ein ALESTORM-Album, was bedeutet, dass die Schotten hier ebenso energetisch wie eingängig agieren und sich jeder Song bereits nach der Hälfte zum lautstarken Mitsingen eignet, allerdings stellt das auch die Frage nach der Langlebigkeit dieser Platte. Die kann hier jedoch noch nicht beantwortet werden. Die Umbesetzung an der Gitarre wirkt sich minimal negativ auf die Leadgitarren im Hause ALESTORM aus, denn während Neu-Gitarrist Máté Bodor durchaus spielen kann, fallen die Soli hier leider nicht mehr ganz so explosiv wie bei seinem Vorgänger Dani Evans aus. In Sachen Produktion setzen die Schotten dankenswerterweise auf Altbewährtes und so kommt auch „No Grave But The Sea“ fett und modern aus den Boxen und punktet obendrein mit einem beneidenswert satten Gitarrensound.

ALESTORM sind ALESTORM bleiben ALESTORM. Mit ihrem Song „Scraping The Barrel“ stellte die Truppe einst selbstbewusst in Aussicht, dass sie schon mit neuen Ideen um die Ecke kommen werde, wenn es denn wieder Zeit wird. Zwei Alben später kann man diese Aussage nur bestätigen, denn auf „No Grave But The Sea“ fahren die schottischen Freibeuter erneut zehn schwermetallene Piratenhymnen auf, die es so eben nur bei ALESTORM geben kann. Wie dauerhaft so ein Album ist, mag individuell verschieden sein, aber Spaß macht diese Platte mit Sicherheit. Arrr!

Trackliste:
01. No Grave But The Sea
02. Mexico
03. To The End Of The World
04. Alestorm
05. Bar und Imbiss
06. Fucked With An Anchor
07. Pegleg Potion
08. Man The Pumps
09. Rage Of The Pentahook
10. Treasure Island
Spielzeit: 00:45:39

Line-Up:
Christopher Bowes - Vocals, Keyboard
Máté Bodor - Guitar
Gareth Murdock - Bass
Elliot Vernon - Keyboard
Peter Alcorn - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
27.05.2017 | 10:09
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