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Alestorm
Live At The End Of The World [CD+DVD]


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Cover von Alestorm -- Sunset On The Golden Age
Band: Alestorm Homepage Alestorm bei Facebook Metalnews nach 'Alestorm' durchsuchenAlestorm
Album:Sunset On The Golden Age
Genre:Folk Metal, Power Metal
Label:Napalm Records
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:01.08.14
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"Jack Sparrow kann einpacken"

Einen gewissen Eigenhumor kann man den schottischen Metal-Freibeutern ALESTORM kaum absprechen: Auf ihrem 2011 erschienenen Album „Back Through Time“ besang die Truppe mit „Scraping The Barrel“ ihren eigenen vermeintlichen Ideenreichtum und kündigte an, dass man schon die nötigen Songs zusammenkratzen würde, wenn denn er Zeitpunkt für das nächste Album gekommen ist. Selbiger ist jetzt und so kratzte die Band für „Sunset On The Golden Age“ wieder kräftig am Boden des Fasses.

Man mag ja versucht sein, ALESTORM dank ihres durchaus bewusst gepflegten Images rasch als Blödeltruppe ohne wenig Substanz abzutun, doch das würde den Schotten in keinster Weise gerecht werden. Das fängt schon mal damit an, dass der Piraten-Hype mit dem Verschwinden allerhand ähnlich gearteter Kapellen langsam zu Ende geht, die Bande um Captain Christopher Bowes aber immer noch da ist. Mit einem Album wie „Sunset On The Golden Age“ liefern ALESTORM allerdings noch weitaus bessere [und lautere] Beweise für ihr Können: Klar, „Drink“ oder „Mead From Hell“ sind genau die feucht-fröhlichen, dezent folkigen Trink-Hymnen, die sich der jugendliche Metaller für den Festival-Zeltplatz oder die nächste Party in Mamas Keller wünscht. Aber ALESTORM zeigen sich auf ihrem inzwischen vierten Album auch von einer hörbar gereifteren Seite. Schon der Opener „Walk The Plank“ fällt verdammt heavy aus und überhaupt fallen die Riffs auf „Sunset On The Golden Age“ so thrashig wie noch nie aus – komplimentiert wird das Ganze durch die entsprechend fette Produktion, die man von den Schotten inzwischen gewohnt ist. Mit ihrem neuen Album begehen ALESTORM also trittsicher den Mittelweg aus allem, was sie bis dato so gemacht haben und strotzen dabei nur so vor Selbstbewusstsein. Schwermetallene Shanties wie „Magnetic North“ oder „Quest For Ships“ gehen in epische Nummern wie „1741 [The Battle Of Cartagena]“ über und paaren sich mit punkiger Piraten-Anarchie wie „Wooden Leg“. Zudem covert die Mannschaft mit „Hangover“ von TAIO CRUZ nach „Wolves Of The Sea“ einmal mehr ein nicht unbedingt inhalts- aber doch zumindest genrefremdes Machwerk und man muss schlicht zugeben, dass das verdammt gut klappt. Die Truppe lässt also trotz fortschreitendem Dienstalter keineswegs den Spaß außen vor, insgesamt geht es auf „Sunset On The Golden Age“ jedoch deutlich vielfältiger zu – Weiterentwicklung eben. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Gitarrist Dani Evans seine ohnehin schon immer irrwitzigen Leads hier auf ein neues Level hebt, aber ebenso sehr daran, dass ALESTORM auf Album Nummer vier eben noch bessere Musiker mit mehr Routine beim Songwriting sind. Wäre „Fluch der Karibik“ doch beim vierten Anlauf bloß genauso gut gewesen...

Mag ja sein, dass ALESTROM selbst ihr Schaffen mit Nummern wie „Scraping The Barrel“ noch weiter ironisieren, letztendlich ist die Truppe aber in jeder Hinsicht ernst zu nehmen. Auch auf dem vierten Album zeigt der gut gelaunte Folk Metal der Schotten keinerlei Ermüdungserscheinungen, sondern macht von Anfang bis Ende einen Heidenspaß – das liegt mit ziemlicher Sicherheit auch daran, das Christopher Bowes und Co. Ordentlich Spaß in den Backen haben und das hier mit jeder Note zum Ausdruck bringen.

Trackliste:
01. Walk The Plank
02. Drink
03. Magnetic North
04. 1741 [The Battle Of Cartagena]
05. Mead From Hell
06. Surf Squid Warfare
07. Quest For Ships
08. Wooden Leg!
09. Hangover [TAIO CRUZ-Cover]
10. Sunset On The Golden Age
Spielzeit: 00:48:39

Line-Up:
Christopher Bowes - Vocals, Keyboards
Dani Evans - Guitars
Gareth Murdoc - Bass
Elliot "Windrider" Vernon - Keyboards
Peter Alcorn - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
30.07.2014 | 19:41
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