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"Geile Scheiße, Gute Laune" | ||||||||||||||||||
| ALEXISONFIRE sind schon coole Säue. Da verwundert es auch nicht weiter, dass ihr viertes Album "Old Crows/Young Cardinals" ebenfalls eine sehr fesche Angelegenheit geworden ist. In ihrem Heimatland Kanada räumt die Truppe regelmäßig Platin-Scheiben ab, hierzulande konnten ALEXISONFIRE ihr Erfolgspotential leider noch längst nicht ausschöpfen. Hoffentlich bringt ihnen der neuerliche Europa-Deal mit Roadrunner in dieser Hinsicht Glück. "Old Crows/Young Cardinals" ist eine wunderbare Gute Laune-Platte, die allerdings jederzeit mit der nötigen Tiefe daherkommt, um Langzeitwirkung zu garantieren. ALEXISONFIRE mischen mit traumwandlerischer Sicherheit fetten Screamo, rotzigen Punk, noisigen Alternative und eine Prise Indie zu einer dampfenden Soße zusammen, die dank der Durchschlagskraft auch locker zu harten Gerichten passt. Vor dicken Kollegen in Lederhosen braucht man schon mal keine Angst zu haben. Noch wichtiger als Härte sind aber Hits und die haben ALEXISONFIRE auch zuhauf. "Young Cardinals", "Born And Raised", "Sons Of Privilege", "Emerald Street", "Heading For The Sun"... nach einigen Durchläufen steht hier sowieso komplette Tracklist. Besonders toll ist, dass die Kanadier inzwischen dreistimmig vorgehen. Neben Sänger George Parfitt und Gitarrist Dallas Green hat jetzt auch der andere Gitarrist Wade MacNeil ein Wörtchen mitzureden. Abwechslung ist das halbe Leben. Vor allem wenn man so rauhe Gefilde beackert. Freude der vergangenen Alben werden mit Freuden feststellen, dass sich ALEXISONFIRE mal wieder selbst erfunden haben, ohne etwas Grundsätzliches an ihrem Sound zu verändern. Neueinsteiger können sich einfach an einer arschcoolen Scheibe erfreuen, die ohne das kleinste Fitzelchen Kommerz im Blut großes Hitkino bietet. | ||||||||||||||||||
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